Bewegung
ist gut für das Herz
Deutsche
Studie: Eine Stunde Sport
pro Woche reduziert Erkrankungsrisiko schon um 15 Prozent
Ulm
(pte) - Bereits
ein bis zwei Stunden Sport pro Woche sollen ausreichen, um
das Risiko einer Herzerkrankung
zu senken. Zwei Stunden wöchentlich reduzieren das Risiko
im Vergleich zu einem trägen Lebensstil bereits um mehr
als die Hälfte.
Eine zwischenzeitlich körperlich
belastende Arbeit hingegen senkt das Risiko nicht.
Zu diesem
Ergebnis kommen deutsche Forscher unter der Leitung von WOLFGANG
KÖNIG von der Abteilung Innere Medizin
II - Kardiologie an der Universität Ulm.
Untersucht wurden 312 Patienten mit einer Herzerkrankung
im Alter zwischen
40 und 68 Jahren sowie 479 Kontrollpersonen.
Risiko einer
Herzerkrankung
um 15 Prozent reduzieren
Wer sich
weniger als eine Stunde pro Woche in der Freizeit sportlich
betätigt, reduziert das Risiko einer Herzerkrankung im Vergleich
zu "Coach-Potatoes" bereits um 15 Prozent.
Eine bis
zwei Stunden wöchentlich führen zu einem noch besseren
Ergebnis. Das Erkrankungsrisiko reduziert sich um 40 Prozent.
Mehr
als zwei Stunden führen zu einer Risikominimierung
um 61 Prozent, berichten die Mediziner im Fachblatt Archives
of Internal Medicine (Arch Intern
Med. 2003;163:1200-1205).
Die Wirkung
der körperlichen Aktivität wurde mit verschiedenen
Markern im Blut ermittelt. Steigen bestimmte Proteine, die in
Entzündungsprozessen
des Immunsystems eine Rolle spielen, an, können sich in
den Blutgefäßen gefährliche
Ablagerungen bilden. In der Folge verengen und verhärten
sich Arterien und das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung
steigt.
Die
Studie belegt erneut, dass selbst eine mäßige
körperliche Betätigung das Risiko einer Herzerkrankung
senkt. Eine arbeitsbezogene Belastung hat hingegen keinen Effekt,
kommentieren die Autoren.
Die Ergebnisse unterstützen daher
die Empfehlung für die Bevölkerung, sich in der Freizeit
als Prävention vor einer Herzerkrankung zu bewegen, vehement.
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