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Verkaufsoffener Sonntag am 21. März 2010 in Coburg. Eröffnung des Brunnenmarktes

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Farbenfroh, frühlingsfrisch und hoffentlich frostfrei wird es am 21. März 2010 in der Coburger Innenstadt.

Mit der Eröffnung des Brunnenmarktes inklusive Automeile und verkaufsoffenem Sonntag startet das Stadtmarketing der Stadt Coburg zusammen mit vielen Innenstadthändlern in die Open-Air-Saison 2010.

Martina Knauf vom Modehaus Martina freut sich auf viele Kunden am verkaufsoffenen Sonntag (Foto: Presseamt Stadt Coburg)

Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren und das Citymanagement hat bereits fleißig Flyer und Plakate im innerstädtischen Handel verteilt. Jeder, der Nachschub benötigt oder noch keine Werbematerialen erhalten hat, kann sich gerne an das Stadtmarketing in der Herrngasse 4, Tel. 09561-89-2338 wenden und sich entsprechend mit Werbung eindecken.

Nach Herzenslust Bummeln und Einkaufen
Am verkaufsoffenen Sonntag öffnen die Geschäfte in der gesamten Innenstadt von 13 bis 18 Uhr. Pünktlich zum Start in den Frühling bietet sich die Gelegenheit, gemütlich am Sonntag mit Familie und Freunden in den Geschäften nach den Mode-Trends 2010 Ausschau zu halten.

Die neuesten Kollektionen hängen in den Regalen, stylische Accessoires wie Sonnenbrillen, Taschen, aber auch Schuhe in allen Formen und Farben sind ein Muss für die kommende Frühlings-Saison.
Alle Autofans kommen außerdem bei einer der größten Autoschauen der Region auf Ihre Kosten und auf ein Neues wird Einkaufen in Coburg zu einem Erlebnis.

POL-WAF: Ahlen, Schützenstraße, Zeuge beobachtet Sachbeschädigung an PKW

Ahlen (ots) – Am Sonntag, den 14.03.2010, gegen 03:05 Uhr, war ein
38-jähriger Mann in Ahlen Zeuge einer Sachbeschädigung an einem PKW.
Der Zeuge beobachtete auf der Schützenstraße zwei 21- und 18 Jahre
alte Männer. Als ein Mann gegen den Außenspiegel eines parkenden PKW
schlug und diesen beschädigte, sprach der Zeuge die beiden an. Die
jungen Männer liefen in Richtung Bergstraße davon. Die unverzüglich
verständigte Polizei konnte die beiden Männer noch in Tatortnähe
antreffen. Gegen sie wird Strafanzeige erstattet.

Originaltext: Polizei Warendorf
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Dieter Richter
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Rheinische Post: Griechenlands Übel von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) – Wer glaubt, das vom Staatsbankrott bedrohte
Griechenland lasse sich nur mit großzügigen Finanzhilfen aus der
Euro-Familie gesunden, irrt. Sie sind behutsam notwendig, um die
aktuelle Krise meistern zu können. Sie werden aber nicht das
Grundübel dauerhaft beseitigen. Das müssen und können die Griechen
nur selbst leisten.
Ministerpräsident Papandreou muss außenpolitisch die Glaubwürdigkeit
seines Landes reparieren. Nur nach Lug und Trug aus Athen war das
Land in die Euro-Zone aufgenommen worden. Haushaltsbilanzen und
Statistiken wurden kreativ geschönt und damit manipuliert. Der
Regierungschef muss dafür sorgen, dass auch in Athen wieder zwei plus
zwei vier ergeben. Schafft er das nicht, schädigt er die
Euro-Gemeinschaft insgesamt, denn die Stärke der europäischen Währung
gründet auf Solidität.
Innenpolitisch steht Papandreou eine Herkulesarbeit bevor. Er muss
den Griechen klar machen, dass der Staat nicht weniger Geld einnehmen
kann, als er an seine Bürger direkt oder indirekt ausgibt. Nur mit
einem Mentalitätswandel, der den Staat nicht länger als Milchkuh ohne
Futternotwendigkeit sieht, lassen sich Krisen künftig vermeiden.
Papandreou kann mit Mut als echter Reformer Geschichte machen.

