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Flensburg online: Nützlicher Lösch-Roboter / 17. Juli 2006

OLE (Foto: Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH)


Erhöhte Brandgefahr in Schleswig-Holstein: 160 Brände in 3 Tagen (19.7.06)

Warnung: Gefahr von Wald- und Flächenbränden in Schleswig-Holstein

Waldbrände

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Roboter erkennt Brände und kann sie auch bekämpfen

Forscher der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) entwickeln derzeit den Lösch-Käfer OLE (Offroad Löscheinheit), der große Waldregionen mit Hilfe von Infrarot und Biosensoren überwacht, Brandherde entdeckt und sofort meldet und bekämpft. Der Lösch-Roboter ortet bei günstiger Windrichtung ein Feuer in einer Entfernung bis zu einem Kilometer.

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Jährlich zerstören Waldbrände allein in Europa eine halbe Million Hektar Wald — das entspricht etwa der doppelten Fläche des Harzes. An der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) entwickeln Forscher derzeit einen Lösch-Käfer, der solche Katastrophen bereits im Keim ersticken soll.

Lösch-Roboter gegen Waldbrände

Unbeherrschbare Flammen, die innerhalb von Minuten um sich greifen und große Waldgebiete und Wohnsiedlungen in Asche verwandeln — jedes Jahr berichten aktuelle Nachrichtensendungen darüber. Feuersbrünste dieser Art brechen meist während der heißen Sommermonate aus. Lebenswichtige Umwelt geht dabei zugrunde. Die Forscher der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) wollen helfen, solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.

Sie entwickeln derzeit den Lösch-Käfer OLE (Offroad Löscheinheit), der große Waldregionen mit Hilfe von Infrarot und Biosensoren überwacht, Brandherde entdeckt und sofort meldet und bekämpft.

Roboter-Käfer zur Bekämpfung von Waldbränden (Foto: Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH)
Lösch-Käfer OLE (Offroad Löscheinheit)
Der Robo-Käfer, der Waldbrände bekämpft

[Foto: Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH]

Roboter Vorbild: ein Insekt

"Die Idee ist denkbar einfach: Je früher eine Feuergefahr erkannt wird, desto größer die Chance, einen Flächenbrand zu verhindern", sagt Prof. Dr. Ulrich Wohlgemuth vom Institut für Industrial Design der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), die Mitglied des BIOKON (*) ist. OLE ist das Ergebnis der Designstudien "Bionisches Laufzeug".

Die Wissenschaftler konstruierten den Lösch-Käfer nach dem Vorbild des Saftkuglers, einem Insekt, das zu den Tausendfüßern gehört. Ähnlich wie der Tausendfüßer kann sich OLE bei Gefahr zusammenrollen und seine sechs Beine einziehen. Sein hitzebeständiger Panzer aus einem Keramik Faserverbundstoff hält Temperaturen bis 1.300 Grad Celsius aus und schützt die empfindliche Technik im Inneren.

Zwei mechanische Fühler helfen ihm, sich auf unebenem, schwierigem Gelände sicher fortzubewegen und schnell die Gefahrenstelle zu erreichen. Je nach Bodenbeschaffenheit kann OLE zwischen zehn und 20 Kilometer pro Stunde schnell krabbeln. Das Feuer bekämpft OLE mit einer Impulslöschkanone.

Einsatz vor allem in gefährdeten Gebieten

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Der Lösch-Roboter ortet bei günstiger Windrichtung ein Feuer in einer Entfernung bis zu einem Kilometer. OLE soll vor allem in gefährdeten Gebieten zum Einsatz kommen, wie etwa in der Nähe von Straßen, Wohnsiedlungen oder Naturschutzparks.

Monatelang benötigt er dabei weder Wartung noch Batterien, denn solange OLE keine Gefahr erkennt, befindet er sich im Energiesparmodus. Um ein Gebiet von der Größe des Schwarzwaldes (Fläche 7.000 Quadratkilometer) vor Bränden zu schützen, würden 30 Robo-Käfer ausreichen.

Die Produktionskosten eines Lösch-Roboters bewegen sich laut Experten der Hochschule Magdeburg zwischen 100.000 und 250.000 Euro. Die Waldschäden, die durch Feuer allein in Europa entstehen, betragen jährlich 2,5 Milliarden Euro.

Der Lauf-Roboter aus Sachsen-Anhalt steht früher auf

Der Lösch-Käfer, der Brände früher erkennen soll, passt zum Landesmotto Sachsen-Anhalts "Wir stehen früher auf." Seit Anfang 2005 wirbt Sachsen-Anhalt mit dem Slogan, der die Haltung des Landes widerspiegelt, das mehr als andere erreichen will. Laut einer Umfrage stehen die Sachsen-Anhalter neun Minuten früher als alle anderen Bundesbürger auf. Diese Tatsache ist durch die Landeskampagne zum Markenzeichen Sachsen-Anhalts geworden und soll vor allem Investoren, aber auch Touristen anziehen.

 


(*) Innerhalb des BIOKON, des Bionik-Kompetenznetzes Deutschland, arbeiten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an der Entschlüsselung von Patenten der Natur und ihrer Übertragung in technische Anwendungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Verbund. Magdeburg ist ein Knoten des Kompetenznetzes. Partner sind die Hochschule Magdeburg Stendal (FH) mit dem Institut für Industrial Design und das IFF Fraunhofer Institut Fabrikbetrieb und - automatisierung, Abteilung Robotik. Die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) wird durch den EU Strukturfonds EFRE unterstützt.


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