Flensburg online: Verbraucher-Boykott / 22-Mai 2003
   

Deutsch-
Amerikanische Eiszeit

Amerikaner boykottieren weiterhin
deutsche und französische Produkte

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Wir sind begeistert von der Wirtschaftspolitik des SPD-Kanzlers Schröder. Millionen von arbeitslosen Deutschen genießen ihre Freizeit.

Und auch außenpolitisch zeigt sich die Klasse vom Ex-Juso Vorsitzenden Schröder: Das Verhältnis zu den USA (die unser Land vor noch gar nicht so schrecklich langer Zeit aus den düsteren Fängen der Diktatur befreit haben) war noch nie so schlecht, dank der Außenpoltik von Schröder & Co.

 

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Berlin (ots) - Amerikanische Konsumenten wesentlich boykott-freudiger als europäische Verbraucher

MEHR als ein Drittel aller amerikanischen Verbraucher boykottieren auch nach dem Ende des Irakkrieges weiterhin deutsche und französische Produkte, um damit ihren Unmut über die mangelnde Unterstützung der Verbündeten zum Ausdruck zu bringen.

Dies ist das Ergebnis des zweiten Teils einer insgesamt dreiteiligen Umfrage, für die Weber Shandwick als führende internationale PR-Agentur europäische und amerikanische Verbraucher nach ihrem Kaufverhalten als politisches Ausdrucksmittel befragt haben.

Insgesamt wurden dazu zwischen dem 17. und 21. April 2003 mehr als 1.000 Personen in den USA befragt.

Eine Woche zuvor waren bereits in einem ersten Teil (11.-13. April) jeweils 1.000 Verbraucher in Großbritannien, Deutschland und Frankreich zu ihrer Haltung zu amerikanischen Produkten befragt worden. Danach bringen europäische Verbraucher ihren Protest zum Irakkrieg im Vergleich zu amerikanischen Verbrauchern wesentlich zurückhaltender zum Ausdruck. In einem dritten Teil zur "Deutsch- Amerikanischen Eiszeit" wird nun aktuell die Haltung der Unternehmen zur "Eiszeit-Debatte" erhoben.

Amerikanische Verbraucher "rüsten"
noch nicht ab

"Der Krieg mag vorüber sein, aber die Verbraucher – besonders die in den USA – sind noch nicht bereit 'abzurüsten'," so Jack Leslie, Chairman von Weber Shandwick Worldwide. "Heutzutage sind amerikanische Verbraucher viel eher geneigt, ihren Unmut durch einen Konsumboykott zum Ausdruck zu bringen als in Protestmärschen. Für europäische Marken oder Unternehmen wird sich diese Haltung empfindlich auswirken."

Die aktuelle Umfrage belegt dies eindrucksvoll: 43% der Befragten gaben an, dass die Rolle Frankreichs während des Irakkriegs dazu führte, dass sie französische Produkte "weniger" konsumierten als zuvor. Davon gaben 29% an, dass sie "sehr viel weniger" geneigt sind, französische Produkte zu konsumieren.

Für deutsche Produkte sind die Ergebnisse nur geringfügig positiver. 36% der befragten Amerikaner gaben an, dass Deutschlands Haltung zum Irakkrieg sie dazu veranlasst habe, "weniger" deutsche Produkte zu kaufen, davon 22%, die "sehr viel weniger" deutsche Produkte konsumieren.

"Imageschaden" auch für deutsche Unternehmen und Deutschland

   Damit reagieren amerikanische Verbraucher wesentlich heftiger als französische und deutsche Verbraucher. Ein Vergleich zeigt, dass den 43% der Amerikaner, die französische Produkte boykottieren, lediglich 17% der französischen Verbraucher gegenüberstehen, die amerikanische Produkte mit Boykott belegen. Für den Vergleich mit deutschen Verbrauchern gilt: 36% der anti deutschen Verbraucher in den USA stehen 13% der deutschen Verbraucher gegenüber.

" Konsumenten-Boykott ist aber nur ein kleiner Ausschnitt des Problems", so Karl-Heinz-Heuser, CEO von Weber Shandwick Deutschland. "Viel entscheidender ist der Imageschaden für deutsche Unternehmen und für Deutschland selbst. Es wurde eine Menge Porzellan zerschlagen und nur eine langfristige, strategische Neuorientierung kann das Image wieder aufpolieren."

Interessanterweise sind es vor allem ältere Amerikaner, die durch ihre Kaufzurückhaltung auf die Politik Deutschlands und Frankreichs reagieren - 49% der Befragten im Alter von 55-64 und 54% in der Altersgruppe über 65. Auffallend ist auch, dass einer von drei Amerikanern (35%) und fast ebenso viele Briten (32%) angaben, Produkt-Boykott als Ausdruck politischen Protests zu gebrauchen, während die Franzosen mit 20% und die Deutschen mit nur 16% diesbezüglich viel zurückhaltender sind.

Noch eindrucksvoller ist der Unterschied zwischen den Amerikanern, Deutschen und Franzosen, wenn es darum geht, ihren Unmut offen gegenüber Zeitungen und Politikern zum Ausdruck zu bringen. Während fast die Hälfte der Amerikaner angaben, dies heute "eher zu tun" als noch vor fünf Jahren, gaben die überwiegende Mehrheit der Deutschen an, dies heute weniger zu tun als noch vor fünf Jahren.

Internet: www.webershandwick.com


Flensburg online: Eiszeit zwischen Deutschland und den USA / Mai 2003