Originaltext: Rheinische Post
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Rheinische Post
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Rheinische Post: Gegen Missbrauch von Martin Bewerunge

Düsseldorf (ots) – Nur mühsam löst sich die katholische Kirche aus
der Schockstarre, in die sie die Aufdeckung einer wahren Flut von
Fällen sexueller Misshandlung Schutzbefohlener durch Geistliche
versetzt hat. Die klarsten Worte zu den unsäglichen Vorgängen hat am
Wochenende der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx,
gefunden: Rückhaltlose Aufklärung, Belangung der Täter und
Gerechtigkeit für die Opfer, lautet sein Dreiklang, der wohltuend
über viele Bekundungen hinausgeht, die in den vergangenen Tagen nur
Betroffenheit enthielten.
Denn nur so kann es gehen: Nüchtern, entschieden, vor allen Dingen
schnell muss die katholische Kirche das Heft in die Hand nehmen, mit
ganzer Konzentration auf sich selbst. Rückhaltlose Aufklärung bleibt
die schärfste Waffe im Kampf um verlorengegangenes Vertrauen ebenso
wie gegen Unterstellungen. Diesen Kampf wird die Kirche im Zweifel
zusammen mit staatlichen Strafverfolgungsbehörden führen müssen,
zweifellos aber muss sie ihn vor allem gemeinsam mit den Opfern
führen.
Bischof Marx hat mit seinem Dreiklang auf den Punkt gebracht, was die
katholische Kirche zu leisten bereit ist. Jetzt müssen den Worten
Taten folgen.

Originaltext: Rheinische Post
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Rheinische Post: Westerwelle trifft den falschen Ton von Martin Kessler

Düsseldorf (ots) – Die Welt – vor allem der Linken – hat sich
gegen den FDP-Chef Westerwelle verschworen. So jedenfalls inszeniert
der Liberale seine große Abrechnung mit dem politischen Gegner, dem
er Diffamierung und Hetze unterstellt.
Manche Angriffe gegen Westerwelle gehen tatsächlich unter die
Gürtellinie, etliches ist unberechtigt, und vieles aus dem Hass auf
seine Person gespeist. Doch der Außenminister gibt seinen Kritikern
auch selbst Anlass. Er hätte bei der Auswahl seiner Mitreisenden
sorgfältiger vorgehen sollen, um auch keinen noch so geringen Anlass
zu bieten, er bevorzuge Personen aus seinem engsten Freundeskreis.
Auch politisch agiert der Chef-Liberale alles andere als glücklich.
Obwohl er in der Sozialstaatsdebatte die richtigen Fragen stellt,
schadet er mit seiner durchschaubaren Polemik etwa bei Hartz IV der
eigenen Sache. Die Menschen merken schnell, dass es ihm nicht um den
Missbrauch des Sozialstaats, sondern um Schlagzeilen für die eigene
Klientel geht. Wenn er dann noch, wie bei der ermäßigten Hotelsteuer,
in Verdacht gerät, Sonderregeln zu schaffen, leidet die
Glaubwürdigkeit der FDP.
Angriff ist die beste Verteidigung, mag sich Westerwelle denken.
Besser ist der beharrliche Einsatz für die eigenen Ziele. Hier kann
Westerwelle bei Kanzlerin Merkel lernen.

Originaltext: Rheinische Post
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Lausitzer Rundschau: Abstieg aus der 1. Liga? Neuordnung der Weltcups trifft Turnier der Meister

