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Wernher Freiherr von Braun

Wernher Freiherr von Braun

März 2002

Den Machthabern in Nazi-Deutschland war die strategische Bedeutung des Weltraums durchaus bewußt.
Wer den Weltraum (oder auch den Mond) beherrscht, beherrscht die Welt.

Sowohl im Westen wie auch im Osten basiert die gesamte Raketentechnik auf der V2 der Nazis. Amerikaner und Russen holten sich nach dem Zweiten Weltkrieg Nazi-Wissenschaftler.

Die rund 12 Meter große V2 war die erste funktionierende große Rakete der Welt.
Die zuvor entwickelte V1 ("fliegende Bombe") war der Vorläufer der heutigen Marschlfugkörper Cruise-Missiles.

KLICKS –

Das Deutsche Historische Museum über Wernher von Braun

BuchTipps –
Mondsüchtig von Rainer Eisfeld
"Rainer Eisfelds Dokumentation" ist erschütternd.
Sie verlangt nach einer Neubewertung der 'Lichtgestalt' Wernher von Braun und seiner Mitarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus." (Kölner Stadt-Anzeiger).
Mit S/W-Fotos"

Peenemünde. Die Geschichte der V- Waffen
von Walter Dornberger

US-Pressekläerung vom 1. Oktober 1945, dass deutsche Wissenschaftler in die USA gebracht wurden

Info-Seite der NASA über Wernher von Braun


Kleine Chronologie –

A1: 150 kg Startgewicht, 300 kg Schub (1933)

A2: 500 kg Startgewicht, 2000 kg Schub (1934); erreichte Höhe 2,2 Kilometer

A3: 750 kg Startgewicht, 1.500 kg (1937, 1938); erreichte Höhe von 8,8 Kilometern

A4: 13.500 kg Startgewicht, 25.000 kg Schub (1942); erreichte Höhe von 90 Kilometern

Später wurde auch an A9 und A10 gebaut. Das sollte die "Amerika"-Rakete werden, mit der man New York beschießen wollte.


Am 12. Juni 1944 flogen die ersten V1 Bomben gegen England.

 

Schneller und besser als jede Rakete: Flugscheiben.
Buch –
Hatten die Nazis schon Flugscheiben / UFOs?
Die Realität der Flugscheiben
von J. A. Epp

EBOREN wurde Wernher Freiherr von Braun am 23. März 1912 im ostpreußischen Wirsitz. Am 16. Juni 1977 starb er im Alter von 65 Jahren in den USA.

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Mitglied der NSDAP und sogar der SS
Im Jahre 1936, die Einwohner waren umgesiedelt worden, begannen die Bauarbeiten für das Raketenforschungszentrum der Nazis in Peenemünde. Ab 1937 war Wernher von Braun dort als technischer Direktor tätig und leitete die Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Von
Braun war Mitglied der NSDAP und ab 1933 auch der SS.

Sklavenarbeit in der Hölle für die Sterne
Am 12. Juni 1944 flogen die ersten V1 Bomben gegen England.
Die erste V2-Rakete stieg am 3. Oktober 1942 von Peenemünde in den Himmel. Durch diese "Vergeltungswaffe", die auch auf London geschossen wurde, verloren mehr als 9.000 Menschen ihr Leben.
Insgesamt wurden rund 3.000 V2 Raketen bis März 1945 auf England, Belgien und Frankreich abgeschossen.

"Südengland und das Stadtgebiet von London wurden in der vergangenen Nacht und heute vormittag mit neuartigen Sprengkörpern schwersten Kalibers belegt."
Großdeutscher Rundfunk, 16. Juni 1944

Kleiner Einschub zu Peenemünde –
Der deutsche Fernseh-Pionier Walter Bruch (1908-1990), von dem übrigens das PAL-Farbfernsehsystem stammt, nahm 1935 seine Arbeit bei TELEFUNKEN auf; 1936 war Walter Bruch an den TV-Übertragungen der Nazis von den Olympischen Sommerspielen in Berlin beteiligt. Und von 1939 - 1945 arbeitete er als Ikonoskopspezialist in Peenemünde. Von Walter Bruch stammt auch die Kabelfernsehanlage zur Beobachtung der Raketenstarts. Fünf Jahre nach dem Krieg nahm er seine Arbeit 1950 wieder bei TELEFUNKEN auf.

Aber der Opfer gab es noch mehr –
Ab 1943 mußten KZ-Häftlinge in der Massenfertigung der V2-Rakete arbeiten.

Die Arbeits- und Lebensbedingungen im sog. Mittelbau-Dora des Konzentrationslagers Buchenwald? Grausam und menschenverachtend, das Vieh wurde besser gehalten.
Mehr als 20.000 Menschen starben unter den schlimmen Haft- und Arbeitsbedingungen.

Als die KZ-Häftlinge ausgewählt wurden, war Wernher von Braun persönlich zugegen. "Überlebende sind heute überzeugt, dass er durch eine gemäßigtere Vorgehensweise eventuell Menschenleben hätte retten können." [Flensburger Tageblatt, 11-03-02, FU31]

Im Leben das Richtige gemacht?
"Wissenschaft an sich besitzt keine moralische Dimension" – war eine der Überzeugungen des Raketenforschers.
Erst auf seinem Krankenbett im Angesicht des Todes und der Konfrontation auf einer höheren Ebene mit seinen Taten kamen Wernher von Braun Bedenken: "Es gibt so viel Elend in der Welt, das bekämpft werden muss. Haben wir wirklich das Richtige gemacht?"
[zitiert nach Flensburger Tageblatt, 11-03-02, FU31]

Nach Kriegsende
Nach Kriegsende holten sich die UdSSR und die USA an Nazi-Wissenschaftlern ins Land, was sie buchstäblich einfangen konnten. Beide Länder wollten von dem KnowHow und der Erfahrung der Nazi-Wissenschaftler profitieren.

Wernher von Braun landete in den USA. Die Amerikaner karrten insgesamt 300 Eisenbahn-Waggons mit V2-Teilen ab.
In den USA machte er, den der amerikanische Geheimdienst (Operation Paperclip) zunächst heimlich und unter Ausschluss der US-Öffentlichkeit ins Land geholt hatte, schnell Karriere. Bei der NASA unterstanden ihm während des Mondflug-Programms 7.500 Mitarbeiter.

Wernher von Braun hatte wohl gehofft, dass er sogar oberster Chef der NASA werden würde. Aber in den 70er Jahren interessierte sich die US-Öffentlichkeit mehr und mehr für die Kriegsverbrechen während der Nazi-Zeit. Außerdem hatte die US-Wissenschaft mittlerweile das Wissen der Nazi-Wissenschaftler ausreichend adaptiert. Noch verbleibende Deutsche wurden mehr und mehr aus den Forschungsprojekten verdrängt.
Wernher von Braun wurde innerhalb der NASA mehr und mehr isoliert. Schließlich verließ er die NASA im Jahre 1972. Fünf Jahre später starb er an Krebs.

Siehe vielleicht auch Zwangsarbeitslager in Flensburg während der Nazi-Diktatur

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