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Flensburg online: (T)Raumschiff Surprise / Juli 2004

 

 

 

 


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Der Mars macht mobil

"Bully" Herbig feiert mit 3.000 Fans Premiere seines "(T)Raumschiff Surprise" - Gags knüpfen an "Schuh des Manitu" an

AP-Korrespondent Michael Pohl

EINE noch höhere "Gag-Dichte" als in seinem Erfolgsfilm "Der Schuh des Manitu" hat Michael Bully Herbig für seinen neuen Kinostreifen versprochen: Am Montagabend feierte "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" nun mit einer großen Party im Münchner Mathäser Filmpalast Premiere.

Mehr als 3.000 Fans lud der 36-jährige Komiker mit Freikarten ein, um die Parodie auf "Raumschiff Enterprise" und "Krieg der Sterne" noch vor dem offiziellen Kinostart am Donnerstag zu erleben.

Bully Herbig Filmpremiere (Foto: AP)
Christian Tramitz, Michael "Bully" Herbig
und Rick Kavanian
bei der Premiere des neuen Bully-Herbig-Filmes "(T)Raumschiff Surprise-Periode 1" am Montag, 19. Juli 2004, in München auf dem roten Teppich. Der Film läuft ab dem 22. Juli deutschlandweit in rund 900 Kinos an. (AP Photo/Uwe Lein)

Hohe Erwartungen an Bully Herbig

   Die Erwartungen an Herbig als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent sind so hoch wie nie: Seine Western-Komödie "Schuh des Manitu" aus dem Jahr 2001 war mit zwölf Millionen Zuschauern der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit. Nicht nur das Publikum hofft nun auf neue Lacher mit Kultgarantie. Nach mangelnden Blockbustern aus Hollywood, sehnt sich auch die deutsche Kinobranche nach einem echten Sommerhit.

"Schuh des Manitu" spielte 65 Millionen ein

   Nicht zuletzt schielt Herbig wohl auch danach, nach all dem Ruhm jetzt auch finanziell richtig von seiner Arbeit zu profitieren: Das Multitalent hatte keinen Hehl daraus gemacht hat, dass an den 65 Millionen, die der «Schuh des Manitu» an den Kinokassen eingespielt haben soll, vor allem andere verdienten. Mit schlechten Verträgen und kostspielig überzogenem Drehplan hatte er seine Verwertungsrechte abtreten müssen.

   Anfang 2002 ließ Herbig die Zuschauer der "Bullyparade" darüber abstimmen, was das nächste Projekt der Münchner Komiker-Truppe sein soll: Eine Fortsetzung der Winnetou-Parodie, ein Kostüm-Klamauk um «Sissi - Wechseljahre einer Kaiserin» oder eine Kinofassung der Sketche aus der Bullyparade um die schwule Besatzung des Raumschiff Surprise.

   Die Zuschauer entschieden sich für letzteres, aber nach der Premiere am Montag war klar: "(T)Raumschiff Surprise" ist von allem etwas, eine Fortsetzung des "Schuh des Manitu" mit anderen Mitteln: Statt in Cowboy- und Indianerkostümen, warfen sich Herbig als "Mr. Spuck", Christian Tramitz als "Käpt'n Kork" und Dimitri Rick Kavanian in hautenge Raumschiff-Enterprise Uniformen, wie sie es schon in der Bullyparade auf Pro Sieben taten.

Wird "Schuh des Manitu" getoppt werden können?

   Für das Kinoabenteuer zitierten Herbig und Co nicht nur alles, was das Genre Science-Fiction seit den sechziger Jahren zu bieten hat. Sie bedienten sich vor allem hemmunglos an ihren eigenen Gags aus dem "Schuh des Manitu": Bully-Fans, die sich schon unter die Presseaufführung am Nachmittag mischten, freuten sich darüber teils mit Szenenapplaus. Allerdings zeigen einige Wiederholungen alter Gags, dass das Bully-Team nur mühsam Anschluss an "Schuh des Manitu" findet und ihr geniales Kultwerk wohl lange nicht toppen kann.

   In "Periode 1" hat die tuntige Crew des Raumschiff "Surprise" genre-typisch nicht weniger zu tun, als die Welt vor dem Untergang zu retten: Ihre Aufgabe ist es, die Besiedelung des Mars im Jahr 2054 rückgängig zu machen. Denn die Nachkommen der ersten Siedler des Roten Planeten drohen mit einer Invasion einer Armee aus Finsterlingen, um die Macht über die Erde an sich zu reißen. Kurz: Der Mars macht mobil.

   Mr. Spuck und Käpt'n Kork machen sich mit einer Zeitmaschine in Form von Omas altem Sofa auf die Reise, landen beim Zeitsprung vom Jahr 2304 aber erst im Mittelalter bei einem Getümmel à la Monty Python, um nach einigen Abenteuern in Richtung Gegenwart zu stolpern.

Gagfeuerwerk aus zahllosen Film-Zitaten

   Aber die Handlung von "Periode 1" ist ohnehin Nebensache und nur Plattform eines Gagfeuerwerks aus zahllosen Filmzitaten aus Science-Fiction-Klassikern von «Star Wars» bis zu Luc Bessons «Das Fünfte Element»: Aus letzterem ist die Rolle für Till Schweiger als draufgängerischer Weltraum-Taxi-Fahrer Rock entliehen, der den zartbeseiteten Raumschiff-Freunden zur Seite springt, wenn es brenzlig wird. Vierte im Bunde ist Anja Kling als tapfere Königin Metapha, die Bully-Ausgabe der märchenhaften Prinzessin Lea aus "Krieg der Sterne".

Plumpe Schleichwerbung

   Die "Gag-Dichte" scheint jedoch nicht unbedingt höher als in Bullys Vorgänger. Zumal dazu Uralt-Kalauer ebenso gehören, wie aber auch Geniales: Bei einer mit Pointen gespickten Raumschiff-Verfolgsjagd, läuft das Bully-Team zu Hochform auf. So dürfen sich die Kinobetreiber auf Scharen von Bully-Fans freuen, die ein Wiedersehen mit ihren Helden feiern.

   Finanziell lohnen dürfte sich für die Macher zudem, dass sie die Schleichwerbung auf einen neuen Gipfel getrieben haben: Eine von Werbepartner McDonald's zum Kinostart kredenzte Käsesahne wird reichlich plump im Film angepriesen.

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