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Flensburg online *4-Juni 2002









 

 

 

 

 

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Stern:
Wolfgang Kubicki offenbar in Kieler Staatskanzlei-Affäre verstrickt

   Hamburg (ots) - In die Affäre um die Nebengeschäfte Karl Pröhls, eines Mitarbeiters der Kieler Staatskanzlei, ist offenbar auch der FDP-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, verstrickt.
Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe berichtet, war Kubicki im Besitz einer Aktie im Wert von 10.000 Mark der Alaska-AG, die das bei Kiel gelegene Schloss Bredeneek teilsaniert und teilweise wieder veräußert hatte. Gegen Pröhl und Verantwortliche der Alaska-AG ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft wegen Betrugs. Pröhl bestreitet die Vorwürfe.

   Wie der stern weiter berichtet, hatte Kubicki, im Hauptberuf Anwalt, die Aktie als Honorar für den Entwurf eines Vergleichs bekommen.
In einem Schreiben, das dem stern vorliegt, kündigt er an, sich wegen "der Wahrnehmung der Aktionärsrechte" mit dem Vorstand der Alaska AG "auseinanderzusetzen".

   KUBICKI ist Mitglied im Untersuchungsausschuss, der die Pröhl-Affäre und mögliche Verstrickungen der Kieler Staatskanzlei in Pröhls Nebengeschäfte aufklären soll.

Der FDP-Politiker hatte die Affäre in einer nicht öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses ins Rollen gebracht. Dort soll er sich laut stern über Pröhls "Umfeld" geäußert haben: "Die Namen kommen mir alle aus meinem beruflichen Umfeld unglaublich bekannt vor, und zwar nicht nur aus dem zivilrechtlichen, sondern auch aus dem strafrechtlichen Umfeld."

Kubicki soll, so der stern weiter, mit seinen Äußerungen gegen die anwaltliche Schweigepflicht verstoßen haben. Offenbar waren mehrere Geschäftsleute, die mit dem Bredeneek-Projekt zu tun hatten, Mandanten der Kanzlei, die Kubicki in Sozietät mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Trutz Graf Kerssenbrock betreibt.


Quelle: STERN / presseportal.de

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