Ich sollte weinen

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Ich schluckte alles, was ich finden konnte. Aber kein Rausch nahm mich mit. Wie auch. Warst doch über all die Jahre immer nur du mein Rausch gewesen.


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Und dann standen wir an der S-Bahn in Hamburg-Harburg, schauten uns traurig an und wußten, daß auch wir uns nicht geben konnten, was wir so dolle suchten.


 

Und dann stand ich da. Alleine und ohne dich.
Wenn ich mich nachts im Bett umdrehte, war da nicht mehr deine Hand neben mir. Ich konnte mich nicht mehr in dich verkriechen, wenn ich nichts und niemanden mehr sehen wollen. Und wenn ich nach Hause kam, konnte ich dir nicht mehr erzählen, was mir unterwegs in den Kopf gekommen war.

Ich sollte weinen.
Aber ich konnte nicht.

Ich stand allein am Elbufer. Konnte keine zwei Minuten still an einer Stelle bleiben. Ich schluckte alles, was ich finden konnte. Und trank alle Flaschen leer. Aber nicht für einen Moment konnte ich in irgendeinen Rausch rutschen. Denn all die Jahre warst du doch mein Rausch gewesen.

Dich sah ich in St. Georg auf den wilden Partys. Dich traf ich in Hannoversch-Münden. Von dir erzählten sie mir in Hannover und in Nürnberg. Und wenn wir uns trafen und anschauten, dann elektrisierten mich deine Blicke immer noch.

 


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