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Flensburg online: Immer weniger Deutsche trinken Bier / Mai 2005

 

 

 

 

Deutschland ist der drittgrößte Biermarkt auf diesem Planeten.

"In Deutschland ist Bier mehr als ein Getränk, es ist ein Teil unserer Volkskultur."
Jochen Borchert
deutscher Politiker (CDU)

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Online-Film: Flensburg trinkt
2 Flensburgerinnen süffeln Flensburger Pils vor der malerischen Hafenkulisse mit dem Salondampfer Alexandra.

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Der tägliche Küchentipp

 

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KPMG-Umfrage
Deutsche trinken immer weniger Bier

Kein Wunder, dass die Brauereien mit Sorge in die Zukunft blicken. Denn ihr Gerstensaft findet immer weniger begeisterte Trinker. Besonders beim Pils zeigen die Deutschen vermehrt Abstinenztendenzen. Und das ausgerechnet in Deutschland, dem Land, das doch weltweit mit Bier in assoziative Verbindung gebracht wird.

95% der deutschen Bierbrauen rechnen mit einem rückläufigen Absatz. Chancen für Wachstum werden nur noch beim Export ins Ausland gesehen. Bange Frage: Ja wie viel Bier sollen denn die armen Chinesen reinschütten?

Umfrage bei 260 Brauereien in Deutschland

   Die Mehrheit der Bierbrauer rechnet für die nächsten Jahre mit einem weiteren Zusammenschluss von Brauereien in Deutschland und mit einem verstärkten Einstieg internationaler Konzerne. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter 260 Brauereien in Deutschland (Rücklaufquote: 21,5 Prozent).

Fünf Prozent weniger Absatz bis 2009

   In den letzten zehn Jahren ist der Bierausstoß in Deutschland um 11% gesunken. Im selben Zeitraum ist der Weinkonsum um 17% gestiegen. Bis 2009 erwarten die Brauereiunternehmen ein weiteres Absatzminus von rund fünf Prozent. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem sinkenden Anteil der jungen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung (demografischer Faktor) und mit veränderten Trinkgewohnheiten (Vielfältigkeit statt Markentreue, Einzug neuer Mixgetränke). Besonders heftig trifft es das Pils, für das der größte Absatzrückgang befürchtet wird. Zuwächse werden lediglich bei Biermixgetränken erwartet (z.B. Bier-Cola, Radler). Auch Weizenbier und Saisonbiere werden vergleichsweise gut nachgefragt.

Absatz über Discounter nimmt zu
PET-Flasche auf dem Vormarsch

   Die Mehrzahl der befragten Brauereien geht davon aus, dass der Absatz über die Discounter zunimmt. Dagegen wird die Gastronomie weiter Marktanteile verlieren. Der Absatz an andere Brauereien und damit die Vertriebskooperation mit Brauereien hat ebenfalls rückläufige Tendenz. Die PET-Flasche ist weiter auf dem Vormarsch, die Einwegflasche büßt demgegenüber ein.

Konsolidierungsdruck wächst

   "Die große Mehrheit der Brauereien in Deutschland erwartet, dass der Konsolidierungsdruck wächst und dass internationale Konzerne verstärkt in den deutschen Brauereimarkt einsteigen", so Reiner Klinz, Senior Manager bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG. Nachdem sich zum Ende der 1990er Jahre nur einzelne Brauereien zusammengeschlossen haben, begann sich der Konzentrationsprozess mit dem Einstieg von Holsten bei König, von Inbev (früher Interbrew) bei Beck's und von Heineken bei Paulaner/Kulmbacher zu beschleunigen. Die Fusionswelle erreichte 2004 mit dem Einstieg des dritten ausländischen Braukonzerns - Carlsberg - bei Holsten, der Übernahme von König und Licher durch Bitburger und den Kauf von Brau&Brunnen durch Radeberger einen Höhepunkt. Die acht größten Braukonzerne in Deutschland vereinigen inzwischen einen Marktanteil von rund zwei Dritteln auf sich. Inbev, Heineken und Carlsberg haben mit Unternehmenskäufen in Deutschland - dem drittgrößten Biermarkt der Welt - signifikante Absatzmengen von ca. 30 Mio. hl erwerben können.

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Trotz der eingetretenen Konsolidierung ist die Anzahl der betrieblichen Braustätten nahezu unverändert geblieben. Deutlich zugenommen haben die Kleinstbrauereien (auch Gasthausbrauereien) mit einem Ausstoß unter 10.000 hl und die großen Braustätten mit einem Ausstoß über 1 Mio. hl. Brauereien mit einem Ausstoß zwischen 10.000 hl und 1 Mio. hl befinden sich dagegen auf dem Rückzug. Der Konsolidierungsdruck zu Lasten der mittelständischen Brauereien wird in Zukunft noch stärker werden.


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