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Lausitzer Rundschau: Keine Überraschung Nullrunde für Rentner

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Cottbus (ots) – Nach den spürbaren Rentensteigerungen im
vergangenen Jahr werden sich die Ruheständler 2010 mit einer
Nullrunde begnügen müssen. Diese Nachricht kann nicht wirklich
überraschen. Seit Ende 2008 befindet sich das Land in der schwersten
Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Aufträge brachen massenhaft weg,
sodass sich viele Betriebe nur mit staatlich geförderter Kurzarbeit
über Wasser halten können. Was den Beschäftigten ein gewisser Trost
ist, – sie werden dadurch nicht erwerbslos -, drückt jedoch auf das
Lohnniveau. Und das ist die entscheidende Kennziffer für die
Rentenberechnung.
Eigentlich müssten die gesetzlichen Altersbezüge sogar sinken, denn
erstmals seit einem halben Jahrhundert brachen auch die
durchschnittlichen Bezüge der Beschäftigten ein. Eine schon in Zeiten
der Großen Koalition vorsorglich beschlossene Klausel verhindert
jedoch, dass es dazu kommt. So gesehen sind die Rentner in diesem
Jahr sogar privilegiert. Dass viele mit der Einfrierung ihrer Bezüge
immer noch hervorragend leben können, während es für viele andere
schon vorher kaum zum Leben reichte, steht dabei auf einem anderen
Blatt.
In Zeiten leerer Kassen noch Rentensteigerungen zu erwarten, hieße
aber, all jene zu überfordern, die die laufenden Altersbezüge mit
ihren Beiträgen erarbeiten. Das geltende Rentensystem basiert auf der
wechselseitigen Solidarität zwischen Alt und Jung. Durch die
Schutzklausel zur Verhinderung von Rentenkürzungen ist diese
Solidarität aus Sicht der Beschäftigten ohnehin schon arg
strapaziert.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Lausitzer Rundschau: Mehr als nur Einzelfälle Reinhold Robbe legt seinen letzten Wehrbericht vor

Cottbus (ots) – Eine Beschwerdeinstanz, und das ist der
Wehrbeauftragte des Bundestages, ist für Lob nicht zuständig. Auch
liegt es in der Natur der Sache, dass sich ein Ombudsmann wie
Reinhold Robbe bei den Soldaten profilieren will, die sich ihm
anvertrauen. Insofern ist das Bild verzerrt, das sein am Dienstag
veröffentlichter Jahresbericht zeichnet. Aber mit dem Hinweis auf ein
paar schwarze Schafe oder Einzelfälle schiebt man seine
Zustandsbeschreibung auch nicht einfach weg. Die aufgelisteten
5700Fälle sind die Spitze eines Eisberges und wie bei diesem
mindestens mit sieben zu multiplizieren. Zumal sie sich seit Jahren
wiederholen. Die Bundeswehr ist zwar keine Schießbudenarmee, aber
noch lange nicht das, was man sich unter einer Armee im Einsatz
vorstellt: gut ausgebildet, bestens ausgerüstet, schlank geführt. Und
deshalb motiviert, um den Kopf hinzuhalten, für uns daheim,
vertriebene Kosovaren oder unterdrückte Mädchen in Afghanistan.
Der Jahresbericht zeigt, dass es da noch eine Armee der Bürokraten
und Sesselhocker gibt, die den Einsatzkräften das Leben schwer macht.
Dass es erhebliche strukturelle Defizite und Reformmängel gibt, die
immer wieder für Verschleiß sorgen.
Dass die Politik sich nur halbherzig mit diesen Problemen beschäftigt
und weder bereit ist, für mehr Geld zu sorgen noch für mehr
Rechtssicherheit. Dieses Land schickt seit mehr als zehn Jahren mit
großen Mehrheiten des Bundestages Soldaten in Kampfgebiete, aber was
dort geschieht und wie sie zurückkommen, das interessiert dann keinen
mehr so richtig. Schäbig ist das schon.

