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Flensburg online: Der 1. Mai
 

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Flensburg online: Arbeit...
"Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will" Agitationsspruch aus der Arbeiterbewegung


Forderungen im Jahre 1889: Verkürzung der Arbeitszeit, besserer Arbeitsschutz und auch ein Verbot der Kinderarbeit.

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Von einer Bomben-Explosion in Chicago. Dem Sturm auf die Bastille in Paris. Und dem 2. Mai 1933

Chicago. Wir schreiben das Jahr 1885. Die amerikanische Gewerkschaft forderte, dass ab dem 1. Mai 1886 kein amerikanischer Arbeiter mehr länger als 8 Stunden pro Tag arbeiten solle.

Recht schnell fand die 8-Stunden-Bewegung auch in anderen US-Städten wie New York großes positives Feedback bei den Arbeitern.
Am 1. Mai 1886 legten über 25.000 Arbeiter in Chicago die Arbeit nieder. Weitere Demos für den Achtstundentag folgten.

Am 4. Mai wollte die Polizei eine Versammlung demonstrierender Arbeiter auflösen. Es gab eine Bomben-Explosion. Die Polizei begann zu schießen. 7 Polizisten und 4 Arbeiter fanden den Tod.
Aber damit noch nicht genug. Einige Arbeiter an der Demo wurden verhaftet und wegen Verschwörung zur Ermordung von Polizisten angeklagt. Insgesamt 4 Arbeiter wurden verurteilt und hingerichtet.

Im Jahre 1888 beschloß die Amerikanische Arbeits-Förderation, den 1. Mai 1890 als "Feiertag der Arbeit" zu begehen.

Ein Jahr später, am 14. Juli 1889 (exakt 100 Jahre nach Erstürmung der Bastille), tagte der Internationale Arbeiterkongreß der II. Internationale in Paris.
Auf diesem Kongreß wurden Forderungen zur Arbeitszeit, zum Arbeitsschutz und auch zum Verbot der Kinderarbeit aufgestellt.
Um den Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen, wurde für den 1. Mai 1890 eine internationale Kundgebung beschlossen.
Franzosen und Österreicher forderten einen internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai.
Engländer und Deutsche hingegen forderten die internationale Arbeitsruhe am ersten Sonntag im Mai.

In Deutschland untersagten die Sozialdemokraten ihren Mitgliedern Aktionen zum 1. Mai. Der Grund: Man wollte der Polizei und dem Militär keinen Vorwand zum Eingreifen geben.
Noch bis 1918 wurde eine Arbeitsruhe am 1. Mai als Streik angesehen.

Die Weimarer Nationalversammlung erklärte schließlich den 1. Mai 1919 zum gesetzlichen Feiertag. Gleichzeitig wurden die Forderungen nach dem 8-Stunden-Tag und dem Frauenwahlrecht erfüllt.
Die Entscheidung darüber, ob der 1. Mai als Feiertag begangen wurde, oblag allerdings dem Ermessen der einzelnen Länderregierungen.

Es waren die Nationalsozialisten, die den 1. Mai 1933 zum "Tag der Nationalen Arbeit" erklärten und den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag machten.
Kein Sieg für die Arbeiterbewegung. Denn schon einen Tag später wurden die Gewerkschaftshäuser von den Nazis besetzt. Die Vermögen der Arbeiterorganisationen wurden eingezogen, die Presse der Gewerkschaften mit der Nazi-Ideologie gleichgeschaltet.
Viele Gewerkschaftler wurden von den Nazis verschleppt, mißhandelt und getötet.

Nicht nur für uns traurig und beschämend: Wir möchten nicht wissen, wie viele SPD-Mitglieder und Gewerkschaftler von den demokratischen US-Truppen aus den Todeslagern der Faschisten befreit wurden... und dann muß man gerade in der SPD und bei den Gewerkschaften von Zeit zu Zeit einen irrationalen Anti-Amerikanismus ertragen. Dankbarkeit sollte anders ausschauen.

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