Cottbus (ots) – Der Internationale Turnerbund wird seine Weltcups
neu ordnen und künftig aller Voraussicht nach eine A- und
eine B-Serie aufbieten. In den A-Weltcups werden sich die besten
Turner der Welt miteinander messen, in der B-Serie “nur die
zweitbesten” dieser Sportart. Die Lausitzer Veranstaltung wird, da
sie bestimmte Anforderungen wie Hallengröße oder Preisgeldhöhe nicht
erfüllt, im Falle einer erfolgreichen Bewerbung letztgenannter
zugeordnet. Auf den ersten Blick scheint das traditionsreiche
Cottbuser Turnier der Meister, das am Wochenende bereits seine
34.Auflage erlebt hat, damit aus der 1.Liga
abzusteigen. Doch allzu schlimme Auswirkungen sollte dies nicht
haben. Im Grunde kann die Weltcup-Veranstaltung in Cottbus schon seit
Jahren nur mit Sondergenehmigung durchgeführt werden, da es mit
Stuttgart bereits den einen erlaubten deutschen Ausrichter gibt.
Künftig würde darüber zunächst einmal mehr Klarheit herrschen. Und
vielleicht ist die Neuordnung für das Organisationsteam um Mirko
Wohlfahrt auch eine Chance. Denn es sind nicht immer die ganz großen
finanziell schwer zu stemmenden Stars, die ein Turnier wertvoll
machen, sondern auch jene, die aus deren Schatten heraustreten. Die
34.Auflage hat zum Beispiel auch ohne Fabian Hambüchen sehr
gut funktioniert. Zudem ist Wohlfahrt und Co. zuzutrauen, auch
künftig eine qualitativ hochwertige Veranstaltung auf die Beine zu
stellen, die angenommen wird. Aus der notwendigen Neuordnung der
Weltcup-Serie muss das Cottbuser Turnier der Meister deshalb nicht
als Verlierer hervorgehen.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Lausitzer Rundschau: Spiel auf Zeit Die Steuerreform und die Zeitschiene

Cottbus (ots) – Ein kleines Wort im Koalitionsvertrag, Seite drei,
steht seit diesem Wochenende zur Disposition: Das Wort “möglichst”.
Möglichst zum 1.Januar 2011 sollte die Steuerentlastung um
weitere 19,5Milliarden Euro kommen, vereinbarten CDU, CSU und
FDP im Herbst. Nun sagen führende Liberale, ihre Partei sei
eigentlich immer von 2012 ausgegangen. Nur die CSU habe es früher
gewollt. Die aber predigt auch schon seit Wochen, dass der frühe
Termin nicht zu halten sei. Und beim Stufentarif gibt es seitens der
FDP ebenfalls neuerdings Kompromiss-Signale. Steuerstreit – war was?
Die FDP robbt sich so langsam wie geschmeidig an die Wirklichkeit
heran, die da lautet, dass der Staatshaushalt angesichts der
Krisenlasten und der Verpflichtungen aus der Schuldenbremse zwar ein
gerechteres Steuersystem verträgt, aber kaum ein niedrigeres. Noch
heißt es bei der FDP freilich “vorerst nicht”. Die CSU, die die
Schwesterpartei CDU im Wahlkampf noch mit der Forderung triezte, eine
schnelle Steuerreform ins Programm aufzunehmen, hat diesen
Lernprozess schon seit Längerem hinter sich. Jetzt also heißt es auf
2012 warten. Oder wird es am Ende 2013, das Wahljahr? Oder kommt die
Steuersenkung gar nicht?
Egal. Für den Moment schafft die Verschiebung Luft in einem Streit,
den die drei Partner ohne schwere Verwerfungen entweder ihres
Bündnisses oder des Staatshaushaltes derzeit nicht klären können. Die
schwarz-gelbe Koalition hat jetzt ein Achtel ihrer Amtszeit hinter
sich. Für ein Spiel auf Zeit ist es eigentlich etwas früh.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Höchste Alarmstufe: Junge Palästinenser stiften Unruhe

Trotz der zeitweiligen Abriegelung des palästinensischen Autonomiegebietes durch die israelischen Behörden ist es am Wochenende erneut zu Ausschreitungen gekommen.

In Ramallah warfen Dutzende junge Palästinenser nach Angaben von Augenzeugen Brandsätze. Auch an anderen Orten kam es zu gewalttätigen Demonstrationen.