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Lausitzer Rundschau: Nur verbeamten reicht nicht Brandenburg muss mehr tun, um junge Lehrer zu werben

Cottbus (ots) – Als Schulregion hat die Lausitz eine lange
Krisenzeit erlebt. Kommunen kämpften verzweifelt um den Erhalt ihrer
Schulen und mussten dennoch mehr als die Hälfte ihrer Einrichtungen
schließen. Die in den 90er-Jahren aufgrund der Bevölkerungsverluste
in den Keller sackenden Schülerzahlen hatten auch harte Konsequenzen
für die Lehrer. Solidarisch einigten sie sich auf geringere
Stundenumfänge, die verbunden waren mit Gehaltseinbußen. Tausende
Lehrer wechselten innerhalb des Schulamtes Cottbus mehrfach ihren
Arbeitsplatz. Mehr als 100Pädagogen mussten die Region in
Richtung Berliner Speckgürtel verlassen. Die Schüler hatten ebenfalls
zu leiden – unter längeren Wegen zur Schule, unter den ständigen
Lehrerwechseln.
Leider scheint ein Ende der Krisenzeiten immer noch nicht absehbar.
Im brandenburgischen Bildungsministerium hat die Freude über stabiler
werdende Schülerzahlen und besser ausgelastete Bildungseinrichtungen
offenbar den Blick verstellt für ein ganz anderes Problem. Was lange
Jahre im Überfluss vorhanden war, droht künftig ganz knapp zu werden:
ausreichend gute Lehrer. Allein zwischen 2013 und 2015 scheiden in
Brandenburg rund 1000Lehrer aus dem Schuldienst aus. Der
Süden Brandenburgs braucht ab 2013 jährlich 150 Nachwuchskräfte für
Lehrer, die in den Ruhestand gehen. Dass es so kommt, war lange
absehbar. Ebenso absehbar war der kommende Lehrer-Bedarf auch in den
anderen deutschen Bundesländern, wo der Altersdurchschnitt der
Pädagogen sogar noch etwas höher ist als in Brandenburg. Umso
kritikwürdiger ist die unzureichende Vorsorge, die im Potsdamer
Bildungsministerium noch dazu mit großer Verzögerung getroffen wurde.
Es reicht nicht, einfach nur Beamtenstellen auszuschreiben und zu
hoffen, dass sich schon genug Referendare bewerben werden. Um im
Wettstreit mit den finanzkräftigeren Bundesländern mithalten zu
können, muss sich das Land Brandenburg sehr viel mehr einfallen
lassen. Höhere Besoldung und bessere Aufstiegsperspektiven sind dabei
nur ein Hebel, der in Bewegung gesetzt gehört. Brandenburg muss
außerdem mit einer attraktiveren Bildungspolitik für sich werben.
Dass sich soziale Selektion in den Pisa-Ergebnisse für das Bundesland
immer deutlicher ablesen lässt, ist für junge Referendare nicht
gerade attraktiv. Ebenso wenig die von der Lehrergewerkschaft
kritisierte Bürokratisierung des Lehreralltags, der zunehmende
Leistungsdruck für die Schüler, ihre mangelhafte individuelle
Förderung. Das Land Brandenburg muss sein Angebot verbessern – und
das möglichst schnell.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Wechsel von Tamás Mocsai zur SG Flensburg-Handewitt

Der ungarische Nationalspieler Tamás Mocsai wechselt im Sommer 2010 an die Flensburger Förde.

Ljubomir Vranjes, Tamás Mocsai und Holger Kaiser (Foto: Pressestelle SG Flensburg-Handewitt)

Der 31-jährige Rückraumspieler hat bei der SG Flensburg-Handewitt einen 2-Jahresvertrag unterschrieben. Der Linkshänder, der beim TBV Lemgo im vierten Jahr das Trikot mit der Nummer 18 trägt, zieht mit seiner Freundin in den Norden.

