Mit der Propagierung der Tiedje-Linie als
angeblich einzig gerechter nationaler Ausgleichsgrenze gelang der deutschen
Seite nach dem 10. Februar 1920 erstmals die Vorgabe eines positiven und
eingängigen Ziels, das überdies die deutschen Stimmberechtigten der
zweiten Zone von der lähmenden Erkenntnis des faktischen Gesamtverlustes
Nordschleswigs freimachen sollte.