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online: Genfood: Rätselhaftes Kuhsterben / Dezember 2003

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Papst warnte US-Präsident Bush vor dem Klonen
Flensburgs Pastor Christof Weichert über das Klonen
Der abnehmende Respekt
vor der Schöpfung und vor Gott wird uns allen noch ein böses
Erwachen bescheren.
Die Menschen haben aus dem Spiel mit der teufliches Atom-Energie anscheinend
nur ein unaussprechliches Wort Tschernobyl gelernt. Mit der Gen-Technik
schwingt sich der Mensch nun auch noch zum Schöper auf...
GEN-FUTTER. Alles in Butter? Das las man
auf dem Transparent, mit dem Greenpeace am 8. Dezember 2003 vor dem Berliner
Robert-Koch-Institut demonstrierte.
Mit der Aktion will Greenpeace darauf aufmerksam machen, dass das Robert-Koch-Institut
immer noch nicht auf die rätselhaften Umstände reagiert hat,
bei denen 12 Kühen
auf einem Bauernhof in Hessen ums Leben kamen. Das Erschreckende daran: Die Kühe
waren zwischen 1997 und 2001 in Wölfersheim mit gentechnisch manipuliertem
Mais gefüttert worden.
Verantwortlich für die Genehmigung des umstrittenen Gentech-Mais ist das Robert-Koch-Institut. Aber just das weigert sich
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bisher, weitergehende
Untersuchungen
zur Aufklärung der Vorfälle zu veranlassen. Wissen
die Jungs & Mädels mehr als wie sie uns verraten wollen? Oder
hat man im Robert-Koch-Institut Angst, dass die ganze Wahrheit ans
Licht kommt?
Wie auch immer:
Greenpeace fordert eine vollständige Aufklärung des Kuhsterbens
und ein sofortiges Verbot des betroffenen Gen-Mais.
"Das Robert-Koch-Institut verwaltet die Gentechnik, anstatt aktiv für Sicherheit und Aufklärung zu sorgen", sagt HENNING STRODTHOFF, Gentechnik-Experte bei Greenpeace. "Der Gen-Mais hätte niemals zugelassen werden dürfen. Sogar die USA haben ihn inzwischen wieder vom Markt genommen. Der Vorfall in Hessen zeigt erneut, wie wenig ernst das Risiko Gentechnik genommen wird. Neue Genehmigungen für Gen-Pflanzen dürfen in dieser Situation nicht erteilt werden – schon gar nicht durch diese Behörde," so Strodthoff weiter.
Warum starben die Kühe in Hessen? Greenpeace sagt, dass allgemeine Fütterungsfehler oder Krankheiten als Ursache für das Kuhsterben weitgehend ausgeschlossen werden könnten.

Background-Infos von Greenpeace –
Der Gen-Mais wird in Europa nur in Spanien kommerziell angebaut. Studien über
bt176 Mais haben immer wieder überraschende Befunde erbracht: Beispielsweise
wird das neu gebildete Bt-Eiweiß, das den Mais eigentlich nur
vor bestimmte Fraßinsekten schützen soll, langsamer abgebaut als
angenommen. Das Eiweiß fand sich im Magen, Darm und Kot von Kühen.
Versuche an Mäusen zeigen, dass es möglicherweise auch bei Säugetieren
wirkt, was bisher immer ausgeschlossen wurde. Der Fall ist besonders brisant,
weil die EU einen neuen Antrag für einen weiteren Gen-Mais der Firma
Syngenta berät. Der Mais ist für die menschliche Ernährung
gedacht. Der bt11
Gen-Mais bildet das selbe giftige Eiweiß.
In Deutschland gibt es nur wenige Firmen und Handelsketten wie die Metro-Group, die Gentechnik in ihr Sortiment aufnehmen und vermarkten wollen. Metro schließt außerdem nicht aus, dass schon jetzt in Eigenmarken Gentechnik vorhanden ist. In Deutschland gelangt Gentechnik über den Umweg über das Tierfutter auf die Teller der Verbraucher.
Internet
www.greenpeace.de
Greenpeace in Flensburg
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