PETER KÖHLER
DGB-Kreisvorsitzender
"Wir brauchen eine bessere Mitbestimmung auch, um die Arbeitslosigkeit
wirkungsvoller bekämpfen und Menschen für die Zukunft qualifizieren
zu können." Peter Köhler

"Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es
will" Agitationsspruch aus der
Arbeiterbewegung
1. Mai in Flensburg
Kundgebung auf dem Südermarkt
Beginn: 10.30 Uhr
Es sprechen:
Peter Köhler
DGB-Kreisvorsitzender
Peter Rautenberg
Stadtpräsident
Peter Deutschland
Vorsitzender des DGB Landesbezirks Nord
Heide
Simonis
Ministerpräsidentin
Musikalisches Rahmenprogramm: Marimba-Steelband Flensburg
Kinderprogramm mit der KITA Bullerbü und dem Spielmobil.
Außerdem: Präsentations- Info-, Aktions- und Verpflegungsstände,
Gespräche und Diskussionen.
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Der DGB-Maiaufruf
2001
Zukunft braucht alle Köpfe.
Mitbestimmung gewinnt.
Die Forderung nach aktiver Beschäftigungspolitik
zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit und die Reform der Betriebsverfassung
werden nach Mitteilung des Vorsitzenden des DGB-Kreises Region Schleswig-Holstein
Nord, Peter Köhler, im Mittelpunkt der Kundgebungen und Veranstaltungen
stehen, die der DGB unter dem Motto: "1.Mai: Zukunft braucht alle
Köpfe. Mitbestimmung gewinnt" am 1. Mai durchführt.
In einer Presseerklärung zum 1. Mai weist der DGB-Kreisvorsitzende
darauf hin, dass die Arbeitgeber und ihre Verbände seit Monaten
gegen die Reform der Betriebsverfassung trommeln. Dabei würden
Tatsachen auf den Kopf gestellt, Fehlinformationen in die Welt gesetzt,
die Reform als bürokratisch und beschäftigungsfeindlich verteufelt
und Öffentlichkeit und die Politik systematisch getäuscht.
Nach Einschätzung von Köhler hat sich
die Betriebsverfassung bewährt.
"Die Arbeit der Betriebsräte wird von einer ganz großen
Mehrheit der Bevölkerung anerkannt; nicht nur im Inland, sondern
auch im europäischen Ausland wird gerade die Mitbestimmung
gelobt.
Wirtschaftlicher Wandel und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.
Wenn die Menschen mitbestimmen, dann können aus Innovationen humane
Arbeitsplätze, aus neuer Technik menschenwürdige Arbeit, aus
Arbeitszeiten mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten
werden. Arbeit und Ausbildung für junge und alte Menschen, für
Deutsche und Ausländer, für Frauen und Männer, dafür
leistet die Mitbestimmung einen wichtigen Beitrag und darum muss sie
erhalten und ausgebaut werden".
Der Gesetzentwurf der
Bundesregierung so
Köhler weiter, wird von den Gewerkschaften unterstützt,
weil er eine Reihe von gewerkschaftlichen Forderungen aufgenommen hat.
Der DGB-Kreisvorsitzende hält aber noch einige Verbesserungen für
erforderlich. Zum Beispiel:
· In Betrieben mit bis zu 100 Beschäftigten sollen
Betriebsräte einfacher gewählt werden können.
· Auch Jugendliche in außerbetrieblichen Ausbildungsstätten
sollen ihre Vertretung wählen.
· Betriebsräte sollen bei befristeten Arbeitsverträgen
mitbestimmen.
· Bessere Beteiligung muss auch in sogenannten
Tendenzbetrieben wie Medienunternehmen oder Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft
gelten.
Mit
Blick auf den regionalen Arbeitsmarkt und die sogenannte "Faulenzerdebatte"
warnt der DGB-Kreisvorsitzende davor, die Bemühungen um eine bessere
Vermittlung von Arbeitslosen mit immer neuen Forderungen nach schärferen
Sanktionen zu belasten:
"Der Arbeitslose muss ausreichend Zeit haben, eine möglichst
qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden. Unnötiger
Druck gefährdet dieses Ziel und führt dazu, dass einerseits
Fachkräfte fehlen, während andererseits besser Qualifizierte
die Arbeitslosen mit geringerer Qualifikation am Arbeitsmarkt verdrängen.
Damit wird der Sinn der Arbeitslosenversicherung ins Gegenteil verkehrt.
Vielfach genügen die angebotenen Stellen auch nicht den Anforderungen
an zumutbare Arbeit. Viele Arbeitgeber nutzen die Arbeitslosigkeit aus,
um tarifliche Standards zu unterlaufen und die Belegschaften durch niedrige
Löhne bei Neueingestellten unter Druck zu setzen. Dies darf durch
zusätzlichen Druck auf Arbeitslose nicht noch gefördert werden".Köhler sbschließend: "Wir
brauchen eine bessere Mitbestimmung auch, um die Arbeitslosigkeit
wirkungsvoller bekämpfen und Menschen
für die Zukunft qualifizieren zu können. Im
Bündnis
für Arbeit haben die Arbeitgeber zugesagt, mehr betriebliche Ausbildungsplätze
anzubieten, sie haben zugesagt, mit den Gewerkschaften die Rahmenbedingungen
für die Weiterbildung deutlich zu verbessern, sie haben zusagt,
regelmäßige Überstunden abzubauen durch Neueinstellungen,
Arbeitszeitkonten und mehr Teilzeitarbeit. Das muss jetzt in den
Unternehmen durchgesetzt werden." Mitbestimmung Arbeit und Bildung darum
geht es an diesem 1. Mai.
Der DGB ruft alle auf, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen. |