Mitteilungsblatt 2/1996

der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Juli 1996

Bericht von der Mitgliederversammlung

am Mittwoch, 24. April 1996, im Haus Sophiesminde.

Herr Dr. Willandsen eröffnet die beschlußfähige Mitgliederversammlung und begrüßt die Anwesenden.

Er dankt Herrn Dr. Schwensen für den Lichtbildervortrag über Dr. Hugo Eckener, einer Persönlichkeit, die es verdient, im Bewußtsein der Stadt durch öffentliche Veranstaltungen präsent gehalten zu werden, auch weil die Stadt bislang über keine Möglichkeit einer Dauerausstellung über die Brüder Alexander und Hugo Eckener verfüge.

Die Tagesordnung muß unter Punkt 5 ergänzt werden um „5a: Satzungsfragen". Das Finanzamt drängt hinsichtlich einer weiteren Anerkennung der Gemeinnützigkeit unseres Vereins auf einige Ergänzungen. Die entsprechenden Unterlagen liegen den Versammlungsteilnehmern in Kopie vor. Die Mitgliederversammlung stimmt der Tagesordnungsergänzung einstimmig zu.

Top 1: Tätigkeitsbericht

Der Tätigkeitsbericht wird von Herrn Dr. Willandsen vorgetragen. Dieser umfaßt einen Zeitraum von zwei Jahren, deshalb kann hier nicht auf alle Vorträge und Veranstaltungen eingegangen werden. Die Mitglieder werden durch die seit 1993 herausgegebenen Mitteilungsblätter regelmäßig informiert. Seit der letzten Mitgliederversammlung gab es einen Wechsel im Vorstand. Frau Berking, die sich sehr für die Jugendarbeit einsetzte, wird, da nach Hamburg verzogen, nicht mehr als Vorsitzende tätig sein, jedoch weiter dem Vorstand angehören. Der Geschäftsstelle, die von den Herren Lützow und Schmidt hervorragend und mit Hilfe eines Computers betreut wird, wurde im Landgericht „Asyl" gewährt, wofür der Verein ausdrücklich dankt.

Von den Veranstaltungen der vergangenen zwei Jahre, die jedem stadtgeschichtlich interessierten Flensburger durch die Breite und Vielfalt der Ideen gerecht wurden, besonders hervorzuheben sind die deutsch-dänische Ausstellung „Selbstbestimmungsrecht der Völker - Schleswig 1920", die abendliche Gemeinschaftsveranstaltung mit der Flensburger Kulturgesellschaft über „Die Abstimmung am 14. März 1920 in Flensburg" sowie die Landesausstellung „Ende und Anfang im Mai 1945". Lichtbildervorträge rundeten dieses Bild ab. Die etwa 1.450 Mitglieder beweisen das ausgeprägte stadtgeschichtliche Bewußtsein der Flensburger, das von der Stadt mit einer - wenn auch mehr symbolischen - Spende unterstützt wird. Es ist bedauerlich, daß vorerst aus finanziellen Gründen auf eine Stadtgeschichtliche Sammlung verzichtet werden muß. Stadtgeschichtliche Darstellung kannn nicht nur von Vereinen wie der Gesellschaft geleistet werden.

Top 2: Arbeitsplanung

Herr Dr. Schwensen gibt einen Vorausblick darüber, was in der nächsten 2-Jahres-Periode geplant ist, geleistet und finanziert werden kann:

a) Publikationen

In Vorbereitung sind derzeit folgende Arbeiten:

„Jüdisches Leben in Flensburg". Schwierige Recherchen-Arbeit, die allerdings zu mittlerweile zahlreichen Personenermittlungen und manch neuen Erkenntnissen geführt hat. Geplante Veröffentlichung: 1998.

"Flensburger Bürgerbuch" von Herrn Dr. G. Kraack. Wird wohl wegen der über 11.000 Personen-Einträge in drei Bänden erscheinen, Drucklegung eventuell noch 1997.

„Geschichte des Alten Gymnasiums" von Alfred Peters und Dr. Weimar in der Bearbeitung durch Herrn Berndt und Herrn Jürgen Peters. Nachdem die finanziellen Beteiligungen einer Drucklegung geklärt werden konnten, steht das Projekt nunmehr in der Endbearbeitung, wobei es hinsichtlich der Kosten erforderlich ist, eine gewisse Seitenzahl nicht zu überschreiten.