„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe, die eine große und schöne Herausforderung ist“, sagt Tamás Mocsai. „Die SG ist eine Mannschaft, mit spannenden Zielen und einer eigenen Philosophie, die mir sehr gefällt.“

„Tamás ist der Wunschspieler von Pér Carlen gewesen. Wir freuen uns, dass er zu uns kommt“, sagt SG-Teammanager Ljubomir Vranjes. „Unser Neuzugang ist ein intelligenter Spieler, der mit seiner Routine die perfekte Ergänzung zu Oscar Carlen ist“, so Vranjes, „auf der Position sind wir für die nächsten zwei Jahre gut aufgestellt.“

„Mit Tamás verlässt uns ein Spieler, der sich zu jeder Zeit hundertprozentig beim TBV engagiert und eingebracht hat. Durch die Konstellation mit drei Linkshändern haben wir uns nach intensiven Gesprächen mit Trainer Volker Mudrow dazu entschlossen, Tamás frei zu geben. Ich wünsche ihm für seine Zukunft und insbesondere seine Zeit bei der SG Flensburg-Handewitt alles Gute“, kommentiert Geschäftsführer Volker Zerbe den Wechsel.

POL-NE: Unfall mit hohem Sachschaden

Dormagen-Hackenbroich (ots) – Am Dienstag (den 16.03.2010)
ereignete sich um 16.43 Uhr ein Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden
auf der Dr.-Geldmacher-Straße in Dormagen-Hackenbroich.

Ein 36-jähriger, ortsunkundiger Mann aus Leverkusen wollte mit
seinem PKW in Höhe eines Wirtschaftsweges wenden. Dabei übersah er
einen nachfolgenden 20-jährigen Dormagener, der mit seinem PKW die
Dr.-Geldmacher-Str. in Richtung Krankenhaus befuhr. Als der PKW des
36-jährigen quer zur Fahrbahn stand, prallte der 20-jährige trotz
sofortiger Notbremsung in das Hindernis. Es wurde niemand verletzt.
Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mußten durch
Pannendienste geborgen werden. Der Gesamtsachschaden wird auf ca.
9.000,- EUR geschätzt. Die Dr.-Geldmacher-Str. musste während der
Unfallaufnahme zeitweise voll gesperrt werden. Es kam zu
Verkehrsbehinderungen. (pi)

Originaltext: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss
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Der Landrat des Rhein-Kreises Neuss als Kreispolizeibehörde
-FLD / Leitstelle-
Jülicher Landstraße 178
41464 Neuss
Telefon: 02131/30020210
02131/30020221
Telefax: 02131/30020219

POL-RE: Marl: Gefahrguttransporter kommt von der Fahrbahn ab

Marl (ots) – Am 16.03.2010, gegen 14:40 Uhr, befuhr ein
42-jähriger spanischer LKW-Fahrer mit seinem 40-Tonnen
Sattelschlepper die Zechenstraße in Marl. Nachdem er aus Spanien
kommend in Marl 40.000 Liter Gefahrgut geladen hatte, wollte er
wieder auf die Autobahn und seine Rückfahrt nach Spanien antreten.
Auf der Zechenstraße kam der LKW von der Fahrbahn ab und sackte im
unbefestigten Seitenstreifen ca. 1,5 Meter unterhalb des
Fahrbahnniveaus tief ein. Zur Bergung des Sattelschleppers rückte die
Feuerwehr Marl und die Werksfeuerwehr Infracor mit schwerem Gerät zur
Unfallstelle an. Nachdem die Gefahrgutflüssigkeiten aus dem
verunfallten Fahrzeug abgepumpt werden konnten, wird der
Sattelschlepper zurzeit durch Spezialfahrzeuge geborgen. Es gelangte
kein gefährlicher Stoff in die Umwelt und an dem Sattelschlepper
entstand nur geringer Sachschaden.

Originaltext: Polizeipräsidium Recklinghausen
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Polizeipräsidium Recklinghausen
Leitstelle
Telefon:
02361/55-2979

