Der Metallmangel am Ende des Ersten
Weltkriegs zwang die Kommunen reichsweit zur Ersetzung der Scheidemünzen
durch papierne Notgeldscheine. Im schleswigschen Abstimmungsgebiet wurden die
kleinen Scheine von den Gemeinden auch zur nationalen Propaganda genutzt. Die
hier abgebildeten Flensburger 25-Pfennig-Scheine zeichnete der deutschgesinnte
Künstler Holtz. Sie zeigen (links) das "Tauziehen" um die Fördestadt,
wobei die schleswigschen Wappenlöwen die deutsche Seite mit ihren Tatzen
unterstützen, und in einer späteren Fassung (rechts) den deutschen
Abstimmungssieg. Ein zunächst noch unschlüssig auf dänischer
Seite mit einem Brotlaib im Arm verharrendes Mädchen wechselt nach dem 14.
März 1920 zur deutschen Seite.