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K L I C K S –
amnesty international
Human
Rights Watch
Botschaft
der Volksrepublik China
STERN
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In China werden Hingerichteten illegal
Organe entnommen.
stern-Reporter finden Beweise für diese
von der Regierung bestrittene Praxis
Hamburg
(ots) - Obwohl
auch in China der Organhandel verboten ist, werden dort Nieren, Leber,
Herz und sogar die Haut Hingerichteter systematisch verwertet.
Für diese illegale Praxis, die voriges Jahr durch
die Aussagen des in die USA geflohenen chinesischen Arztes Wang Guoqi
bekannt geworden ist, haben stern-Reporter jetzt in China mehrere Zeugen
gefunden. Die chinesische Regierung bestreitet bisher die illegale Organentnahme
bei Exekutierten vehement und bezeichnet Wangs Schilderungen als "sensationsmacherische
Lügen" und "boshafte Verleumdungen".
Das Hamburger Magazin stern zitiert in seiner neuen,
bereits am Mittwoch [25-09-2002] erscheinenden
Ausgabe einen Augenzeugen mehrerer Hinrichtungen in einem Wäldchen
in Luannan, einem Landkreis 200 Kilometer östlich von Peking. "Das
war nichts Ungewöhnliches, dass da einer noch zuckte. So wie ein
Huhn, dem der Bauer gerade den Kopf abgeschlagen hat", sagte Zhang
Shujiang, der 100 Meter entfernt von der Hinrichtungsstätte ein
Restaurant besitzt und "immer aus nächster Nähe zusehen"
durfte.
Zhang zum stern: "Die Ärzte mussten schnell
machen wegen der Organe." Der in die USA geflüchtete Hautarzt
Wang hatte über einen Hingerichteten berichtet, dessen Herz nach
der Entnahme der Nieren immer noch geschlagen hätte.
Dass Hingerichteten gegen ihren Willen und den Protest
ihrer Angehörigen Organe entnommen werden, belegt auch die Aussage
der Rentnerin Rao Enhuan aus der zentralchinesischen Provinz Henan.
Beamte hätten ihre Familie bedrängt, so erklärte sie
dem stern, der Entnahme von Organen aus dem Körper ihres Sohnes
nach dessen Hinrichtung zuzustimmen. "Das haben wir abgelehnt,
und sie haben es trotzdem getan." Ein Freund der Familie habe am
Hinrichtungsort Beweise für den Organraub gefunden. Die Bilder
liegen dem stern vor.
Nach Informationen von Tang Xiaoda, dem
Präsidenten der Chinesischen Gesellschaft für Dialyse und
Transplantationen, haben von 1960 bis Ende 2000 knapp 35000 Patienten
neue Nieren erhalten. Es wurden aber nur 181 lebende Spender verzeichnet,
weniger als ein Prozent der Gesamtzahl.
"Selbst wenn einige Nieren von Unfallopfern stammen",
so der Hongkonger Menschenrechtler Nicolas Becquelin von der Organisation
Human Rights Watch zum stern, "muss man davon ausgehen, dass der
übergroße Teil Hingerichteten entnommen wurde."
Amnesty International hat seit 1990 mehr als 22.000 Hinrichtungen in
China registriert, geht aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer
aus.
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