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Weltraumstation MIRMIR
 Flensburg online: MIR Raumstation
Flensburg online: MIR Raumstation

Flensburg online: MIR Raumstation
Flensburg onlineDie vorerst letzte menschliche Besatzung verließ Ende August 1999 die russische Weltraumstation MIR. Die beiden Kosmonauten und ihr französische Kollege landeten am 28-August 1999 in einem Weizenfeld von Kasachstan, nachdem sie mit ihrer Sojus-Raumkapsel die 13 Jahre alte Weltraumstation verlassen hatten.
Viktor Afanasyev (51), Sergei Avdeyev (43) und Jean-Pierre Haignere (51) landeten 60 Kilometer vom Weltraumhafen Baikonur entfernt.

Nebenbei: Mit insgesamt 742 Tagen im Orbit hält Sergei Avdeyev den Rekord, am längsten im Weltraum gewesen zu sein.

Hatte man 1999 noch gedacht, dass die Bodenkontrolle die Hauptsysteme der Station ausschalten würde, damit im Frühjahr des Jahres 2.000 MIR ihre Umlaufbahn verlassen und "geordnet" in der Erdatmosphäre verglühen sollte, sieht es 2000 wieder ganz anders aus.
 
Flensburg online: MIR Foto

Ein Ende von MIR wäre für die russische Raumfahrt eine herbe Enttäuschung. Trotz der "Niederlage" im Wettlauf mit den Amerikaner um die Mondlandung, konnte die sowjetische Raumfahrt nämlich etliche Erfolge verbuchen:

ERFOLGE DER VERGANGENHEIT UND HEUTIGER GELDMANGEL

Die Russen hatten den ersten Satelliten in den Weltraum gebracht; den ersten Menschen in den Kosmos befördert und auch die erste Frau in den Kosmos entstandt.

Und mit MIR haben die Russen die am längsten im Weltraum befindliche Raumstation.

Dass das weitere Weltraumprogramm aus Geldmangel enden soll, dürfte die russischen Wissenschaftler arg enttäuschen.
MIR
Background: Während die letzten Kosmonauten MIR verließen, behaupteten amerikanische Zeitungen, daß Jelzin und andere hohe russische Politiker Milliarden (Milliarden!) an Dollar in die eigenen Taschen bugsiert hätten.
Jelzin soll zum Beispiel 1 Milliarde Dollar auf einer Bank in Israel gebunkert haben. Bei 250 Mio Dollar Kosten pro Jahr für MIR könnte Jelzin alleine mit diesem Geld die Station für 4 Jahre unterhalten.

 

 

Mehr als 77.000 mal hat MIR die Erde umrundet.
Mehr als 100 Menschen waren an Bord.
Gewicht: 140 Tonnen
Insgesamt gab es auf MIR 1.600 Störfälle; der schlimmste Unfall: Zusammenstoß im Jahre 1997 mit einer Versorgungsrakete.

MIR wird von der staatlichen Firma RKK Energia betrieben.

ZWEI WEITERE FLÜGE GEPLANT

Für das Jahr 2001 sind zwei weitere Flüge zur russischen Raumstation geplant. Private Investoren stellen das nötige Kleingeld zur Verfügung.
… tja, aber dann wurde die Station doch vom Himmel geholt und "umweltfreundlich" einfach im Meer versenkt. Aus den Augen, aus dem Sinn?
 

 

KLICKS –

http://www.fortunecity.com/tattooine/ridleyscott/252/mir.htm
CD-ROM Rezension "MIR" aus dem Hemming Verlag


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