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IHK Flensburg
Logistikregion Flensburg:
IHK bündelt Kräfte

Flensburg online

Die Ansiedlung großer Firmen wie Motorola verändert die Sitation

10-Juli 2002

Die wirtschaftliche Struktur der Region Flensburg wurde bisher vorwiegend von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt.

Seit einigen Jahren hat sich die Situation aber durch die Ansiedlung größerer Industriebetriebe verändert. Vor allem das Werk des amerikanischen Handy Produzenten Motorola hat für Bewegung gesorgt. Solche Großunternehmen sind darauf angewiesen, in der Region leistungsfähige logistische und technische Dienstleister zu finden.


Die Anforderungen an diese Dienstleistungsunternehmen sind vielfach so hoch, dass nicht selten Kapazitäten nur für einen großen Kunden vorgehalten werden müssen. Das ist zwar wirtschaftlich nicht immer sinnvoll, zur Bindung des Kunden aber unvermeidlich.

Andererseits beklagen die großen Industriebetriebe, dass sie für die angebotenen Dienstleistungen hohe Preise zahlen müssen, da sie die einzigen Nachfrager sind.

Eine Lösung dieses doppelten Dilemmas wäre die Schaffung von "kritischen Massen", um Synergieeffekte und damit Kosteneinsparungen zu realisieren. Diese erforderlichen kritischen Massen könnten vor allem durch eine verstärkte Kooperation der industriellen Nachfrager einerseits und der Dienstleistungsunternehmen in der Region erreicht werden.
IHK lud zu einem Arbeitskreis Logistik ein Die IHK hatte deshalb im Frühjahr Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus dem nördlichen Landesteil zu einem Arbeitskreis Logistik eingeladen.

Ziel dieses Gesprächskreises war es, mögliche Synergien aufzudecken und Kooperationen zu initiieren und damit einen Beitrag zur Verbesserung und Sicherung des Wirtschaftsstandortes Flensburg und seiner Region zu leisten.

Fast fünfzig Unternehmensvertreter diskutierten am Beispiel der Abläufe bei Motorola Fragen der Absatz- und Beschaffungslogistik sowie der technischen Dienstleistungsumgebung.

Dabei wurde deutlich, dass die auftretenden Probleme und die unternehmensindividuellen Ansätze zu deren Beseitigung vielfach übereinstimmen.

In zwei darauf folgenden Workshops wurden spezifische Handlungsfelder herausgearbeitet, wobei der Kooperation bei Lagerleistungen und beim Transport eine hohe Priorität zugewiesen wurde. Eine geringere Priorität erhielten unter anderem die Kooperationspotentiale in den Bereichen Entsorgung, Aus- und Weiterbildung, Zollabwicklung, Beschaffung und Krisenmanagement.

KLICKS –

Online-Präsenzen: Industrie- und Handelskammern Schleswig - Holstein im Internet

Motorola

siehe vielleicht auch Kritik an Sonntagsarbeit bei Motorola

Studie in Auftrag gegeben

   Bei der abschließenden Diskussion der Ergebnisse Anfang Juli wurde die von der IHK zu Flensburg flankierend in Auftrag gegebene Studie über die Logistischen Kapazitäten der Region vorgestellt. Professor Winfried Krieger von der Fachhochschule Flensburg hatte dafür Logistik- und Transportunternehmen aus dem nördlichen Schleswig-Holstein befragt, die zusammen ca. 3 Mio. Jahrestonnen repräsentieren.

Die Studie zeigte nicht nur, dass größere Unternehmen stärker zur Kooperation bereit sind als kleine Unternehmen, sondern auch dass viele Unternehmen technologischen Nachholbedarf haben. Zu den zentralen Erkenntnissen des Gutachtens gehört weiterhin, dass Unternehmen die eigene Wirtschaftlichkeit und ihr Marketingpotential durch Kooperationen erhöhen können.

Es bestand Übereinstimmung bei den Industrie-, Logistik- und Dienstleistungsunternehmen, dass die Ergebnisse der Workshops und der Logistikstudie eine gute Grundlage für weitere Aktivitäten sind, die eine engere Zusammenarbeit der Unternehmen im Großraum der Förde- und Grenzstadt zum Ziel haben. Als Forum für weitere Diskussionen wurde deshalb die Einrichtung eines IHK Logistikarbeitskreises beschlossen. Dieses Gremium wird im Oktober erstmalig zusammentreffen und soll mehrmals im Jahr tagen.

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