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Kalenderblatt

9. N o v e m b e r

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Jede Revolution ist viel weniger Bauplatz der Zukunft als Auktion der Vergangenheit.
Heimito von Doderer (1896 - 1966)



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Geburtstag haben heute
Björn Engholm (1939, SPD-Politiker, schleswig-holsteinischer Ministerpräsident 1988 - 1993)
Jean Monnet (1888 - 1979, französischer Wirtschaftspolitiker)
Fritz Thyssen (1873 - 1951, deutscher Industrieller)
Eduard VII. (1841 - 1910, englischer König)
Iwan Turgenjew (1818 - 1883, russischer Dichter)
Martin Chemnitz (1522 - 1586, deutscher evangelischer Theologe)

Am 9. November 1974 stirbt der Terrorist und Mitgründer der Rote Armee Fraktion (RAF) Holger Meins in der rheinland-pfälzischen Haftanstalt Wittlich an den Folgen seines Hungerstreiks.

 

Buch –
Kennedy. Das Ende einer Legende von Seymour M. Hersh

Gewußt?
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Was sagte der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy über dieses Machwerk? "Die Mauer ist die abscheulichste und stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Systems." [Kennedy 1963 bei einem Besuch in Berlin]

44 Jahre mußte es dauern, nachdem Deutschland in Schutt und Asche lag, der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion ausgetragen wurde, sich zwei deutsche Staaten bildeten (Wirtschaftswunderland Bundesrepublik Deutschland und der Arbeiter- und Bauernstaat DDR), bis am 9. November 1989 die alten Ost-Machtstrukturen keine Gültigkeit mehr hatten und damit fast alle Wunden des Zweiten Weltkrieges verschmerzt waren.
Alle sozialistisch/kommunistisch regierten Länder zerfielen in eine ganze Reihe von neuen europäischen Staaten oder lösten sich auf wie die DDR am 3. Oktober 1990.

Bemerkenswert an der Wende in Deutschland war, daß die Demonstrationen und Kundgebungen fast gewaltfrei verliefen. Die Westberliner Bürger waren beispielhaft im Verhalten gegenüber den Brüdern und Schwestern im Osten. Ostdeutsche wie Westdeutsche glaubten jetzt einer neuen Wirtschaftswunderzeit entgegenzugehen. Doch die Unerfahrenheit und Ahnungslosigkeit der ehemaligen DDR-Bürger und die windigen Geschäftemacher aus dem Westen sorgten dafür, daß dieser Wunschtraum schon nach wenigen Wochen vorbei war.

Jeder Plunder, der im Westen nicht mehr zu verkaufen war, wurde den Ostdeutschen für teures Geld verkauft. Zu Ende waren die Zeiten, wo sich ein ganzer Betrieb, nur durch Fehlen eines Produktionsmaterials zurücklehnen und sagen konnte "Dann machen wir weiter, wenn das neue Material da ist". Das konnte in der DDR manchmal Monate dauern. Die finanzielle Unterstützung für Lebensmittel und Wohnräume war mit einem Schlag vorbei. Das war für viele Ostdeutsche schwer zu verkraften. Es hat einige Jahre gedauert bis sich die "neue Arbeitsweise" im Osten durchgesetzt hatte.


In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1923 startet Hitler einen Putschversuch. Der "Stoßtrupp Hitler" dringt in den Münchner Bürgerbräukeller (Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller im Jahre 1939) ein. Hitler schießt in die Decke und erklärt die Bayrische und die Reichsregierung für abgesetzt. Beteiligt waren auch Gustav Ritter von Kahr (Generalstaatskommisar), Generaloberst Hans von Seecht und General Erich Ludendorff. Nach Hitlers Auftritt jedoch ziehen sich die Herren aus der Sache zurück und ergreifen Gegenmaßnahmen. Um die Situation zu retten, organisieren Hitler und Ludendorff einen Demonstrationszug durch die Innenstadt. Der "Marsch zur Feldherrenhalle" wird von der Polizei, auf der Höhe der Feldherrenhalle, auseinandergetrieben. Ludendorff wird verhaftet, Hitler flieht. Zwei Tage später wird er gefaßt. Die "Nationale Revolution" endet mit 16 Toten.

Am Jahrestag zum "Marsch auf die Feldherrenhalle" 1923 hielt Hitler am 9. November 1938 eine Hetzrede und löste damit das Judenpogrom aus.

Die Ausschaltung der Juden aus dem öffentlichen Leben, sollte Ziel dieser Aktion sein. Anlaß dafür gab die Verzweiflungstat eines 17jährigen Juden (Herschel Grünspan), der in der deutschen Botschaft in Paris den Legationssekretär Ernst von Rath erschießt. Allerdings dachte er, er hätte den deutschen Botschafter vor sich. Grund der Tat war Rache für die Behandlung seiner Eltern durch die NS-Behörden.

Ab sofort hieß die Parole "Plündern frei". In ganz Deutschland zogen sich Schlägertrupps der SA zusammen um gegen jüdische Geschäftsleute, Geschäftshäuser und Synagogen vorzugehen. 91 jüdische Geschäftsleute wurden getötet, 29 jüdische Warenhäuser wurden abgebrannt, 171 Wohnhäuser und 101 jüdische Synagogen wurden zerstört. Unzählige jüdische Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt, 7.500 Geschäfte verwüstet. 35.000 Juden werden in Nazi-Konzentrationslager verschleppt.. Und das alles an einem einzigen Tag. Damit aber nicht genug. Vermögende Juden konnten sich, auf Anweisung Hermann Görings, gegen hohe Summen freikaufen. Die zerstörten Geschäfte waren zum Teil Objekte in deutschem Besitz. Alle Juden mußten daraufhin 1 Milliarde Reichsmark aufbringen um den Schaden zu bezahlen. Die zerstörten Schaufenster bestanden aus belgischem Kristallglas und mußten dort für viel Geld bestellt werden. So entstand der Name "Reichskristallnacht".


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