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14-Mai
2003
Millionen durch Gifte
am Arbeitsplatz gefährdet
EU-Agentur
leitet gesamteuropäische Kampagne zur Risikoprävention
ein
Bilbao
(pte) -
32 Mio. Menschen und damit ein
Fünftel
der Beschäftigten in der EU sind krebserzeugenden
Agenzien ausgesetzt.
22 Prozent der Arbeitnehmer atmen zumindest während eines
Viertels ihrer Arbeitszeit Rauche und Dämpfe
ein und zwei Drittel der 30.000 gängigsten Chemikalien in
der EU wurden keinen vollständigen und systematischen toxikologischen
Tests unterzogen, zitiert die Europäische Agentur für
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA)
Forschungsergebnisse.
Die Agentur hat nun im EU-Parlament die
erste gesamteuropäische Kampagne zur Minimierung der von
Chemikalien, biologischen Stoffen und sonstigen bei der Arbeit
verwendeten gefährlichen Substanzen ausgehenden Risiken
eingeleitet.
Nur 12% der
Unternehmen sind sich ihrer gesetzlichen Pflichten bewusst Die Hochrisikobranchen
reichen vom Baugewerbe, der Landwirtschaft über
die Druck- und Reinigungsindustrie bis zur Automechanik und das
Gesundheitswesen. Die bestehenden Risiken erhöhen sich,
wenn Vorschriften nicht eingehalten werden und über die
Gefahren nicht ausreichend informiert wird. Bei einer der Studien
wurde etwa festgestellt, dass sich nur zwölf Prozent der
Unternehmen ihrer gesetzlichen Pflichten bewusst waren.
Gefahrenstoffe
haben einen wesentlichen Anteil an den 350 Mio. wegen arbeitsbedingten
Gesundheitsproblemen verlorenen Arbeitstagen sowie an den sieben
Mio. beruflich
bedingten Erkrankungen in
der EU einen wesentlichen Anteil, erklärt die zuständige
EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales, Anna
Diamantopoulou.
Die Kampagne der Agentur stellt laut Diamantopoulou
einen wichtigen Schritt zur Lösung dieser ernsten, aber
oft noch verborgenen Probleme dar. Zur Förderung der Aktion
wird die Agentur im Rahmen ihrer Kampagne, die im Mittelpunkt
ihrer im Oktober stattfindenden Europäischen Woche für
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit stehen wird, mittels
diverser Medien
eine Reihen von Infomaterialien über Risiken
und Lösungen bereitstellen. Dazu zählen u.a. Informationspakete
in allen Amtssprachen der EU, Plakate, Broschüren und eine mehrsprachige
Website unter http://osha.eu.int/ew2003 .
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