In Ergänzung unserer sozialgeschichtlichen Veröffentlichungen wird Herr Dr. Schartl in der kleinen Reihe über „Die Geschichte der Flensburger KPD" schreiben. Veröffentlichung hoffentlich noch vor Jahresende.

Ende August 1996 erscheint die Arbeit des Flensburgers Harald Hohnsbehn „Flensburger Schuljugend in der Zeit des Ersten Weltkriegs", eine lokalgeschichtliche Dissertation mit Hinweisen zur Flensburger Alltags- und Erziehungsgeschichte.

Im Rohmanuskript fertiggestellt ist die Quellenedition „Das Briefkopialbuch des Flensburger Kaufmanns Christian Dethleffsen von 1775 bis 1792", die Herr Dr. D. Kraack transkribiert und kommentiert hat.

Weiterhin hat sich die Gesellschaft entschlossen, fördernd an der neuen Reihe „Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte" mitzuwirken, die vom Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit der BU, dem IZRG und Fachkollegen erarbeitet wird. Auf diesem Wege werden auch die Mitglieder unserer Gesellschaft in den Genuß eines Vorzugspreises gelangen. Ein erster Band „Verführt, verfolgt, verschleppt. Aspekte nationalsozialistischer Herrschaft in Flensburg 1933 - 1945" wird hoffentlich noch im Spätherbst diesen Jahres vorliegen.

In Ergänzung der Schriften Nr. 16 und 20 ist zudem die Herausgabe eines Aufsatz-Bandes „Flensburg im 16. Jahrhundert" projektiert, in dem u.a. auch die im Jahre 1995 gehaltenen Vorträge zur Geschichte des Schrangen, des Nordertors oder zum Leben Dietrich Nackes, um nur einige zu nennen, aufgegriffen werden. Allerdings ist dieses Vorhaben derzeit noch nicht finanziell abgesichert.

Die Reihe unserer „Bilderbögen" vervollständigt sich zusehends. Eine neue Folge von Lieferungen ist durch Herrn Dr. Schütt in Druckvorbereitung. Der Zeitpunkt ist abzusehen, an dem die Subskribenten und gern auch neue Interessenten eine einzigartige, durchgehend farbbebilderte Stadtgeschichte Flensburgs komplett in Händen halten werden.

Als Jahresgabe 1997 wird die Arbeit von Herrn Messerschmidt über den „Christiansen-Park" erscheinen, in der neben vielen anderen interessanten Hinweisen auch die Geschichte des Sarkophags in der Garten-Grotte dargelegt wird.

Die Drucklegung korrespondiert, durchaus absichtsvoll, mit den Bemühungen der Stadt und des rührigen Verschönerungsvereins, den mittlerweile ja wieder für die Öffentlichkeit zugänglichen Christiansen-Park in Anlehnung an seine historische Gestalt zu rekonstruieren und als Teil eines ganzheitlichen Museumsberg-Konzeptes neu darzustellen.

Bei den „Jahresgaben" ist künftig zu beachten, daß gemäß Vorstandsbeschluß jedes Mitglied das ihm zustehende Freiexemplar binnen zwei Jahren nach Herausgabe auf der Geschäftsstelle abholen kann. Danach verfällt der Anspruch. Der Grund für diese Regelung liegt in den begrenzten Lagerungsmöglichkeiten unserer Gesellschaft, weshalb etwaige Restposten nach zwei Jahren auch über den freien Verkauf vertrieben werden müssen. Die Versammlung stimmt dem Ansinnen zu.

Nicht mehr in der geplanten Form zum Druck gelangen wird die Schrift „Kupfermühle", nachdem sich einige der beteiligten Autoren, nach mehrjährigem Warten auf die Fertigstellung der Manuskripte anderer Mitautoren, entschlossen haben, ihre Beiträge an anderer Stelle zum Druck zu befördern.

