Das gewisse Extra

Hey!, rief ich, Wo bist du denn?
Aber bei den Frauen, die antworteten,
warst du nie dabei.

Flensburg online: Poems
Ich weiss nicht, in wie viele Träume sie mich geschossen haben, aber ich bin jedesmal wieder aufgewacht und wusste, dass es mehr geben musste als das, was sie mir als mein Leben andrehen wollten.

Und so lauf ich weiter durch die Jahrhunderte. Nehm mir vor, nicht links und nicht rechts zu gucken, weil ich doch nur einen Blick für deine Augen haben will.

Ich hab nach dir gesucht.
Auf viel zu vielen Partys.
In viel zu vielen dunklen Ecken unserer Sehnsüchte und Lüste.
In viel zu vielen kalten Betten, die so viel versprochen hatten.

Es gab Zeiten, als ich dachte, du sitzt da oben irgenwo auf'm Saturn oder Jupiter rum und reichst mir deine Hand. Doch als ich mich hochgeschossen hatte und kein Rauschgiftfahnder mich jemals wieder runterholen konnte, da endete ich doch immer nur mit Monats-Busfahrkarte in den kalten Weiten dunkler Universen.

Hey!, rief ich, Wo bist du denn?
Aber bei den Frauen, die antworteten,
warst du nie dabei.

Und du warst auch nie auf den Südee-Inseln der Rum-Piraten, die mich auf ihren prall gefüllten Segelschiffen mitnahmen und mir letztlich doch nur einreden wollten, es ginge auch ohne dich.









Und ich weiss nicht, wie oft ich mich irgendwo auf dem Weg fett und zufrieden hinsetzte und dachte, so könnte es gehen.
Aber dann bin ich immer wieder aufgestanden und losmarschiert.
Stockend, ängstlich, einsam, so fürchterlich einsam.
Hey!, sag' ich dir jetzt, so langsam geht's nicht mehr.
So langsam hab' ich keine Kraft mehr.
Wie lange soll ich noch warten und hoffen?

Ok, für diese eine Nacht hab ich noch Kraft.
Will auf dich warten.
Steh bis zum frühen Morgen die einsamen Stunden am Fenster ab.

Und ich lass mir nicht einreden,
ich würde zu viel erwarten.
Denn ich will doch nicht viel,
ich will doch
nur dich.

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