Die Staatsanwaltschaft Hamburg und Beamte des Landeskriminalamtes 62 (Rauschgiftdezernat) haben am Donnerstag, dem 14. August 2008, im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des Handels mit Rauschgift neun Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.
Die seit Anfang Mai dieses Jahres geführten Ermittlungen richten sich in der Hauptsache gegen zwei 32 und 33 Jahre alte Türken. Ihnen wird vorgeworfen, unterstützt durch sechs Mittäter im Alter von 18
bis 40 Jahren, regelmäßig größere Mengen Marihuana und Kokain aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt zu haben.
Das Rauschgift wurde dann an verschiedenen Orten in Hamburg-Wilhelmsburg verwahrt, portioniert und schließlich in einem Lokal im Rotenhäuser Damm verkauft.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte aufgrund der Ermittlungsergebnisse insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse für das Lokal sowie die Wohnungen der Tatverdächtigen.
Die Beschlüsse wurden ab 06:00 Uhr in den Hamburger Stadtteilen Wilhelmsburg, Heimfeld und Wilstorf sowie in Wedel vollstreckt.
In der Wohnung des 32-jährigen Haupttatverdächtigen in Wedel wurden ein Magazin mit 15 Schuss 9 mm Munition sowie eine kleine Portion Marihuana sichergestellt.
Im Pkw (BMW Mini Cooper) des Tatverdächtigen, der vor der Wohnung abgestellt war, wurde eine scharfe Pistole (Sig Sauer 9mm) mit insgesamt 30 Schuss Munition gefunden und sichergestellt.
In einer der durchsuchten Wohnungen in der Georg-Wilhelm-Straße in Hamburg-Wilhelmsburg, die offenbar als Depot diente, fanden die Ermittler insgesamt 560 Gramm Marihuana in verschiedenen Verpackungen.
Der 32-jährige Tatverdächtige gab in seiner Vernehmung an, die Waffe zum Schutz vor seinen Feinden zu benötigen.
