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Flensburg online: Spielbank im Internet / Juli 2004

 

 

 

 


A N Z E I G E –

 

Siehe vielleicht auch Stichwort Casinos in unserem WebKatalog "Schleswig-Holstein im Internet"

 


Erstes legales Rouletteangebot aus Deutschland im Internet

Hessen erteilt Spielbank Wiesbaden Konzession - Psychotherapeut sieht Angebot wegen Gefahr von Spielsucht kritisch

Wiesbaden/Frankfurt (AP)

ALS erstes Bundesland hat Hessen eine Konzession für das Roulettespiel im Internet erteilt. "Wir haben die Erlaubnis erteilt, um den Internetspielbetrieb legal zu begrenzen, ihn für den Bürger sicherzu machen und gleichzeitig die illegalen Anbieter fern zu halten", sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) am Freitag, den 16. Juli 2004. Veranstalter des ersten staatlich konzessionierten Onlineroulette, das am 16. Juli 2004 startete, ist die Spielbank Wiesbaden.

200 Spieler pro Tag

   Spielbankchef Klaus Gülker sagte, er rechne im ersten Jahr mit etwa 200 Spielern pro Tag sowie einem Bruttoertrag von rund zwei Millionen Euro pro Jahr. Wer spielen will, muss sich zunächst beim Wiesbadener Kasino registrieren lassen, unter anderem mit einer Kopie seines Personalausweises. Zugelassen werden nur Spieler über 21 Jahre, die in Hessen wohnhaft sind oder sich zum Zeitpunkt des Spiels in Hessen aufhalten. Mitspielen dürfen darüber hinaus Menschen im Ausland, sofern sie dort die Voraussetzungen für die Teilnahme am Glücksspiel erfüllen.

   Bei dem Onlineangebot der Spielbank Wiesbaden kann der Spieler live dem Geschehen an einem echten Roulettetisch mit Croupier folgen. Die dort fallenden Zahlen entscheiden auch über den Ausgang des Spiels im Internet. Damit sollen elektronische Manipulationen ausgeschlossen werden.

   Der Innenminister verwies darauf, dass es heute bereits rund 2.000 illegale Internetspielangebote in deutscher Sprache gibt. Die Anbieter säßen häufig in Karibikstaaten und könnten nicht belangt werden. "Der Staat muss den Rahmen setzen, damit unerwünschte Begleitfolgen nicht eintreten", sagte Bouffier. Es handele sich um den Versuch, das Glücksspiel im Internet im Interesse aller Beteiligten zu kanalisieren.

   Gülker sagte, die Entscheidung für den Schritt ins Internet habe die Spielbank Wiesbaden auch wegen des seit Jahren rückläufigen Geschäfts im klassischen Kasino gefällt. So bewegten sich die Umsätze an den Wiesbadener Spieltischen derzeit auf dem Niveau des Jahres 1991. Auch das lange Jahre wachsende Geschäft mit Automaten sei 2003 erstmals rückläufig gewesen. Die wachsende Konkurrenz der Onlineanbieter werde als wesentlicher Grund für diese Entwicklung angesehen.

Psychotherapeut kritisiert zu leichten Zugang

   Nach Ansicht des Psychotherapeuten Gerrit Grahl vom Frankfurter Therapiezentrum ist das Online-Roulette für pathologische Spieler allerdings «grundsätzlich sehr gefährdend». Für Spielsüchtige werde es schwer, nicht teilzunehmen, sagte Grahl der Nachrichtenagentur AP. Die Teilnahmebedingungen seien zu einfach. Es sei ein leichtes, mit einem gestohlenen oder gefälschten Ausweis auch ein Hausverbot der Spielbank zu umgehen.

"Die Kontrolle geht völlig verloren. Den Spielsüchtigen ist keine Grenze gesetzt - ich halte das für sehr gefährlich", sagte der Psychotherapeut. Bei der Spielsucht kommt nach Meinung Grahls erschwerend hinzu, dass das soziale Umfeld eines Betroffenen sie erst sehr spät bemerkt - nämlich dann, wenn der Süchtige sich bereits in der letzten Phase der Sucht befindet und meist schon alles verloren hat: Job, Geld, Freunde und Partner.

Internet: www.spielbank-wiesbaden.de
             Hessisches Innenministerium

 

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