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Flensburg online: Tiere werden vermehrt aus Zoos gestohlen / Februar 2007

 

 

 

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Diebstähle
Immer mehr Tiere werden aus Zoos gestohlen

Ungute Entwicklung: Es werden immer mehr Tiere aus Zoos gestohlen. Die Diebe bevorzugen dabei besonders vom Aussterben bedrohte Arten, weil die das meiste Geld bringen.

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Immer häufiger werden Zoos Opfer von Dieben, die seltene Tiere entwenden, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Besonders spektakulär war der Diebstahl von 50 exotischen Vögeln aus einem privaten Zoo in Großbritannien Anfang Januar 2007. Tierdiebe sind offensichtlich besonders an Vogelarten, Reptilien und Kleinsäugern interessiert — und was dabei erschwerend hinzukommt: Sie bevorzugen besonders seltene Spezies.

Tiere werden vermehrt aus zoologischen Gärten gestohlen
Diebe stehlen vermehrt Tiere aus Zoos          Foto: Hemera Archiv

Ein Artikel im Wissenschaftsmagazin "National Geographic" listet noch weitere spektakuläre Diebstähle auf:
Afrikanische Graupapageien wurden im Dezember 2006 aus dem Zoo von Adelaide gestohlen, eine seltene Chuckwalla-Echse aus dem Oklahoma Zoo.

In den Zoo statt in den Dschungel

"Wenn jemand ein seltenes, womöglich noch vom Aussterben bedrohtes Tier haben will, fährt er nicht in den Dschungel, um eines zu fangen, da die Chance dort auf das betreffende Tier zu stoßen, gering ist", erklärt John Hayward, Ex-Polizist, der das britische National Theft Register für gestohlene Tiere von Großbritannien führt.
Es sei einfacher, das Tier aus einer privaten Sammlung oder aus einem Zoo zu entwenden.

Alleine in Großbritannien wurden 200 Tiere aus Zoos gestohlen

Allein in Großbritanniens 60 Tiergärten waren im Vorjahr fünf im Visier von kriminellen Banden, die rund 200 Tiere entwendeten. Die meisten davon waren tropische Vögel, Zwergsäuger oder Reptilien. Nach Angaben von Hayward ist der Gewinn aus dem Verkauf gefährdeter Tierarten immens, denn dabei gilt die Devise: Je gefährdeter, desto teurer.

"Die gestohlenen Tiere wandern in private Sammlungen, wo sie zum Teil auch nachgezüchtet werden", so Hayward. Der Handel mit den Tieren sei ähnlich wie jener von Kunstgegenständen oder Antiquitäten. "Bevorzugt werden gestohlene Tiere ins Ausland gebracht, um die Spuren der Diebe zu verwischen", so Hayward.

Je seltener ein Tier ist, desto mehr Gewinn läßt sich mit ihm machen
Bevorzugt von den Dieben: Seltene Arten        Foto: Hemera Archiv

Wie groß das Problem ist, bestätigt auch der Direktor der European Association of Zoos and Aquaria EAZA Harry Schram: "Genaue Erhebungen wurden in Großbritannien und in Holland gemacht. Von den anderen Zoos gibt es nur Schätzungen", so Schram in einem Interview mit pressetext.

Die Diebe lassen sich abends in den Zoos einsperren

Die modernen Zoos mit den großen Gehegen böten Dieben ideale Möglichkeiten, sich am Abend in den Tiergärten einsperren zu lassen. "Besser ausgestattete Zoos haben daher aufwändige Alarmanlagen installiert", erklärt Schram. Wie viel solche gestohlenen Tiere Wert sind, könne der Experte allerdings nicht sagen, denn innerhalb der EAZA würden Tiere nicht gegen Geld verkauft.

Ein Papagei bringt mehrere tausend Euro

"Seit 40 Jahren wurden beispielsweise keine Okapis oder Nashörner mehr im Handel angeboten." Damit falle der wirtschaftliche Aspekt und auch eine Bewertung der Tiere weg. Bekannt sei allerdings auch, dass etwa seltene Papageien, mehrere tausend Euro im Schwarzhandel kosten.

"Für Zoos, die nicht Mitglieder der EAZA sind, stellt sich das Problem des Ankaufs allerdings immer wieder", erläutert Schram. Eine Lösung gegen den Diebstahl und den illegalen Handel sieht Schram etwa in der Möglichkeit, den Tieren Mikrochips zur Identifikation einzupflanzen. Das sei aber teuer und nur finanziell besser gestellte Tiergärten könnten sich das leisten.

Ein anderes Problem der modernen Tiergärten mit ihren offenen Tropenhäusern stelle allerdings das Freilassen ungeliebter Haustiere wie etwa Schildkröten oder verschiedener Vögel dar. "Das ist in der Tat ein Problem, das meist sehr böse Folgen hat", schildert Schram. "Vögel, die Kleinkäfige gewöhnt sind, überleben in einem offenen Tropenhaus keine drei Tage - entweder sie verhungern oder werden von anderen Arten gefressen."

Sehr problematisch ist auch das Freilassen von Schildkröten aus privaten Aquarien. "Solche Tiere können zu einer Katastrophe für die anderen bereits existierenden Zootiere sein, weil sie Krankheiten haben können", meint Barbara Feldmann vom Tiergarten Schönbrunn in Wien.

Üblicherweise würden Tiere, ehe sie in Aquarien oder Gehege gegeben werden, auf einer Quarantänestation gehalten, um sicher zu gehen, dass sie keine Krankheiten haben.

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