Wegen anderer Projekte ist die von Herrn Dr. Schwensen vorgenommene Schrift „Flensburg im Luftkrieg" zurückgestellt. Ein genauer Zeitpunkt der Veröffentlichung steht noch nicht fest.

b) Vorträge/Veranstaltungen

Größere Ausstellungen sind gegenwärtig nicht in Vorbereitung. Das 125-jährige Jubiläum der FSG im Jahr 1997 wird jedoch mittels einer Ausstellung durch das Schiffahrtsmuseum begleitet, an der sich die Gesellschaft, falls gewünscht, gerne beteiligen wird. Eine kleine Ausstellung zur „Schiffer- und Zieglerfamilie Jordt" wird ab dem 24. Juli 1996 in der LZB, Waitzstr. 5, gezeigt.

Hinsichtlich der Vorträge ist festzustellen, daß diese immer dann großen Zuspruch finden, wenn Dia-Vorträge auf dem Programm stehen. Deshalb wird versucht, auch in den folgenden Halbjahren diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen. Allerdings wird darauf hingewiesen, daß derzeit nur wenige Räume mit einer notwendigen Verdunkelungsmöglichkeit und einem hinreichenden Fassungsvermögen für eine zugleich niedrige Miete zur Verfügung stehen. Es ist vor diesem Hintergrund nicht auszuschließen, daß in Zukunft bei einzelnen Vorführungen eine Sammeldose herumgeht, in die jeder Besucher 1 - 2 DM hineinzugeben hätte.

Die Ankündigung der Termine über das Mitteilungsheft hat sich bewährt. Zusätzlich wird auf jede Veranstaltung in der lokalen Tagespresse hingewiesen, da Terminverschiebungen leider nicht immer auszuschließen sind. Interessierte haben die Möglichkeit, über die Geschäftsstelle (Tel. 0461-852850) oder das Stadtarchiv (0461-852535) etwaige Änderungen zu erfragen.

Herr Dr. Schwensen dankt bei dieser Gelegenheit allen Vortragenden, allen Helfern und insbesondere allen teilnehmenden Mitgliedern. Anregungen können jederzeit an ihn gerichtet werden.

Top 3: Kassenbericht

In Abwesenheit des Schatzmeisters, Herrn Grüner, trägt Herr Dr. Willandsen den Kassenbericht vor. Bei dieser Gelegenheit dankt er Herrn Grüner für die vielen Jahre ehrenamtlicher und verantwortungsvoller Arbeit im Vorstand.

Zu Beginn des Berichtszeitraumes 1.1.1994 betrug der Kassenbestand DM 123 680,92. Die Einnahmen setzten sich zusammen aus Mitgliedsbeiträgen, Umsätzen/Verkaufserlösen, Erträgen aus Rückstellungen/Zinsen, Spenden, Zuschüssen, Erstattung der Mehrwertsteuer und betrugen insgesamt DM 110.504,80, so daß sich eine Zwischensumme von DM 234.185,72 ergab. Dem standen Ausgaben für Büro- und Geschäftsstellenkosten, Honorare, Druck- und Bildkosten in Höhe von DM 44.583,37 gegenüber. Der Soll-Bestand per 31.12.1994 betrug DM 189.602,35 und stimmte mit dem Ist-Bestand überein.

Die Rückstellungen per 31.12.1994 betrugen insgesamt DM 170.000,-. Ein Ende Dezember 1994 eingegangener Betrag von DM 10.000,- durfte nur für die Vollendung der Klosterarbeit verwendet werden. Durch die Erhöhung der Mitgliederbeiträge ist der Beitragseingang um ca. DM 17.000.- gestiegen. Bei den Spenden war eine Steigerung um ca. DM 7.950,- auf DM 9.969,51 festzustellen. Der Zuschuß der Stadt betrug DM 2.700,-.

Der Kassenbestand per 1.1.1995 betrug DM 189.602,35. Die Einnahmen aus Beiträgen, Umsätzen/Verkaufserlösen, Erträgen aus Rückstellungen/Zinsen, Spenden und Zuschüssen der Stadt beliefen sich auf DM 125.125,71, so daß sich eine Zwischensumme von DM 314.728,06 ergab. Dieser standen Ausgaben für Büro-/Geschäftsstellenarbeit, Honorare, Bild- und Druckkosten in Höhe von DM 101.931,24 gegenüber. Der Soll-Bestand per 31.12.1995 betrug DM 212.796,82 und stimmte mit dem Ist-Bestand überein.

