Kein Zuhause

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Und so hab ich keinen Platz, wo ich wirklich hingehör. Nur Dein Herz.


Flensburg online: Poems


 

Ich hab an der großen See gewohnt.
Wo die wilden Winde von Westen kommen
und so viel zu erzählen haben.
Aber sie sind ja nichts im Vergleich zu deiner Hand, wenn du mir durchs Haar fuhrst.

Die warme Sonne am Mittelmeer
ist nichts im Vergleich zu deiner durchglühten Wange an meiner, wenn wir uns geliebt hatten.
Es war so schön warm an den Sonnen-Stränden von Nizza und Cannes, aber mein Herz ging nur auf, wenn du mich anschautest.

Ich bin durch die tiefen Wälder gelaufen.
Wo all die wesenhaften Helfer sich im Gestrüpp verstecken und einem von vergangenen Zeiten zu erzählen wissen.
Aber das ist ja nichts im Vergleich zu
deinem sanften Flüstern morgens zwischen vier und fünf, wenn du mir sagtest, dass unsere Liebe für ewig sei.

Dein sanftes Flüstern morgens zwischen vier und fünf

Und so hab ich kein Heim,
keinen Platz, wo ich hin gehör.
Nur dein Herz.

Und so hab ich kein Zuhause,
kein Haus, wo ich wirklich hin gehör.
Nur dein Herz.

Ich bin die hohen Berge lang gelaufen.
Wo der Mensch dem Licht so nah ist.
Aber das ist ja nichts im Vergleich zu den Höhen, in die du meine Freude schicktest –
nur mit einem Lächeln deiner Augen.

Und so hab ich kein Ziel

Und so hab ich kein Ziel,
nichts, was ich wirklich erreichen will.
Nur dein Herz.

Und auch kein Heim,
keinen Platz, wo ich wirklich hin gehör.
Nur dein Herz.

Du mußt dich schützen,
sagen mir die Ängstlichen
und wollen mir einreden, die eine oder andere Lüge wäre ok, um sich nicht ganz zu geben.

Du mußt aufpassen,
sagen mir die Ausgetrockneten
und wollen mir weismachen, man müsse nicht alles geben, um nicht alles zu verlieren.

Und wir schauten unserem Leben bis zum Ende unserer Liebe zu

Aber ich hab nichts, was ich behalten will.
Nichts, was mir wirklich was bedeutet.
Nur dein Herz.
"Ich werde dir weh tun", sagtest du.
Und ich sagte: "Ich weiß."
Und log hinterher: "Aber das macht nichts",
weil ich gerne keinen Schmerz gefühlt hätte.
"Das ist gut. Denn es geht dabei nicht um dich, sondern nur um mich. Es tut mir leid."

Und wir schauten unserem Leben ein bißchen zu, während uns die Zeit zum Ende unserer Liebe führte.

Und der Schmerz kam. Und der Schmerz ging.
So wie immer.
Und ich dachte, ich müßte sterben.
Aber ich starb natürlich nicht,
sondern warf nur deine Briefe und Fotos weg.

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