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Flensburg online

IHK – 
Erheblich mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr im Bezirk der IHK Flensburg

September 2003



KLICKS –

Stichwort IHK im elektronischen Stadtbuch Flensburg von A-Z

Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein

DGB

1. Mai 2003 in Flensburg

flensburg ihk

S IND die Arbeitgeber Schuld an der Ausbildungsplatzmisere? Entsprechende Äußerungen des DGB-Regionsvorsitzenden Peter Köhler hat der Präsident der IHK Flensburg, WALTER BRAASCH, scharf zurückgewiesen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte der IHK-Präsident am 16. September 2003 in Flensburg.

Während zum 15. September 2002 bei der IHK Flensburg nur 1.974 Ausbildungsplätze registriert worden seien, habe man in diesem Jahr zum Stichtag 2.034 Ausbildungsplätze gezählt.

Zuwachs von 3 Prozent

   „Das ist ein Zuwachs von 60 Lehrstellen oder über 3 Prozent und damit ein ausgesprochen schöner Erfolg“, so WALTER BRAASCH.

Die Mitgliedsunternehmen der IHK hätten damit einmal mehr deutlich gemacht, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber der Jugend gerecht würden. „Ich bin überzeugt davon, dass im Moment immer noch viele Unternehmer prüfen, ob sie nicht doch noch einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen können“, so WALTER BRAASCH.
Vor allem sei jetzt aber die Politik insbesondere in Berlin an der Reihe.

Die Förderung der Berufsausbildung und der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe müsse bei der Verbesserung der Standortbedingungen für Unternehmen ansetzen. Dafür seien Kostenentlastungen entscheidend. „Ausbildungsfähige Unternehmen können zur Ausbildung nicht gezwungen, sondern sie müssen gefördert, motiviert und überzeugt werden, so wie es die IHK macht.“

Ausbildungsplatzabgabe
eine Absage erteilt

Erneut erteilte der Präsident in diesem Zusammenhang der geplanten Ausbildungsplatzabgabe eine Absage. „Diese Sondersteuer würde die Situation nur verschärfen!“ Schon jetzt stünden viele Unternehmen mit dem Rücken an der Wand und könnten damit in die Insolvenz getrieben werden. Andere Betriebe würden sich eventuell von der Ausbildung „freikaufen“, weil dies kurzfristig rationaler erschiene.

„Viel größer ist jedoch das Problem, dass nach Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe am Bedarf vorbei ausgebildet wird. Die derzeitige Ausbildung im dualen System ist bedarfsorientiert: Betriebe bilden aus, wo zukünftig Fachkräfte benötigt werden und Beschäftigungschancen vorhanden sind."