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Flensburg online: Zwischenfall bei Flensburger Brauerei: Ammoniak wurde freigesetzt / 24. August 2004
A
N Z E I G E
"Ein besonderer Dank geht an alle Mitarbeiter, die unmittelbar durch ihren
Einsatz dazu beigetragen haben, die Kontrolle über diese Situation zu
behalten. Dieser Vorfall zeigt deutlich, wie wichtig eine Werkfeuerwehr für
unser Haus ist."
Katja Moeller
Pressesprecherin
Flensburger Brauerin
Bereits um halb 10 konnte der Maschinenraum wieder betreten werden und der Hofbetrieb wurde wieder aufgenommen.
Background –
•Ammoniak ist sehr gut wasserlöslich. Ammoniak-Luft-Gemische
sind im Bereich von 15,5 bis 28 Vol.-% Ammoniak explosionsfähig.
•Auf Haut, Augen und Schleimhäute wirkt Ammoniak ätzend.
Wer es schluckt, muss mit Lungenschäden
rechnen.
•Ammoniakgehalt der Luft von 1,5 bis 2,5 g/m³ wirkt
nach 30 bis 60 Minuten tödlich.
Bier
in Flensburg
Brauereien
in
Schleswig-Holstein
Erst kürzlich war das
Flensburger
Weizenbier ausgezeichnet worden.
IN der Flensburger Brauerei ereignete sich heute ein Zwischenfall, bei dem eine geringe Menge des Gases Ammoniak freigesetzt wurde.
In den frühen Morgenstunden des 24. August 2004 war eine Ölleitung im Kompressorraum – in dem Ammoniak für den Kühlprozess verdichtet wird – Leck geschlagen.
Freisetzung von Ammoniak am 24. August 2004
im Maschinenraum der Flensburger Brauerei.
Die Feuerwehr hatte alles schnell im Griff
Daraufhin wurde ein Öl-Ammoniak-Gemisch freigesetzt. Das Ammoniak gaste
aus. Durch den abfallenden Druck im Kompressor und durch die automatische
Gaswarnanlage der Brauerei wurde sofort der Alarm ausgelöst.
Mitarbeiter
der Brauerei schieberten die Ölleitung ab und verschlossen den Maschinenraum.
Ein Mitarbeiter erlitt dabei leichte Hautreizungen und wurde zur Untersuchung
ins Krankenhaus gebracht. Der Mitarbeiter konnte das Krankenhaus wenig später
wieder verlassen und seine Arbeit in der Brauerei fortsetzen.
Die vorhandenen
Alarmanlagen lösten den Alarm aus und gaben den Notruf
an die Berufsfeuerwehr Flensburg und die Werkfeuerwehr der Flensburger Brauerei
weiter. Im Rahmen dieser Alarmkette wurden die Anwohner wegen der möglichen
Geruchsbelästugung
vorsorglich darum gebeten, Fenster und Türen
geschlossen zu halten.
Außerhalb des Maschinenraums lediglich teilweise eine Geruchsbelästigung
Rund 40 Liter des Öl-Geschmisches waren ausgelaufen.
Messungen der Konzentration vom Ammoniak im Maschinenraum ergaben Werte, die ein
Betreten nur mit speziellen Schutzanzügen
und Atemschutzgeräten zuließen. Außerhalb des Maschinenraums
war stellenweise eine Geruchsbelästigung festzustellen. Eine gesundheitsgefährdende
Konzentration wurde zu keiner Zeit gemessen.
Ammoniak hat eine sehr niedrige
Geruchsschwelle, dadurch wird es bereits in sehr niedrigen Konzentrationen
wahrgenommen.
Durch Kräfte der beiden Feuerwehren wurde das Öl-Ammoniak-Gemisch
mit Bindemittel aufgenommen und in ein Fass sicher verpackt. Reste wurden
mit Wasser verdünnt und abgepumpt.
Seit 9:30 Uhr konnte der Maschinenraum wieder betreten werden und der Hofbetrieb
(einschließlich
der Besichtigung um 14:00 Uhr) wurde wieder aufgenommen.
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