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Flensburg online: Verlust der moralischen Grundwerte / Juni 2004

 

 


A N Z E I G E –

 

Politiker haben durch Skandale an Ansehen verloren: So betrachtet jeder dritte Deutsche Helmut Kohl als besonders unaufrichtig (33 Prozent), dicht gefolgt von Jürgen Trittin (31 Prozent) und Gerhard Schröder (29 Prozent)

Verfall der Moral

Die meisten Deutschen bedauern den Verfall der moralischen Grundwerte in unserer Gesellschaft.

Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an. Das ist so alt wie es wahr ist. Wenn die polititischen Führer und Wirtschaftsbosse raffen und sich nicht an die moralichen Grundwerte halten, wirkt sich diese Einstellung durch die gesamte Gesellschaft bis ganz nach unten aus.

   Wenn Fußball-Profis darauf angesprochen, dass sie doch ein Foul oder ein Handspiel gemacht hätten, um sich einen Vorteil zu verschaffen, und sie dann in die Kamera grinsen und meinen, der Schiedsrichter hätte doch nichts gesehen, dann treiben diese Idole ihre meist jugendlichen Bewunderere geradezu in die Arme des moralischen Verfalls von Anstand, Ehrlichkeit und Fairplay.

Ehrlichkeit als Auslaufmodell in Deutschland?

Wie eine Umfrage von "tv Hören und Sehen" im Juni 2004 zeigte: 97 Prozent der Deutschen bedauern den Verfall von Moral

Bei der Steuererklärung schummeln, den Handwerker schwarz arbeiten lassen oder die Versicherung hinters Licht führen – der Verfall von Moral und Ehrlichkeit in der Gesellschaft ist überall zu erkennen, auch in der Politik.

Welche Politiker werden als unaufrichtig empfunden?

Das Magazin "tv Hören und Sehen" hatte mal genau nachgefragt: Fast jeder Bundesbürger (97 Prozent) ist der Meinung, dass die ehemals ehernen Grundwerte immer stärker ins Hintertreffen geraten. Politiker haben durch Skandale an Ansehen verloren: So betrachtet jeder dritte Deutsche Helmut Kohl als besonders unaufrichtig (33 Prozent), dicht gefolgt von Jürgen Trittin (31 Prozent) und Gerhard Schröder (29 Prozent).

Der Boss der Deutschen Bank

Das Tribut Ehrlichkeit erhalten dagegen am stärksten Helmut Schmidt (33 Prozent), Richard von Weizsäcker (31 Prozent) und Joschka Fischer (29 Prozent). Noch schlechter schneiden die Manager ab: 44 Prozent der 1.135 Befragten Frauen und Männern zwischen 16 und 65 Jahren misstrauen dem Boss der Deutschen Bank, Josef Ackermann, oder Bahn-Chef Hartmut Mehdorn.

Trauen die Leute Dieter Bohlen nicht?

Im Bereich Kultur und Fernsehen genießen Götz George (23 Prozent), Günter Jauch und Iris Berben (je 20 Prozent) das größte Vertrauen. Negativ-Sieger ist Dieter Bohlen, dem jeder Zweite (52 Prozent) nicht traut. Im Sport-Sektor haben Steffi Graf (25 Prozent) und Michael Schumacher (20 Prozent) den größten Vertrauensbonus. Als besonders unaufrichtig gelten dagegen Oliver Kahn (29 Prozent), Uli Hoeneß und Boris Becker (12 Prozent).

Die Ergebnisse der Umfrage und ein Exposé von Ulrich Wickert über den Verfall von Ehrlichkeit und Moral erscheinen in Heft 25 von tv Hören und Sehen (11. Juni 2004).

 

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