In der Altstadt von Jerusalem versuchten palästinensische Jugendliche, einen Polizeikontrollpunkt zu durchbrechen. Die Polizei sperrte aufgrund der angespannten Lage den Tempelberg erneut für muslimische Männer, die jünger als 50 sind. Es gilt bis auf weiteres die höchste Alarmstufe.
[Quelle: www.israelheute.com vom 14. März 2010]

Lausitzer Rundschau: Linkes Dilemma Der Parteitag der Linken in Brandenburg

Cottbus (ots) – In Brandenburg läuft derzeit der Großversuch der
Linkspartei in Sachen Regierungsbeteiligung. Nach den ernüchternden
Erfahrungen in Berlin, Schwerin und Magdeburg soll Potsdam beweisen,
dass aus guten Wahlergebnissen auch vorzeigbare politische Erfolge
werden. Der Parteitag des märkischen Landesverbandes vom Wochenende
hat allerdings erneut enthüllt, dass dies ein fast schon
aussichtsloses Unterfangen ist. Da wird ein Landesvorsitzender mit
einem vergleichsweise miserablen Resultat wiedergewählt, und da
beschäftigen sich die Delegierten ganz konzentriert mit der Frage,
wie es gelingen könnte, das Durchschnittsalter der Parteimitglieder
unter 70Jahren zu halten und eine Jugendorganisation bei der
Stange zu halten, die ernüchtert feststellt, dass die
Regierungsbeteiligung einen hohen Preis hat.
Auch die ausgiebigen Debattenbeiträge zu den Personalquerelen um das
Spitzenpersonal auf Bundesebene sind vor allem Ablenkungsmanöver.
Denn mit dem Einzug in die Potsdamer Ministerien ist der Linkspartei
eine Vielzahl von Fragen zugewachsen, auf die sie keine Antwort hat.
Sie kann derzeit den Anspruch, eine Vertretung von Protestbewegungen
zu sein, nicht mit ihrer Regierungspraxis in Brandenburg vereinbaren.
Sie kann ihre Forderungen nach einer anderen Lösung sozialer Fragen
nicht in Einklang bringen mit den immer weiter ins Defizit gleitenden
öffentlichen Haushalten. Die Linkspartei bewegt deswegen viel
weniger, als sie ihren Mitgliedern und Wählern versprochen hat. Diese
Widersprüche sind auch der Grund für ausufernde interne
Auseinandersetzungen. Die stellen so etwas wie
Ersatz-Kriegsschauplätze dar und lenken zumindest vorübergehend von
der Frage ab, wofür die Partei denn nun wirklich steht, und was sie
zu tun gedenkt, wenn sie mitregiert.
In Potsdam wäre beispielsweise zu klären gewesen, inwieweit mit dem
Einzug in die Ministerien tatsächlich ein neues Kapitel in der
Energiepolitik des Landes aufgeschlagen wurde. Darüber aber wurde
sicherheitshalber nicht gestritten. Da kommt den brandenburgischen
Genossinnen und Genossen die Geschichte mit der unbewältigten
Stasi-Vergangenheit in den eigenen Reihen fast schon wie eine
glückliche Fügung daher. Sich ausführlich damit zu beschäftigen und
Anträge zu verabschieden, deren wesentlicher Inhalt längst schon
Allgemeingut sein sollte, hat etwas vergleichsweise Befreiendes. Aber
es offenbart auch das ganze Ausmaß des linken Dilemmas. Nur dort, wo
es ohne große Probleme gelingt, einen gemeinsamen Nenner mit dem
Koalitionspartner SPD zu bestimmen, ist die Partei auch wirklich
handlungsfähig.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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Neue OZ: Kommentar zu Ruhr-Museen

Osnabrück (ots) – Ein anderes Netzwerk

Hauptsache gut vernetzt: Was in Leben und Beruf zählt, erweist
sich auch in der Kulturszene immer häufiger als Erfolgsrezept – und
als zentrales Argument im Kampf ums liebe Geld. Die Ruhr-Museen
folgen diesem Modell und werden sich dennoch nicht als wirkliches
Metropolen-Format darstellen können. Dafür sind Größe und Qualität
der Bestände wie der Wechselausstellungen einfach zu unterschiedlich.