http://www.polizei.nrw.de/recklinghausen

POL-HAM: Drei leicht verletzte Personen nach Verkehrsunfall

Hamm (ots) – Am Dienstag, 16.03.2010, gegen 15.18 Uhr befuhr eine
85jährige Pkw-führerin aus Hamm mit ihrem Pkw Fiat die
Friedrichstraße in Richtung Willy-Brandt-Platz. Sie wollte ihre Fahrt
in Höhe des ehemaligen Kaufhauses C+A weiter in Richtung Neue
Bahnhofstraße fortsetzen. Hierbei übersah sie offensichtlich den von
rechts aus Richtung Willy-Brandt-Platz kommenden Linienbus der
Verkehrsbetriebe Hamm. Die 38jährige Busfahrerein konnte nur durch
eine Vollbremsung einen Zusammenstoß vermeiden. Durch die
Vollbremsung wurden die drei Insassen ( eine 51jährige, eine
52jährige und ein 71jähriger aus Hamm ) des Linienbusses gegen die
Sicherungsbügel geschleudert und leicht verletzt.
Die 85jährige Fahrzeugführerin bemerkte von dem Unfallgeschehen
nichts und setzte ihre Fahrt fort. Im weiteren Verlauf der
Unfallaufnahme konnte sie jedoch ermittelt werden.
An beiden Fahrzeugen entstand kein Sachschaden.

Polizeipräsidium Hamm
Leitstelle
Grünstr. 10
59065 Hamm
Tel. 02381/916-0

Originaltext: Polizeipräsidium Hamm
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Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Hamm

http://www1.polizei-nrw.de/hamm/Start/

Gendergerechtigkeit und Frauenquote – ihr tieferer Sinn./ Wiedenroths tägliche Politik-Karikatur

Flensburg (ots) – Der Titel der täglichen Politik-Karikatur von
Götz Wiedenroth für Dienstag, 16. März 2010 lautet:

Gendergerechtigkeit und Frauenquote – ihr tieferer Sinn.

Bildunterschrift: Verbesserte Anordnung.

Die Zeichnung ist ab heute unter

http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_AktuKariListeText.html

im Internet aufrufbar. Das Honorar für den einmaligen Abdruck der
Karikatur beträgt EUR 75,00 plus 19% MWSt. Die Veröffentlichung im
Internet hat den gleichen Preis, hierfür ist die zeitlich unbegrenzte
Nutzung je Domain entgolten.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Auf Wunsch erhalten Sie
Wiedenroth-Karikaturen sofort nach Erscheinen per Fax oder
Mailanhang. Für die Aufnahme in den Verteiler genügt eine kurze
Nachricht.

ots Originaltext: Götz Wiedenroth
Karikatur – Illustration – Zeichnung

Originaltext: Wiedenroth
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Pressekontakt:
Götz Wiedenroth
Mühlenstraße 28
24937 Flensburg
Telefon: 0461/ 18 23 56
Telefax: 0461/ 97 87 33 4 oder 18 23 56
E-Post: info@wiedenroth-karikatur.de

Internet:
http://GWiedenroth.googlepages.com/
http://www.wiedenroth-karikatur.de
http://de.news.yahoo.com/karikaturen/

http://wiedenroth-karikatur.blogspot.com

Nahost-Konflikt: Getrennt bekriegen – vereint akquirieren./ Wiedenroths Vorbörsen-Karikatur

Flensburg (ots) – Der Titel der Wirtschaftskarikatur von Götz
Wiedenroth für Dienstag, 16. März 2010 lautet:

Nahost-Konflikt: Getrennt bekriegen – vereint akquirieren.

Bildunterschrift: “Natürlich – in meinem
Altersvorsorge-Sparstrumpf müßten noch ein paar Euro sein!”.

Die Zeichnung ist ab heute unter

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im Internet aufrufbar. Das Honorar für den einmaligen Abdruck der
Karikatur beträgt EUR 75,00 plus 19% MWSt. Die Veröffentlichung im
Internet hat den gleichen Preis, hierfür ist die zeitlich unbegrenzte
Nutzung je Domain entgolten.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Auf Wunsch erhalten Sie
Wiedenroth-Karikaturen sofort nach Erscheinen per Fax oder
Mailanhang. Für die Aufnahme in den Verteiler genügt eine kurze
Nachricht.

ots Originaltext: Götz Wiedenroth
Karikatur – Illustration – Zeichnung

Originaltext: Wiedenroth
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24937 Flensburg
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POL-ME: Raub in Wohnung – Haan – 1003174

Haan (ots) – Am Dienstag, 16.03.2010, gegen 14:00 Uhr, ereignete
sich in Haan, Am Bandenfeld, ein Raubdelikt in einer Wohnung.

