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Peter Köhler
Vorsitzender DGB-Kreis Region Schleswig-Holstein
[Anfang Oktober 1999]



Die Ausbildungsplatzsituation im Bereich des Arbeitsamtes Flensburg entwickelt sich nach Auffassung des DGB-Kreises Region Schleswig-Holstein Nord unbefriedigend.

Ende August waren weniger Ausbildungsplätze gemeldet als im Vorjahr +++ 588 unversorgten Bewerbern stehen nur 514 offene Ausbildungsstellen gegenüber

Auf den Nordfriesischen Inseln sieht es für arbeitslose Jugendliche besser als in Flensburg aus.


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DGB sieht regionale Defizite bei der Versorgung mit Ausbildungsplätzen

Die Ausbildungsplatzsituation im Bereich des Arbeitsamtes Flensburg entwickelt sich nach Auffassung des DGB-Kreises Region Schleswig-Holstein Nord unbefriedigend.
Der DGB-Kreisvorsitzende PETER KÖHLER wies darauf hin, daß dem Arbeitsamt bis Ende August 99 Ausbildungsplätze weniger als im Vorjahr gemeldet wurden und 588 unversorgten Bewerbern nur 514 offene Ausbildungsstellen gegenüber standen.
Schon diese globale Gegenüberstellung macht nach seiner Auffassung deutlich, daß kein Anlaß für Entwarnung besteht, sondern befürchtet werden muß, daß auch in diesem Jahr wieder eine Reihe Jugendlicher keinen Platz im dualen Ausbildungssystem finden werden.

Besonders die Entwicklung des Ausbildungsplatzangebotes in der Region Flensburg verläuft aus Sicht des DGB-Kreisvorsitzenden besorgniserregend.
Während in einigen anderen Teilen des Arbeitsamtsbezirkes (z.B. auf den nordfriesischen Inseln) sogar ein leichtes Überangebot an Ausbildungsstellen zu verzeichnen war, standen im Bereich des Hauptamtes Flensburg 369 unversorgten Bewerbern nur 180 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber.

Die regionale Ausbildungskonferenz für den Bereich des Arbeitsamtes Flensburg, die ausgehend vom "Bündnis für Arbeit" ab Oktober auf der Basis regionaler Daten versuchen soll, unversorgte Jugendliche noch in Ausbildung zu bringen, wird vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Entwicklung nach ihrer Einschätzung "noch viel Arbeit haben".

Köhler appellierte an die Arbeitgeber, noch nicht besetzte Ausbildungsstellen umgehend dem Arbeitsamt zu melden und ihren zukünftigen Personalbedarf noch einmal zu überprüfen.
"Qualifiziertes Personal fällt nicht vom Himmel. Viele Personalplaner unterschätzen den zukünftigen Bedarf an Arbeitskräften geradezu notorisch. Das kann ins Auge gehen. Drei bis vier Jahre Vorlauf sind vonnöten," warnte der DGB-Kreisvorsitzende.
Auch in unserer Region gibt es Beispiele dafür, daß es zu spät ist immer erst dann zu reagieren, wenn die Konjunktur anzieht und die Nachfrage nach Arbeitskräften sich belebt. Dann würden viele Arbeitgeber wieder den Fachkräftemangel beklagen, den sie selbst produziert hätten.

Insbesondere die Jugendlichen, die in sogenannten Warteschleifen sind oder demnächst dort hinein müßten, forderte Köhler auf, ihren Ausbildungsplatzwunsch weiterhin beim Arbeitsamt anzumelden, damit der tatsächliche regionale Bedarf festgestellt werde und sie so unterstützt werden könnten.

Im Frühjahr müsse sich dann zeigen, ob die Hoffnungen, die derzeit auf die Ausbildungskonferenzen gesetzt würden, berechtigt seien. Wenn es mit ihrer Hilfe nicht gelinge, das Ausbildungsproblem zu lösen, dann müsse der Lastenausgleich, die sogenannte Umlagefinanzierung, eingeführt werden. Es liege jetzt an den Arbeitgebern, nachzuweisen, daß die Politik auf dieses Mittel verzichten kann.
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