Literatur  

Eifersucht

Jetzt bist du also da

Alle Zauber sind bei dir

Ein Spiegelei auf dem Toastbrot von Napoleon

Mit Engel Raabe am Rhein

Wofür ich dich liebe

Nur deine Augen

Kriege & Schlachten

Eifersucht

Streit 

 

 

Literatur

Welches Leben lebtest du, von dem ich nichts wußte?

Literatur

An deinem Lächeln würde ich mich in 100.000 Jahren nicht satt sehen können.

Literatur

Jetzt paß auf, du armer Blödmann!, sagtest du.


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Wenn wir nach Amsterdam fuhren, wußtest du, auf welchem Flußboot wir übernachten konnten. Wenn wir nach Christiana fuhren, wußtest du, in welchem Haus in Kopenhagen wir ein Bett bekommen würden. Wenn wir in den tiefsten Norden Schottlands fuhren, war dir immer klar, in welchem Kaff wir übernachten würden.
Und ich hab mich dann immer gefragt, woher du das alles weißt.
Welches Leben du lebtest, von dem ich nichts wußte.

Ein herrlicher Sonnentag
in Wales am Strand

Wir waren von London durch Wales an die Küste getrampt. Und du sagtest unterwegs im Auto, daß wir ein billiges Zimmer unter dem Dach im Hotel nehmen würden. Und dann lagen wir im Bett in dem billigen Hotelzimmer unter dem Dach. Und vor dem Einschlafen bekam ich mal wieder den Gedanken nicht aus meinem Kopf, woher du das alles wußtest.
Als wir am sonnendurchfluteten Morgen an den Strand gingen, platzte es aus mir raus. Und ich machte dir eine Szene. Und warf mit beiden Händen meine Eifersucht auf dich.

Ach Nane, sagtest du. Glaubst du echt, daß es außer uns irgendwas oder irgendwen geben würde, der auch nur ansatzweise an uns heranreicht? Glaubst du das im Ernst?

Natürlich glaubte ich das nicht. Hatte ich doch noch unsere tiefen Streichler auf der Haut und den süßen Geschmack unserer wilden Küsse auf den Lippen. Und dein Lächeln aus deinen Augen, an dem ich mich in 100.000 Jahren nicht würde satt sehen können.

Und du standst in all dem luftigen Sonnenschein am Strand vor mir, breitetest deine Arme aus, schautest mich an und deine Augen fragten, warum ich so einen Quatsch sagte.
Also hör mit dem Mist auf, sagest du dann.
Und damit war die Sache für dich erledigt. Und ich glaubte dir in diesen Momenten auch immer und kam mir selber bescheuert vor.

Du auf dem Tisch rufend

Ich meine, es war nachdem wir im Mainzer Unterhaus ein Kabarett angeschaut hatten. Wir waren anschließend in der Innenstadt in eine Kneipe gegangen. Und es zerriß mich. Du wußtest in allen Städten, wo wir hin mußten. Du wußtest immer, wer wo was machte. Was läuft da ab? Woher wußtest du das? Ich bekam es in meinem Kopf einfach nicht geordnet.

Ich liebe, liebe, liebe ihn!

Jetzt paß auf, du armer Blödmann!, sagtest du genervt, als ich einfach nicht mit meiner Angst aufhören konnte, und sprangst in der Kneipe auf den Tisch.
Ich liebe diesen Mann. Ich liebe ihn mehr als mich selber. In 2.000 Jahren war es vorher mit keinem anderen so schön wie mit ihm. Und auch für die nächsten 5.000 Jahre wird es mit keinem anderen so schön wie mit ihm sein. Ich liebe ihn. Ich liebe, liebe, liebe ihn! Nichts wird uns trennen. Nichts reicht auch nur ansatzweise an uns ran. Ich liebe ihn!

Einige Leute klatschten. Und alle guckten mich komisch bis neidisch an. Als du wieder neben mir standst, fragtest du: Zufrieden? Soll ich es so jeden Abend in die Welt rausrufen? Wenn du willst, mach ich das.
Und mir explodierte vor Peinlichkeit der Kopf. Und ich sagte den ganzen Abend nichts mehr.

Als wir später runter zur Promenade gingen, nahmst du meine Hand und sagtest: "Manchmal glaub ich, du weißt wirklich nicht, daß du mir alles bedeutest."

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