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Von März bis Ende Mai werden in diesem Jahr in vielen Unternehmen zum ersten Mal Betriebsräte nach der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes gewählt.

Peter Köhler
PETER KÖHLER
Vorsitzende der DGB-Region
Schleswig-Holstein Nord


"Mitbestimmung im Betrieb ist ein grundlegendes Element unserer Demokratie."

Erste Zwischenberichte deuten darauf hin, dass die Zahl der Betriebe mit Betriebsräten und der Anteil der gewerkschaftlich organisierten Betriebsratsmitglieder in unserer Region erhöht werden konnte.

DGB online

DGB Region Schleswig-Holstein Nord

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND –
Betriebsratswahlen 2002

"Ich arbeite gut. Besser mit Betriebsrat."
Unter diesem Motto hat der DGB Schleswig-Holstein Nord die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Landesteil Schleswig aufgerufen, sich in ihrem Betrieb an den turnusmässig alle 4 Jahre in der Zeit von März bis Mai stattfindenden Betriebsrats-wahlen zu beteiligen.

In einer ersten Zwischenbilanz zeigte sich der Vorsitzende der Region Schleswig-Holstein Nord, Peter Köhler, zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Betriebsratswahlen.

Obwohl eine genaue Auswertung durch die Mitgliedsgewerkschaften des DGB erst nach Abluss der Wahlen erfolgen kann, deuten nach seiner Mitteilung die ersten Zwischenberichte darauf hin, dass die Zahl der Betriebe mit Betriebsräten und der Anteil der gewerkschaftlich organisierten Betriebsratsmitglieder in unserer Region erhöht werden konnte.

   DER DGB-Regionsvorsitzende führt dies insbesondere darauf zurück, dass die Wahlen in diesem Jahr erstmals auf der Grundlage des novellierten Betriebsverfassungsgesetzes durchgeführt werden.
Das neue Gesetz, so Köhler, enthält grundlegende Verbesserungen, die gerade in kleineren Betrieben zur Erleichterung der Wahlen und damit zu einer größeren Bereitschaft Betriebsräte zu installieren geführt haben.

Köhler weiter: "Mitbestimmung im Betrieb ist ein grundlegendes Element unserer Demokratie. Sie ist für Unternehmen und Beschäftigte heute wichtiger denn je. Kein Arbeitnehmer sollte deshalb auf die Wahl eines Betriebsrates verzichten."

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Betrieben ohne Betriebsrat verzichten nach Darstellung Köhlers nicht nur auf eine wichtige betriebliche Interessensvertretung, sondern auch auf eine Reihe von gesetzlichen Arbeitnehmerrechten, deren Realisierung vom Vorhandensein eines Betriebsrates abhängig ist.

   KÖHLER rief die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus betriebs-ratslosen Betrieben deshalb noch einmal auf, in ihrem eigenen Interesse die Möglichkeiten des neuen Betriebsverfassungs-gesetzes zu nutzen und die Wahl eines Betriebsrates in ihrem Betrieb einzuleiten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften, so der DGB-Regionsvorsitzende abschließend, sind jederzeit bereit Hilfe und Unterstützung bei der Neuwahl eines Betriebsrates zu leisten, wenn dies von den Belegschaften gewünscht wird.

Informationen gibt es außerdem über die Info-Hotline des DGB (0180) 2340000 oder im Internet unter www.besser-mit-betriebsrat.dgb.de


Flensburg online: Betriebsratswahlen 2002 / Zwischenstand 5-Juni 2002