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Peter Köhler
Vorsitzender DGB-Kreis Region Schleswig-Holstein
[Jahreswechsel 1999]



"Soziale Gerechtigkeit durchsetzen! Arbeitsplätze schaffen!" – Darauf weist der Vorsitzende des DGB-Kreises Region Schleswig-Holstein Nord, Peter Köhler, in einer Presseerklärung zum Jahreswechsel hin.

Flensburg online: Peter Köhler
PETER KÖHLER
DGB-Kreisvorsitzender



"Die Menschen, vor allem die Arbeitslosen, sind das Gejammer der Unternehmer auf hohem Niveau leid und wollen statt dessen endlich auch auf der Arbeitgeberseite praktische Ansätze für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für den Erhalt unseres Gemeinwesens sehen.

Es wird Zeit, dass sich die Vertreter der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände zu ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bekennen und aufhören, die ideologischen Schlachten der Vergangenheit weiterzuführen"


K L I C K S –
Gewerkschaften in Flensburg

Arbeitsamt Flensburg

CDU Flensburg

FDP Flensburg

PDS Flensburg

SPD Flensburg

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND –
"Auch im neuen Jahr streiten wir für Arbeit und soziale Gerechtigkeit."

"Kurs halten! Soziale Gerechtigkeit durchsetzen! Arbeitsplätze schaffen!" Unter diesem Motto wird sich der Deutsche Gewerk-schaftsbund auch im neuen Jahr weiter für die Überwindung der Massenarbeitslosigkeit, die Stabilisierung des Sozialstaates und die Beseitigung der immer noch bestehenden von der Kohl-Regierung zu verantwortenden Gerechtigkeitslücke einsetzen.

Erste Erfolge bei Bekämpfung der regionalen Massenarbeitslosigkeit

Köhler begrüßte rückschauend auf das zuende gehende Jahr, dass sich langsam erste Erfolge bei der Bekämpfung der regionalen Massenarbeitslosigkeit und insbesondere im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit andeuten. So weist die Statistik für den Arbeitsamtsbezirk Flensburg für November mit insgesamt 16.629 (8,7 %) Arbeitslosen 1.876 weniger und mit 1.988 arbeitslosen Jugendlichen 377 weniger als im November 1998 aus, als die Arbeitslosenquote noch 9,8 % betrug.

Eine Normalisierung auf dem Arbeitsmarkt fehlt noch

Diese Rückgänge dürfen nach Auffassung von Köhler aber nicht darüber hinweg täuschen, dass sie auf nach wie vor zu hohem Niveau stattfinden und von einer Normalisierung auf dem Arbeitsmarkt keine Rede sein kann. Deshalb, so der DGB-Kreisvorsitzende, bleibt die Beseitigung der Massen- und Jugendarbeitslosigkeit auch im neuen Jahr das vorrangige Ziel des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften.

Köhler begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass das Sonderprogramm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, dessen positive Wirkung nach seiner Auffassung auch in den Daten für den Arbeitsamtsbezirk Flensburg deutlich wird, auch im kommenden Jahr fortgeschrieben wird. Dies dürfe aber nicht zu der An-nahme führen, die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt könnten allein durch das Sofortprogramm gelöst werden.

Ausbildung jüngerer Fachkräfte nach Auffassung des DGB eine Bringschuld der Betriebe

Insbesondere der anhaltende Bedeutungsverlust der betrieblichen Ausbildung und die deutlich erkennbare Tendenz zur Verstaatlichung der Finanzierung des dualen Ausbildungssystems müssen nach Meinung des DGB-Kreisvorsitzenden gestoppt werden. Alleine in diesem Ausbildungsjahr seien 74.000 Jugendliche in staatlich finanzierte außerbetriebliche Ausbildung eingemündet. Auch in unserer Region, so Köhler, mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die am Ende ausgeglichene Ausbildungsplatzbilanz nur möglich war, weil zahlreiche Jugendliche trotz Ausbildungsgarantie der Wirtschaft in eine Ausbildung außerhalb des dualen Ausbildungssystems eingemündet sind.


Köhler bekräftigte, dass es sich bei der Ausbildung jüngerer Fachkräfte nach Auffassung des DGB um eine Bringschuld der Betriebe handelt, der diese längst nicht in ausreichender Zahl Rechnung tragen.

Kritik übte der DGB-Kreisvorsitzende abschließend am Verhalten der Wirtschaftsverbände im Bündniss für Arbeit. Während die Vertreter des DGB und seiner Gewerkschaften im Rahmen der Bündnisgespräche um konkrete und wirksame Verabredungen bemüht seien, scheint es den Vertretern der Wirtschaftsverbände unter Führung von Herrn Henkel vor allem darum zu gehen, ein Scheitern der Gespräche zu provozieren.

Köhler: "Die Menschen, vor allem die Arbeitslosen, sind das Gejammer der Unternehmer auf hohem Niveau leid und wollen statt dessen endlich auch auf der Arbeitgeberseite praktische Ansätze für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für den Erhalt unseres Gemeinwesens sehen. Es wird Zeit, dass sich die Vertreter der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände zu ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bekennen und aufhören, die ideologischen Schlachten der Vergangenheit weiterzuführen".
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