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online: Der 1. Mai 2002 in Flensburg
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| Globalisierung gerecht gestalten |
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Die Reden der 1.
Mai Kundgebung auf Flensburgs Südermarkt
PETER KÖHLER DGB-Kreisvorsitzender "Von den Politikern fordern wir deshalb an diesem 1. Mai: Werdet Eurer Verantwortung gerecht, die Globalisierung gerecht zu gestalten" Peter Köhler Das Leben im "global village", im globalen Dorf, muss so organisiert werden, dass die Vorteile allen zugute kommen. ![]() "Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will" Agitationsspruch aus der Arbeiterbewegung
1. Mai in Flensburg Kundgebung auf dem Südermarkt Beginn: 11.00 Uhr Es sprechen: Peter Köhler DGB-Kreisvorsitzender Peter Rautenberg Stadtpräsident Bärbel Däwers Personalratsvorsitzende KBA Kirsten Rölke Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Musikalisches Rahmenprogramm: Disco on Tour |
Der DGB-Maiaufruf 2002Das Thema Globalisierung bildet nach Mitteilung des Vorsitzenden der DGB-Region Schleswig-Holstein Nord, PETER KÖHLER, in diesem Jahr den inhaltlichen Schwerpunkt der Kundgebungen am 1. Mai, zu denen der Deutschen Gewerkschaftsbund unter dem Motto. "Globalisierung gerecht gestalten" aufruft. Zur Erläuterung des diesjährigen Mai-Mottos wies KÖHLER auf den Maiaufruf des DGB hin, in dem dieser sich kritisch mit den Folgen der weltweiten Globalisierung auseinandersetzt. Aus Sicht des DGB teilt die Globalisierung
unsere Welt in Gewinner und Verlierer. Die einen nehmen teil am weltweiten
Austausch von Waren, Kapital, Geld und Dienstleistungen, mehren ihren
Reichtum und profitieren vom technischen Fortschritt. Die anderen leiden
unter Hunger und Armut, leben ohne ein Mindestmaß an sozialer
Sicherheit. Kapitalismus ohne Regeln und soziale Verantwortung vertieft diese ungerechte Teilung, verschärft die sozialen Gegensätze und erhöht die Arbeitslosigkeit.
Aber der Prozess der Globalisierung ist
kein Naturereignis, dem wir hilflos ausgeliefert sind. Es kommt darauf
an, wie wir diesen Prozess politisch gestalten, wie wir die Weichen
stellen. Demokratische Politik muss der Globalisierung die Rahmenbedingungen
setzen, nicht umgekehrt. Das Leben im "global village", im
globalen Dorf, muss so organisiert werden, dass die Vorteile allen zugute
kommen. Wir brauchen Regeln für die wirtschaftliche Entwicklung, damit alle am Wohlstand teilhaben können und die Umwelt nachhaltig geschützt wird. Wir brauchen Regeln für die Finanz- und Kapitalmärkte, damit Wirtschaftskrisen nicht ganze Länder in Armut und Abhängigkeit stürzen. Wir brauchen Regeln für weltweit tätige Unternehmen, damit Arbeitnehmer überall mitreden und mitbestimmen können. Wenn wir einer gerechten und solidarischen Welt ein Stück näher kommen wollen, müssen wir fair teilen: fair teilen zwischen Arm und Reich, fair teilen zwischen Nord und Süd, fair teilen zwischen unseren Lebenschancen und denen künftiger Generationen. Dafür engagieren sich die Gewerkschaften, dafür setzen sich weltweit Menschen aus Parteien, Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen ein. Köhler abschließend: "Von den Politikern fordern wir deshalb an diesem 1. Mai: Werdet Eurer Verantwortung gerecht, die Globalisierung gerecht zu gestalten." Im Bereich der
DGB-Region Schleswig-Holstein Nord finden am 1. Mai DGB-Kundgebungen in Flensburg
und Husum statt. |
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