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DGB zum Arbeitsmarktrisiko
der Bauberufe in unserer Region

17-Januar 2003











Im Dezember 2002 waren
1.561 Menschen aus den Bauberufen im Arbeitsamtsbezirk Flensburg arbeitslos


Peter KöhlerPeter Köhler
DGB Kreisvorsitzender

 

 

 


Köhler appelliert an die Betriebe, in den schwierigen
Zeiten die positiven Chancen der Winterbauförderung zu nutzen, um Arbeitsverhältnisse zu stabilisieren und Entlassungen im Winter möglichst zu vermeiden.

 











DGB online

www.dgbshnord.de

Gewerkschaften in Flensburg

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND –
DGB weist auf hohes Arbeitsmarktrisiko der Bauberufe in der Region Schleswig-Holstein Nord hin

DER Regionsvorsitzende der DGB Region SH Nord, PETER KÖHLER hat auf die kritische beschäftigungspolitische Situation und die hohe Winterarbeitslosigkeit in den Bauberufen der Region Flensburg aufmerksam gemacht.

Nach DGB-Informationen waren im Dezember 1.561 Menschen aus den Bauberufen im Arbeitsamtsbezirk Flensburg arbeitslos. Die ungünstige Auftragslage sowie der Wintereinbruch haben das Risiko der Arbeitslosigkeit weit überdurchschnittlich ansteigen lassen.

Nach den DGB-Berechnungen waren zuletzt noch 6.860 Menschen im Baugewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Auf 100 versicherungspflichtig Beschäftigte entfallen damit bereits 22,8%, die ihren Job verloren haben. In keiner anderen Branche ist das Risiko der Arbeitslosigkeit höher als in diesem Gewerbe. Inzwischen ist im Osten mehr als jeder dritte, im Westen mehr als jeder fünfte Arbeitnehmer im Bausektor arbeitslos.

Köhler appellierte an die Betriebe, in den schwierigen Zeiten die positiven Chancen der Winterbauförderung zu nutzen, um Arbeitsverhältnisse zu stabilisieren und Entlassungen im Winter möglichst zu vermeiden.

Bekämpfung der Schwarzarbeit

Nachdrücklich setzte sich Köhler für eine effektivere Bekämpfung der illegalen Beschäftigung ein. Die Prüfungen am Bau zeigten, dass vielfach gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen werde und seriöse Betriebe oftmals das Nachsehen hätten. Bei immerhin einem Viertel der Prüfungen zum Arbeitsnehmerentsendungsgesetz werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in den meisten Fällen wegen Nichtzahlung des geltenden Mindestlohnes.

Wegen Gesetzesverstöße und Leistungsmißbrauch wurden im Arbeitsamtsbezirk Flensburg im Jahre 2002 Verwarnungs- und bußgelder i.H.v. 236.000 € verhängt. Dies war gegenüber dem Jahre 2001 mit 229.000 € noch eine leichte Steigerung.

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