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Urlaub im Kloster

A N Z E I G E –

Reise

Oktober 2001

Immer Menschen nehmen eine Auszeit von ihrem Normalleben. Sie sehnen sich nach Stille & Schweigen.

Vollpension beim Lieben Gott. Urlaub im Kloster


 


 


 

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Urlaub beim Lieben Gott

   DIE Unterkunft ist vielleicht sechs Meter im Quadrat, ausgestattet als Wohnraum, Schlafzimmer und Küche, dazu ein Bad von der Größe eines Einbauschrankes. Von seiner Eigentumswohung unterscheidet sie sich so, wie eine Suppenküche vom Hotel "Hilton".

In den ersten Stunden habe er ständig den Whirlpool vermisst, sagt der Mann in dem makellosen "Armani"-Anzug, an dessen Handgelenk eine "Rolex" baumelt. Aber dann habe er schnell erkannt, dass in dieser Umgebung andere Quellen sprudelten, und jetzt erlebe er geistige Wellness. Normalerweise sitzt der 55-Jährige hinter einem Schreibtisch in einem Bankhaus.
Für fünf Tage hat er die Aussicht auf den Hamburger Hafen mit dem Blick auf die dreigeschossige Treppenanlage im Stift Göttweig in Österreich vertauscht.

   IMMER mehr Menschen nehmen eine Auszeit von ihrem Normalleben. Über 1000 sind es allein in dem Benediktiner-Stift in der Alpenrepublik. "Zu uns kommen Menschen aus allen Schichten, darunter sind immer wieder Leute, die wenig Beziehung zur Kirche haben", berichtet Pater Clemens Reischl (61). Der Leiter des Exerzitienhauses hat bei allen Besuchern eine Gemeinsamkeit festgestellt: "Sie sehnen sich nach Stille und Schweigen."

Auch in der Schweiz und in Deutschland geht 2001 der Trend zur "Vollpension beim lieben Gott".

Die Vereinigung der Deutschen Ordensoberinnen in Neuwied kennt die Gründe: "Sich entspannen, zur Ruhe kommen, neue Kräfte sammeln, die innere Mitte finden, Gott erfahren – das sind zunehmend Bedürfnisse von Menschen in einer laut gewordenen und hektischen Welt." Bei der Vereinigung Deutscher Ordensoberer in Bamberg heißt es: "Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Atheist oder engagierter Christ ist."

   IN den meisten Klöstern können Besucher an den Gebetszeiten und gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, dazwischen ist genügend Zeit für Gespräche und Meditationen.

Wichtige Voraussetzung: Der Gast muss mit sich selbst gut zurechtkommen und das Alleinsein verkraften können. "Am Anfang sollte man aber sich für Besinnungstage oder Kurse entscheiden, die von einem Experten für Fragen des geistlichen Lebens begleitet werden", steht in einer Empfehlung des Bistums Mainz. So bekomme man eine Anleitung, wie man innerlich ruhig werden und mit den Fragen, die dann oft aufbrechen, umgehen kann. "Es ist nämlich gar nicht so leicht, mit sich selbst allein zu sein."

   MUSS auch nicht immer sein. Wer zum Beispiel im Augustiner-Stift Reichersberg (Österreich) ein paar Tage Urlaub macht, kann sich im gemeinschaftlichen Trachten-Nähen, Möbel-Restaurieren und in der Hinterglasmalerei versuchen. Die Propstei St. Gerold im Großen Walsertal hat sich zu einer internationalen Begegnungsstätte mit T´ai Chi-, Zen- und Fastenprogrammen gemausert.

Die Kosten (Übernachtung mit Vollpension) belaufen sich überall in den Klöstern auf 70 bis 120 Mark pro Tag, manche Häuser haben aber keinen festen Satz, sie stellen den Betrag frei.

   BEIM Urlaub bei Nonnen und Mönchen muss nicht immer die Neuzeit und der Luxus zu kurz kommen: Im Kloster Dornach (Schweiz) gibt es längst Computer- und Faxanschlüsse, auch ein CD-Player steht im Musikzimmer bereit. Und im Klosterhotel "Ludwig der Bayer" (nach seinem Gründer Kaiser Ludwig benannt) kann man geradezu kaiserliche Ferientage genießen: Zum Klostergelände gehören ein Hallenbad und vier Tennisplätze.

   DAVON kann man in dem österreichischen Stift Göttweig allerdings nur träumen. "Dort haben noch nicht einmal alle Gästezimmer ein eigenes WC", sagt der Bankmanager aus Norddeutschland. Dabei lächelt er aber, als hätte er seit 30 Jahren nicht mehr gelächelt.
                                                   Alf Rolla

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