Ein 46-jähriger Haaner und ein 45-jähriger Dormagener, beide
polnischer Abstammung, lernten am Düsseldorfer HBF 7 Polen kennen,
die der Haaner spontan in seine Wohnung nach Haan einlud. Kaum waren
die Männer in der Haaner Wohnung eingetroffen, griffen die 7 Polen
(20 bis 35 Jahre, keine weitere Beschreibung) den Wohnungsinhaber an
und schlugen ihn. Die Täter entwendeten eine geringe Menge Bargeld
und das Handy des Dormageners. Anschließend verließen sie die Wohnung
in unbekannte Richtung.

Originaltext: Polizei Mettmann
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Polizei Mettmann
Leitstelle

Telefon: 02104 / 982-3444
Telefax: 02104 / 982-3428
E.-Mail: fldleitstelle.mettmann@polizei.nrw.de

Homepage: www.polizei-mettmann.de

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Neue OZ: Kommentar zu Landtag / Architektur

Osnabrück (ots) – Wirklich ein Durchbruch?

Über das Endergebnis kann man streiten, aber wie der
Niedersächsische Landtag gestern die Entscheidung über das
Plenarprojekt herbeigeführt hat, ist lobenswert. Einmal offen zu
diskutieren und abzustimmen, ohne auf Fraktionszwänge Rücksicht
nehmen zu müssen, war stilvoll und spannend.
In der Sache selbst fiel das Votum für einen Neubau klarer aus als
erwartet. Es spiegelt aber die Sehnsucht eines Großteils der
Abgeordneten wider, endlich unter vernünftigen Bedingungen tagen zu
können – ohne ständige und teure Flickschusterei im maroden Bestand
und ohne das Risiko eingehen zu müssen, mit einem totalen Umkrempeln
des Oesterlen-Baus ein Fass ohne Boden aufzumachen.

Doch so eindeutig diese Weichenstellung auch war: Ob damit
tatsächlich der Durchbruch für den Glastempel erreicht ist, darf
bezweifelt werden. Klagen von Denkmalschützern oder nicht zum Zuge
gekommenen Architekten könnten Verzögerungen bewirken, und angesichts
unausweichlicher Kürzungen auf allen Feldern der Landespolitik
infolge der Finanzkrise dürfte manchen Politiker vielleicht auch der
Mut verlassen, das Projekt Landtag wirklich durchzuziehen.
Indiz dafür: Mit Ministerpräsident Wulff und Fraktionschef McAllister
erwiesen sich ausgerechnet die Führungskräfte in der CDU als
wankelmütig.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Neue OZ: Kommentar zu Kirche / Missbrauch

Osnabrück (ots) – Richtige Worte

Vorschnelle Urteile führen nicht weiter und werden auch dem
vielfältigen Leid der Opfer nicht gerecht”, schreibt der Osnabrücker
Bischof Bode in seinem Brief an die Gemeinden. Damit hat er
einerseits natürlich recht. Aber von “vorschnell” kann zumindest dann
nur bedingt die Rede sein, wenn jahrzehntealte Missbrauchsfälle erst
heute bekannt gemacht oder neu bewertet werden. Über sie zu urteilen,
und zwar sehr viel anders als bisher, ist überfällig.
Dennoch: Bode findet gute Worte. Die Gemeinden werden es ihm danken.
Der Bischof stellt sich klar vor seine Kirche, nicht im Ansatz vor
die Übeltäter. Und er bittet um Vergebung – etwas, was sich viele
Katholiken längst auch vom Papst erwarten.

Jetzt taten es Bode und andere deutsche Bischöfe. Sie nehmen damit
einen Teil des allgemeinen wie auch innerkirchlichen Drucks aus der
Debatte. Ob sich freilich der bischöfliche Wunsch erfüllt, einen
“Raureif an Kälte” in der Jugendarbeit zu verhindern, wird sich erst
noch zeigen. Auch für den Raum Weser-Ems zeichnet sich ab, dass eine
Gesamtbilanz der Fälle noch aussteht. Bodes Brief ist ein wichtiger
Schritt – dem aber regional wie bundesweit noch weitere folgen
müssen.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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