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Aus betriebswirtschaftlichen Gründen wegen der hohen Kosten für Transport und den Bau sicherer Tresore lehnt es die Bundesbank ab, die Goldbarren nach Deutschland zu schaffen.

 

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Wie der STERN im Juni 2004 zu berichten wußte, besteht der deutsche Goldschatz aus 274.708 Barren.

Die Bundesbank hat seinerzeit im Zusammenhang mit der Forderung mancher Politiker, den Goldschatz zu Geld zu machen, erstmals detaillierte Angaben über den 36,5 Milliarden-Euro-Goldschatz der Deutschen gemacht.

Eingelagert im größten
Goldlager der Welt in Manhattan

Wie das Hamburger Magazin STERN damals berichtete, bestehen die deutschen Goldreserven aus 274.708 Barren à
12,5 Kilo und lagern überwiegend in einem Tresor in Manhattan. Dort betreibt die US-Notenbank für 60 Nationen das mit 550.000 Baren größte Goldlager der Welt.

Nach Golde drängt, / Am Golde hängt / Doch alles.
Ach wir Armen!
Faust von Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

"Der größte Teil unserer Goldreserven wird außerhalb deutscher Grenzen, wo er entstanden ist, gehalten: bei der Fed in New York, bei der Bank of England in London und der Banque de France in Paris. In dieser Reihenfolge", sagte laut STERN das zuständige Bundesbankvorstandsmitglied Hans-Helmut Kotz.

Darf Deutschland über den Goldschatz frei verfügen?

In den 50er und 60er Jahren waren der Bundesbank dort aufgrund außenwirtschaftlicher Überschüsse Deutschlands die Goldreserven von anderen Nationen übertragen worden. Wegen der hohen Kosten für Transport und Bau neuer Tresore lehnt es die Bundesbank aus betriebswirtschaftlichen Gründen ab, die Goldbarren nach Deutschland zu schaffen. Gerüchte, Deutschland könne nicht frei über das Gold verfügen oder die Reserven seien gar nicht mehr in den Tresoren, wies Kotz zurück. Das Thema Gold sei "mythisch überfrachtet", und das begünstige "offenbar das Entstehen gänzlich unplausibler Theorien".

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Das Vermögen nicht für aktuellen Konsum ausgeben

Kotz kritisierte die politische Debatte um die Verkäufe von Goldreserven: "Wenn die Bundesbank jedem Vorschlag, mit Goldverkäufen etwas zu finanzieren, gefolgt wäre, bestünde die Finanzierungsoption heute gar nicht mehr." Das Vorstandsmitglied betonte, die Bundesbank nehme sich nicht das Recht heraus, dem Bundestag die Verwendung von Gewinnen aus Goldverkäufen vorzugeben, aber werbe dafür, die Entstehungsgeschichte zu berücksichtigen: "Ein über lange Zeit aufgehäuftes Vermögen sollte nicht einfach zum Finanzieren des laufenden Konsums eingesetzt werden." Kotz wies Forderungen von Politikern zurück, die Bundesbank solle ihre Goldbestände vollständig verkaufen. Währungsreserven würden "vor allem als Stoßdämpfer zum Abfedern von Instabilitäten an den Finanzmärkten" gebraucht, vor allem Gold diene dabei "der Vertrauensbildung".


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