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Rote Liste –
Umwelt

Oktober 2002


Umweltstiftung • WWF Deutschland

Rote Liste online

11.167 Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht:
121 mehr als noch im Jahre 2000.

Hauptursachen für das Aussterben
– Abholzung von Wäldern
– Verschmutzung und
   Überfischung der Meere
– wachsender
    Flächenverbrauch









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Die Todgeweihten lassen grüßen

DIE Todgeweihten lassen grüßen. Eine neue Rote Liste ist erschienen. Dicker als das Berliner Telefonbuch. Immer mehr Säugetierarten vom Aussterben auf diesem Planeten betroffen.

Frankfurt a. M. – Jetzt ist es amtlich: Der Iberische Luchs, die Saiga Antilope und das chinesisches Wildkamel sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. Sie teilen ihr Schicksal mit weiteren etwa 180 Säugetierarten, die ganz ganz oben auf der jetzt vorgelegten Roten Liste der bedrohten Arten stehen.

Insgesamt umfaßt die neueste Bestandsaufnahme der Weltnaturschutzunion (IUCN) inzwischen 11.167 Tier- und Pflanzenarten, die je nach Gefährdungsgrad in neun Kategorien eingeteilt wurden und deren Aussterben bald zu befürchten ist. Das sind 121 mehr als noch im Jahr 2000.

Dicker als das Berliner Telefonbuch

   "Die Rote Liste ist inzwischen dicker als das Berliner Telefonbuch," erläutert Volker Homes, Artenschützer beim WWF Deutschland. Der Naturschutzexperte sieht den Verlust des Lebensraumes, also die Abholzung von Wäldern, die Verschmutzung und Überfischung der Meere und den wachsenden Flächenverbrauch als Hauptursachen für den Artentod.

So wurde der Iberische Luchs inzwischen zur seltensten Wildkatze der Welt. Nur 200 bis 300 der auch Pardelluchse genannten Katzen haben überlebt: z.B. in der spanischen Sierra Morena und in der Gegend um Toledo. Vor zehn Jahren pirschten nach Schätzungen des WWF noch fast fünfmal so viele "Pinselohren" durch die weite mediterrane Landschaft.

   Anderen Tieren wie der Saiga Antilope, macht der florierende Handel und die wachsende Nachfrage nach den Hörnern der männlichen Tiere für die Traditionelle Asiatische Medizin und nach Fleisch für die lokale Bevölkerung den Garaus. Und das geht oft rasend schnell: Zu Beginn der 90er Jahre trabten noch fast eine Million der gehörnten Paarhufer durch die zentral-asiatischen Steppen. Heute haben weniger als 50.000 Tiere überlebt.

"Es reicht nicht, das galoppierende Artensterben zu beklagen. Auf der bevorstehenden Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES - Convention on International Trade in Endangered Species) müssen die Regierungen Farbe bekennen", fordert Volker Homes vom WWF.

Die Delegationen aus 160 Staaten der Welt treffen sich Anfang November in Santiago de Chile, um neue Regeln für den Handel mit bedrohten Arten zu verabschieden. Dort werden auch Beschlüsse zum Handel mit den Hörnern der Saiga Antilope, bedrohten Asiatischen Großkatzenarten wie Tiger und Leopard und zum Handel mit bedrohten Haiarten und Seepferdchen gefaßt. Für den WWF ist das längst überfällig.
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