Vor allem die Ziele der Museen lassen sich nur teilweise zur
Deckung bringen. Während die einen ihr Publikum vor Ort gewinnen
wollen, zielen die anderen auf einen guten Platz im sich
verschärfenden internationalen Wettbewerb der Museen. Gerade dieser
Wettlauf verlangt nach einem anderen Format. Wäre es nicht die
bessere Idee, Essens Folkwang, Kölns Ludwig-Museum, die Düsseldorfer
K 20 und das Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum miteinander zu
vernetzen? Im Rahmen gezielter Ausstellungskooperationen ließe sich
internationale Reputation verstärken – übrigens auch zum Vorteil der
Besucher in der Region.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Neue OZ: Kommentar zu China

Osnabrück (ots) – Falsches Spiel

Wenn jemand es nach oben geschafft hat, will er normalerweise bei
den Großen mitspielen. Solche Ambitionen sagt man Emporkömmlingen
nach. Das Riesenreich China ist gewiss so ein Emporkömmling: Früher
rückständiges Entwicklungsland, zählt es heute zweifellos zu den
Weltmächten – zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht.

China will aber offensichtlich nicht auf ganzer Linie bei den
Großen mitspielen. Wirtschaftsgigantomanie? Ja klar. Nicht zufällig
hat Peking die ohnehin ordentliche Wachstumsrate von acht Prozent
noch kräftig befeuert, indem es mitten in der Wirtschaftskrise ein
milliardenschweres Konjunkturprogramm anleierte und mal eben einen
neuen Schuldenrekord produzierte.

Für mehr als die rein wirtschaftliche Gleichstellung will China
sich aber offensichtlich nicht empfehlen. Das hat Pekings
Regierungschef Wen Jiaobao gestern einmal mehr deutlich gemacht. Den
Yuan aufwerten und damit die Importe verbilligen? Nicht mit ihm. Dass
er mit dieser Absage den Westen brüskiert, scheint ihn nicht zu
interessieren. Auf multilaterale Handelsbeziehungen legt der Autokrat
wenig Wert, ebenso wie auf Demokratie, Menschenrechte,
Umweltbewusstsein – alles Werte, die für Weltmächte unabdingbar sein
müssen. Chinas stärkste Karte, die Wirtschaftskraft, spielt Wen aus,
um den Westen vorzuführen. Er denkt nicht daran, sie als
Eintrittsticket zum Kreis der Supermächte zu nutzen. Leider.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Neue OZ: Kommentar zu Kundus-Affäre / zu Guttenberg

Osnabrück (ots) – Die Abrechnung kommt

Verteidigungsminister zu Guttenberg macht in der Kundus-Affäre
eine unglückliche Figur. Schuld daran ist nicht die Opposition,
selbst wenn diese den Untersuchungsausschuss als ein politisches
Krawall-Instrument nutzen will, wie der Minister warnt. Nein, Schuld
an der Misere hat allein zu Guttenberg, der sich heillos in
Widersprüche verstrickt.

Erst hielt er den Luftangriff für angemessen, später plötzlich
nicht mehr. Dann feuerte der 38-Jährige Generalinspekteur
Schneiderhan und Staatssekretär Wichert – mit Schimpf und Schande, da
die Altgedienten ihm angeblich wichtige Unterlagen zu dem
umstrittenen Angriff “vorenthalten” haben sollen. Jetzt räumt der
Minister leise ein, dass die Entlassenen doch nichts vertuscht haben.
Dafür fliegt ein weiterer General, der die Manöver zu Guttenbergs in
der Affäre scharf kritisiert hatte.

Der Opposition liefert der Verteidigungsminister damit kostenlos
Munition für viele Attacken. Der Hoffnungsträger der CSU und in der
Bevölkerung beliebte Adlige hat es aus eigenem Ungeschick geschafft,
die Affäre seines Amtsvorgängers Jung zu seiner eigenen zu machen.
Dass sich Schneiderhan und Wichert von den neuen sanften Tönen des
Ministers versöhnlich stimmen lassen, ist unwahrscheinlich. Die
Abrechnung wird kommen. Sie dürfte schmerzlich werden. Vor allem: Zu
Guttenberg muss aufpassen, dass er das Vertrauen der Truppe nicht
verliert.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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