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Drogen? Wer gesund ist, also mit sich und der Welt zufrieden und sexuell erfüllt (was nichts mit kranker Pornografie zu tun hat) lebt und arbeitet in Freude. Er braucht keine Drogen, um sich sein beschissenes Leben von der Seele zu blasen. "Flensburg online" ist gegen Drogenfreigabe, weil es eindeutig der Weg in die falsche Richtung ist. |
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"Janis Joplin. Piece of my Heart" von Alice
Echols
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Mehr als 30 Jahre ist es nun her, daß die
Sängerin in einem Hotelzimmer in Hollywood einen einsamen Herointod starb.
Wenige Jahre zuvor hatten die Fachmedien noch über die Ankunft dieses
weiblichen Blues-Messias gejubelt, die bürgerliche Presse heulte stattdessen
ihrer exaltierten Bühnenshows wegen auf. Ungezügelte Lebenslust hielt man ihr
vor. Daß diese gern zitierte "Lebenslust" fast zwanghaften Charakter besass,
macht dieses großartig recherchierte Buch der Historikerin Alice Echols
deutlich. Janis, die in ihrer Schulzeit ungeheure Kränkungen erfahren hatte,
da sie dem gängigen Schönheitsideal nicht entsprach, entdeckte damals den
Blues als Sprachrohr der Geschurigelten und Entrechteten. Von nun an schrie sie
sich die Wut aus dem Leib. Und -- sie entdeckte den Alkohol, der, zusammen mit
Heroin, ihr späteres Leben immer mehr in den Würgegriff bekommen sollte.
Blitzgescheite Biografie und dabei gleichzeitig ein Sittengemaelde des prüden
Amerika der 50er-Jahre, in dem Janis mit ihrer ungehoerigen und "unweiblichen" Attitüde das Antifrauenbild schlechthin verkörperte. In den 60er-Jahren, als
das soziale Gefüge ins Wanken geraten war, wurde sie -- eine späte Genugtuung
-- plötzlich als Vorreiterin der beginnenden Frauenbewegung gefeiert.
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