Während der Beitragseingang 1994 durch die Erhöhung der Mitgliederbeiträge gestiegen ist, ist er 1995 in etwa gleichgeblieben. Die Verkaufserlöse sind mit DM 58.361,15 um ca. DM 20.000,- höher als 1994. Die Gründe hierfür liegen in den zusätzlichen Aktivitäten hinsichtlich der Jugendarbeit und in der Herausgabe weiterer Bilderbögen. Die Spenden sind auf DM 19.943,- gestiegen. Die Stadt Flensburg hat einen Zuschuß von DM 2.700,- gewährt. Der Kassenbestand ist ausgeglichen und stimmig.

Top 4: Kassenprüfungsbericht

Der Kassenprüfungsbericht wird vom Kassenprüfer, Herrn Voß, gegeben. Die Kassenprüfung hat am 8.3.1996 ab 8.00 h im Gebäude des Landsgerichts Flensburg stattgefunden. Die Prüfung umfaßte den Zeitraum vom 1.1.1994 - 31.12.1994 und vom 1.1.1995 - 31.12.1995. Die Prüfungsunterlagen waren gut vorbereitet, Nachweise erteilten Herr Grüner und Herr Brodersen. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. Herr Voß empfiehlt daher der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes.

Top 5: Entlastung des Vorstandes

Es wird Antrag auf Entlastung des Vorstandes gestellt. Durch Abstimmung wird von der Mitgliederversammlung Entlastung des Vorstandes erteilt. Auf Anregung eines Mitgliedes werden auf der Geschäftsstelle Kopien des Kassenberichts zur Einsichtsnahme bereitgelegt.

Top 5 a: Ergänzung der Tagesordnung um „Satzungsfragen"

Dieser Ergänzung wurde am Anfang der Versammlung zugestimmt. Die notwendigen Unterlagen liegen den Teilnehmern vor. Die Versammlung stimmt folgenden Satzungsänderungen zu:

§ 1 statt „ist einzutragen" nun „ist eingetragen"

§ 2 Am Schluß Ergänzung: „Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts `steuerbegünstigte Zwecke´ der Abgabenordnung"

§ 5 Zwischen „keinen Gewinn" und „An die Mitglieder" nun Ergänzung: „Sie ist vielmehr selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins werden nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet".

§ 7 „Zwischen „Mitgliederversammlung" und „gewählt" nun Ergänzung: „für jeweils sechs Jahre". Dafür Fortfall des Satzes „Alle zwei Jahre scheiden drei Vorstandsmitglieder aus".

Statt 㤠26 StGB" nun 㤠26 BGB" .

§ 8 statt „durch besondere schriftliche Einladung" nun „durch besonderen schriftlichen Hinweis im Mitteilungsblatt".

Die derart neugefaßte Satzung wird demnächst gedruckt und nach der Sommerpause auf der Geschäftsstelle bereitgelegt.

Top 6: Wahlen

Der Vorstand verleiht Herrn Dr. Hans-Friedrich Schütt unter dem Applaus sämtlicher Anwesenden die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte. Diese Auszeichnung wird überaus selten ausgesprochen und wurde in der bald 70-jährigen Geschichte unserer Vereinigung bislang nur fünf Personen zuteil (Pastor Thomas Matthiesen, Dr. Fritz Fuglsang, Dr. Dr. Fritz Hähnsen, Dr. Otto Schütt und zuletzt, 1978, Hugo Hellwig). Herr Dr. Hans-Friedrich Schütt hat 32 Jahre im Vorstand als Schriftführer gearbeitet und sich aktiv für die Ziele der Gesellschaft eingesetzt. Herr Dr. Schütt nutzte die Gelegenheit, um sich bei den hauptamtlichen Mitarbeitern im Archiv und vor allem bei den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihre treue und uneigennützige Arbeit zu bedanken. Die Arbeit im Vorstand sei immer erfreulich gewesen und auch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Kalands habe auf gegenseitigem Vertrauen beruht.

