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Flensburg online: Deutsche von Autolärm genervt

Viele Deutsche, so ergab eine Umfrage der Zeitschrift VITAL, fühlen sich häufig durch Lärm gestresst.
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Viele Bundesbürger sind vom Autolärm genervt
Straßenlärm geht den Deutschen ganz gewaltig auf die
Nerven. 52% derjenigen, die sich im Alltag von Lärm belästigt fühlen, werden von Autolärm gestört. Das ergab im April 2004 eine repräsentative
Umfrage der Zeitschrift VITAL, durchgeführt in Kooperation mit der DAK, für
die das Forsa Institut 1.002 Bundesbürger unter 30 bis 60 Jahre und älter befragte. Und 51% derjenigen, die Lärm ausgesetzt sind, fühlen sich häufig gestresst oder sehen ihre Gesundheit beeinträchtigt.
So hat jeder fünfte Deutsche (22%) aufgrund von Lärm schon einmal unter Kopfschmerzen gelitten, bei 19% hat Lärm zu Schlaflosigkeit geführt und 18% reagierten nervös. Kein Wunder, dass sich jeder vierte Bundesbürger (25%) schon mal bei den Lärmverursachern beschwert hat, wie die Umfrage ergab.
"Was in unserer Zeit immer schlimmer geworden ist, und was mich stört, ist der Lärm, das Laute. In bin ein Anhänger der Stille. Ich finde, Stille ist etwas Wunderbares."
Heinz Rühmann (1902 - 1994), deutscher
Schauspieler

Dauerlärm kann zu Kreislaufbeschwerden, Schlafstörungen und sogar zum Herzinfarkt führen
Der Gesundheitspsychologe Professor Jürgen Hellbrück von der Universität Eichstätt bestätigt, dass die Umwelt immer lauter wird. "Und die Belastung wird wegen des immer stärker werdenden Verkehrs in Zukunft noch zunehmen", betont Hellbrück. Auch die Freizeitwelt werde durch elektronische Geräte, Konzerte, Diskotheken, häufigere Flugreisen und Großveranstaltungen immer lauter.
"Es gibt vielerlei Lärme. Aber es gibt nur eine Stille."
Kurt Tucholsky (1890 - 1935), Journalist und Schriftsteller
Der Experte warnt zugleich vor den Gesundheitsrisiken durch Lärm. "Es besteht der Verdacht, dass Dauerlärm sogar zum Herzinfarkt führen kann", sagt Hellbrück. Hinzu kämen Kreislaufbeschwerden, Nervosität und Schlafstörungen. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts beweist beispielsweise, dass Lärm den Blutdruck erhöht. Denn ebenso wie Angst, Ärger, Überarbeitung und andere Reize verändert Lärm den Stoffwechsel und regt die Produktion von Stresshormonen an.
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Als Schutz für die Ohren sollte man die besonders schädlichen Knallgeräusche wie Silvesterböller unbedingt vermeiden. Nach einer Stunde starker Beschallung eine 20-minütige Pause einlegen, das verhindert Dauerschäden. Ohrstöpsel machen sowohl an lauten Arbeitsplätzen als beispielsweise auch beim Rasenmähen und als Einschlafhilfe Sinn. Und schließlich sollte man auch auf den "Walkman" verzichten, denn diese Geräte erreichen bis zu 130 Dezibel.
Internet: Lärm der Krähen kann krank machen
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"Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest."
Robert Koch (1843 - 1910), Nobelpreisträger Medizin im Jahre 1905
Da in Nordrhein-Westfalen die über 65-Jährige fast doppelt so häufig einen Herzinfarkt wie Senioren in anderen Bundesländern erleiden, vermuten Forscher eine der Ursachen in dem Umstand, daß in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich viele Senioren in sehr dicht besiedelten Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen leben. Und: Starker Straßenlärm erhöht nach Überzeugung des Bundesumweltamtes das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen sehr stark.
Früher war alles besser
Senioren in Schleswig-Holstein