Deutsche Selbstbesinnung
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Im Herbst 1918 mangelte es zunächst an einer deutschen
Organisation, die, auf das Vertrauen breiter Bevölkerungskreise
gestützt, überzogenen dänischen Ansprüchen in Schleswig
hätte entgegentreten können. So hatte der auf nationalen Ausgleich
sinnende "Friedensverein" unter Pastor Schmidt-Wodder seine
Tätigkeit während des Krieges eingestellt, un der "Deutsche
Verein" war durch seinen einseitigen Nationalismus diskreditiert. Am
31. Oktober gründeten daher deutsche Schleswiger unterschiedlicher Lager
in Flensburg einen "Deutschen Ausschuß für das Herzogtum
Schleswig", der den drohenden Verlust Nordschleswigs abwenden sollte.
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Dr. Adolf Köster |
Erst dem seit dem April 1919 als preußischer
Kommissar, seit Oktober 1919 auch als Reichskommissar in Schleswig-Holstein
tätigen, in Kappeln aufgewachsenen Dr. Adolf Köster (1883 -
1930) gelang es, die konkurrierenden deutschen Organisationen zu einer
einheitlichen, auf die kommende Abstimmung ausgerichteten Werbe- und
Aufklärungsarbeit zusammenzufassen. Nicht "Up ewig ungedelt", sondern
"Was dänisch ist, soll dänisch werden, was deutsch ist, soll
deutsch bleiben", war Parole und Prinzip des rastlos für die deutsche
Sache arbeitenden Sozialdemokraten. |