Aus dem Vorstand scheiden folgende Herren turnusgemäß aus: Herr Tiessen, Herr Roßberg, Herr Dethleffsen und Herr Dr. Willandsen. Durch Handaufheben wird der Wiederwahl aller Herren zugestimmt.

Die bereits 1994 anstehende Wiederwahl von Herrn Dr. Schulte-Wülwer wird mit rückwirkender Kraft nachgeholt.

Als neues Vorstandsmitglied wird Frau Redakteurin Rosinski gewählt.

Unser Schatzmeister Herr Grüner, der verhindert ist, läßt der Versammlung Grüße übermitteln und mitteilen, daß er nach 15-jähriger Tätigkeit im Vorstand sein Amt niederlegt. Die Versammlung spricht Herrn Grüner ihren herzlichen Dank für die geleistete Arbeit aus, den Herr Dr. Schwensen bei nächster Gelegenheit persönlich abstatten wird.

Frau Berking, die nach Hamburg verzogen ist, legt ihr Vorsitzendenamt nieder, wird dem Vorstand aber weiterhin angehören. Unter dem einhelligen Beifall der Versammlung dankt Dr. Schwensen der scheidenden Vorsitzenden und überreicht einen, in den Farben Flensburgs gehaltenen Blumenstrauß.

Als letzter Punkt steht die Wahl des neuen Vorsitzenden an. Herr Dr.Willandsen, der dieses Amt stellvertretend Mitte letzten Jahres übernommen hatte, hat sich bereit erklärt, für diese anspruchsvolle Aufgabe in schwieriger Zeit zur Verfügung zu stehen. Die Mitgliederversammlung wählt Herrn Dr. Willandsen einstimmig zum neuen Vorsitzenden unserer Gesellschaft.

Top 7: Verschiedenes

Zu diesem letzten Tagesordnungspunkt erfolgen keine Meldungen.

Herr Dr. Willandsen dankt den Mitgliedern für ihr Kommen und schließt die Versammlung um 21.30 Uhr.

Aus der Geschäftsstellen-Arbeit

Unsere Geschäftsstelle (Landsgerichtsgebäude im Südergraben 22, Raum B 126, Tel. 0461/ 852850, geöffnet dienstags 9.00 - 12.30/13.30 -16.00 Uhr und freitags 9.00 - 12.00 Uhr) ist von Mitte Juli bis Mitte August geschlossen. Herr Lützow und Herr Schmidt halten sich letztmalig am Dienstag, den 16. Juli, bereit und stehen nach der Sommerpause ab Freitag, dem 16. August, wieder zur Verfügung.

Seit Januar 1996 liegt für jedes Mitglied ein Freiexemplar unserer Jahresgabe 1995/96 „Kloster und Hospital zum Heiligen Geist. Geschichte einer Flensburger Stiftung" zur Abholung bereit. Laut Vorstandsbeschluß werden die Jahresgaben nur noch zwei Jahre nach Erscheinen bereitgehalten. Restexemplare gehen anschließend in den freien Verkauf. Ein regelmäßiger Besuch auf der Geschäftsstelle lohnt sich also.

Bitte denken Sie im Falle eines Umzugs daran, der Geschäftsstelle umgehend Ihre neue Adresse mitzuteilen. Sie helfen uns damit, Sie regelmäßig zu informieren und unnötige Portokosten zu vermeiden.

Neu-Erscheinung „Flensburger Schuljugend in der Zeit des Ersten Weltkriegs"

Auf der Geschäftsstelle liegt ab dem 16. August 1996 in begrenzter Stückzahl Band 49 unserer „Schriftenreihe" zum Verkauf bereit. Die überaus lesenswerte, durch Zeitzeugenbefragungen angereicherte Dissertationsschrift des gebürtigen Flensburgers Harald Hohnsbehn kostet für Mitglieder DM 25, für Nicht-Mitglieder DM 40.

