Alles was recht ist Vorgeschichte

Stresemannstraße, irgendwo in Deutschland. Herr Teckel hat sich, ohne die Hausverwaltung zu informieren, einen Dackel zugelegt. Sehr zum Ärger der Nachbarn. Der junge Dackel heult Nacht für Nacht unerbittlich die Nachbarn aus dem Schlaf. Herr Teckel wurde von den Nachbarn aufgefordert das zu unterbinden. Er bat seine Nachbarn noch um ein wenig Geduld. Die hatten jedoch schon die Hausverwaltung informiert. Herr Teckel wurde aufgefordert das Tier aus der Wohnung zu entfernen. Andernfalls müsse er mit einer Kündigung des Mietverhältnisses rechnen.

Das sagt der Rechstexperte dazu
Michael Stephan
Rechtsanwalt
   
Haustiere

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  Wenn im Mietvertrag keine besonderen Vereinbarungen getroffen worden sind, ist der Mieter berechtigt, in seinen Räumen die üblichen Haustiere zu halten, wie zum Beispiel Hund oder Katze. Die Haltung eines Hundes oder einer Katze gehört heute zu der allgemeinen Lebensführung und zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung, so lange dadurch keine Belästigungen eintreten. Bei Gefährdung oder Belästigungen durch das Tier kann der Vermieter jedoch die Entfernung des Tieres verlangen. Bei Weigerung durch den Mieter kann der Vermieter in schwerwiegenden Fällen kündigen. Haben die Parteien eine besondere Vereinbarung im Mietvertrag getroffen, so richtet sich die Befugnis des Mieters zur Tierhaltung nach dieser Regelung. Die Tierhaltung kann vertraglich auch gänzlich ausgeschlossen werden oder von der vorherigen Erlaubnis des Vermieters abhängig gemacht werden.