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Nie wieder Krieg!





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· Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand will zeigen, wie sich Menschen gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt haben.

 

Der Antikriegstag hat aus Sicht des DGB nichts von seiner Bedeutung verloren.


Peter KöhlerPeter Köhler
DGB Kreisvorsitzender

 

 

 

 

 

 

Der Antikriegstag 1999

Antikriegstag 2002

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Gewerkschaften in Flensburg

 

 











Alle Fotos: H. Hartmann / DGB-Archiv

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND –
Antikriegstag 1. September 2002

AUS Anlass des Antikriegstages führten Abordnungen des Vorstandes der DGB-Region Schleswig-Holstein Nord und der VVN am 1. September Kranzniederlegungen am Mahnmal "Harrislee Bahnhof", auf dem Gelände der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund und dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Schwesing durch, um damit an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

An der Kranzniederlegung in Harrislee beteiligten sich auch Harrislees Bürgervor-steher Karl Hermann Rathje und Kirsten Rölke, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG Metall.

Kranzniederlegung in Harrislee
Kranzniederlegung am Mahnmal "Harrislee Bahnhof"
Von links: Peter Köhler, DGB-Regionsvorsitzender Kirsten Rölke, geschäftsf. Mitglied IGM- Hauptvorstand Gaby Ritter, VVN Ludwig Hecker, VVN

DGB-Regionsvorsitzender Peter Köhler machte in einer kurzen Erklärung deutlich, dass der Antikriegstag aus Sicht des DGB nichts von seiner Bedeutung verloren hat und es heute mehr denn je darauf ankommt, die Aufmerksamkeit auf die militärischen Auseinandersetzungen in aller Welt zu richten.

Kranzniederlegung am Mahnmal Harrislee Bahnhof
Kranzniederlegung am Mahnmal "Harrislee Bahnhof"
Von links: Ludwig Hecker, VVN Gaby Ritter, VVN Peter Köhler, DGB-Regionsvorsitzender Kirsten Rölke, geschäftsf. Mitglied IGM-Hauptvorstand

Kränze des DGB und der VVN
Kränze des DGB und der VVN am Mahnmal "Harrislee Bahnhof"

Unsere Solidarität, so Köhler weiter, gilt allen Opfern kriegerischer Gewalt, egal in welcher Form. Wir appellieren an alle beteiligten Akteure, Nationalismus und Hass, Gewalt und Unterdrückung zu überwinden. Die Politik fordern wir zu einer präventiven internationalen Friedenspolitik im Rahmen der Vereinten Nationen auf.

Der 11. September 2001 hat der Welt deutlich gemacht, dass auch terroristische Anschläge zu einer neuen globalen Bedrohung geworden sind. Aus dieser Erkenntnis nur militärische, polizeiliche und juristische Konsequenzen zu ziehen, wäre der falsche Weg.

Armut, Ausbeutung und fehlende demokratische Strukturen bereiten nach seiner Auffassung einen gefährlichen Nährboden für Extremismus und Fanatismus und sind eine wesentliche Ursache für Krieg und Terrorismus. Krieg und Terrorismus lassen sich deshalb nur durch eine Politik der Nachhaltigkeit und des sozialen Ausgleichs zwischen Reich und Arm bekämpfen.

Kranzniederlegung KZ-Gedenkstätte Schwesing
Kranzniederlegung KZ-Gedenkstätte Schwesing
2. von links: Peter Köhler1. von rechts: Ludwig Hecker

Kränze des DGB und der VVN
Kränze des DGB und der VVN am Denkmal auf der KZ-Gedenkstätte Schwesing

Der DGB-Regionsvorsitzende unterstrich die Forderung des DGB, durch die soziale Gestaltung der Globalisierung für mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt zu sorgen.

Köhler: "Dies muss zum Kernstück einer neuen globalen Politik gemacht werden. Nur durch eine solidarische Außen-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik können die negativen Auswirkungen der Globalisierung verhindert werden."

Dabei, so der DGB-Regionsvorsitzende weiter, gilt das Primat der Politik. Die Vereinten Nationen bieten nach Überzeugung des DGB das einzig legitime Forum für die Entwicklung einer solchen weltweiten Politik. Das gilt sowohl für die Reaktion auf den weltweiten Terrorismus, den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina wie auch für Maßnahmen gegen Militär- und Unrechtsregime, wie z. B. den Irak. Militärische Aktionen einzelner Staaten lehnt der DGB entschieden ab.

Auch deshalb, so Köhler abschließend, muss die Europäische Union ihr gesamtes politisches Gewicht einbringen, um dazu beizutragen, dass die Spirale von Terror, Unterdrückung und Gewalt in der Welt unterbrochen werden kann.

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