Neue „Bilderbögen"

Ab dem 23. August liegen auf der Geschäftsstelle neue „Bilderbögen" zur Abholung bereit:

Nr. 8: Alltag im Mittelalter

Nr.19: Schiffahrt und Handel im 18. Jahrhundert

Nr. 21: Recht und Verwaltung nach 1700

Nr. 25: Stadtfeld und Armenwesen

Nr. 28: Familie Christiansen

Stadtgeschichte goes Internet

Durch die tatkräftige Hilfe von Herrn Kurt Nane Jürgensen, Flensburg, können sich Interessierte nunmehr auch mittels des weltweit zugriffsfähigen Internets über die Publikationen unserer Gesellschaft informieren. Näheres unter der Internet-Adresse http://members.aol.com/nanej

Historisches Theaterspiel

Für den 16. November ist im Landgerichtsgebäude die Uraufführung des dokumentarischen Theaterstücks „Die Verhöre der Gesche Gottfried" von Peer Meter in der Bearbeitung und Inszenierung durch Wolfgang Schenck und Liesel Staats geplant. Das „beinahe historische Spiel" knüpft an die jüngste Inszenierung des Faßbinder Stückes „Bremer Freiheit" durch die Niederdeutsche Bühne Flensburg an, das von der bedrückenden Lebenswelt der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried handelte. Der ungewöhnliche Spielort und das auf eine stärkere Einbindung der Zuschauer ausgelegte Spiel lassen auf eine Kulturaktion eigener Art hoffen.

Veranstaltungsprogramm
2. Jahreshälfte 1996

Mi., 24. 07. 1996 Die Schiffer- und Zieglerfamilie Jordt und die Neustadt
Durch die kleine, aber feine Ausstellung führt Dr. G. Kraack.
Beginn: 18.00 Uhr Ort: Landeszentralbücherei, Waitzstr. 5

Mi., 31. 07. 1996 Über die westlichen Höhen. Der Stadteil Duburg mit seinen alten Straßen, die Kasernen, die Diakonissenanstalt und die Marienhölzung.
Ein Dia-Abend, zusammengestellt von Herrn Friedrich Schlütter
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Alter Kreistagssaal, Waitzstraße 3, rückwärtiger Eingang

Fr., 23.08. 1996 Zwischen Nordertor und Bergmühle. Die Neustadt einst und jetzt.
Ein historischer Spaziergang mit Willy Bartelsen, anschließend Möglichkeit zum Klönschnack in der Bergmühle.
Beginn: 15.00 Uhr Ort: Nordertor (Innenstadt-Seite)

Sa., 14.09. 1996 Flensburg 1933-45. Auf den Spuren von Widerstand und Verfolgung.
Ein zeitgeschichtlicher Rundgang (2 Std.) mit Herrn L. Hecker.
Anschließend Möglichkeit zur Weiterfahrt per Bus zu den Grabanlagen auf dem Friedhof Friedenshügel (1 Std.)
Beginn: 15.00 Uhr Ort: Nordertor (Innenstadtseite)

Fr., 01.11.1996 Das Wirken des Flensburger Stadtbaurats Paul Ziegler in den Jahren 1905 - 1939
Symposion in Zusammenarbeit mit der Vereinigung „Flensburger Baukultur e.V.".
Beginn: 9.00 Uhr (ganztägig) Ort: Blauer Saal, Deutsches Haus
Für den Folgetag (2.11.) sind Führungen geplant. Näheres entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Mo., 25.11.1996 Zwischen Deutsch und Dänisch. Gibt es heute noch „Blakkede"? Von der Schwierigkeit, sich zu entscheiden
Frau Dr. Hambach Uldall, Flensburg, und Herr Pastor Weitling, Sonderburg, im Gespräch über deutsch-dänische Erfahrungen.
(In Verbindung mit der Deutschen Kulturgesellschaft Flensburg)
Beginn: 19.30 Uhr Ort: Sophiesminde, Apenrader Straße

Sämtliche Veranstaltungen werden von unserem Schriftführer Dr. Broder Schwensen begleitet, der bei dieser Gelegenheit gern für Hinweise und Anregungen der Mitglieder zur Verfügung steht. Da Terminverschiebungen leider nicht immer auszuschließen sind, bitten wir um Beachtung der Veranstaltungsankündigungen in der Lokalpresse. Auswärtige erfragen etwaige Programmänderungen bitte bei der Geschäftsstelle (Tel. 0461- 852850) oder im Stadtarchiv (Tel. 0461-852535).