Papierkörbe in Flensburg

Flensburg hat 921 Papierkörbe

In Flensburg gibt es 121 Papierkörbe, die ein Fassungsvermögen von jeweils 100 Litern haben. Und 800 Papierkörbe mit einem Fassungsvermögen von jeweils 50 Liter.

Pro Jahr fallen in Flensburgs Papierkörben rund 480 Tonnen Abfall an. Im Sommer ist es wegen dem Tourismus etwas mehr. Dann werden die Papierkörbe an stark frequentierten Punkten auch schon mal morgens, mittags und abends geleert. [Stand: Sommer 2004]

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Wer redet da...?

Der Flensburger an sich will seine Ruhe haben. Im Prinzip. Er ist gesellig. Er redet gern. Aber alles in Maßen. Deshalb wäre es auch nix, was im Frühjahr 2004 in der Bundeshauptstadt Berlin auftauchte: Sprechende Papierkörbe.

Immer nur Volltreffer?

Mit "Guck mal wer da spricht" gingen die Berliner Stadtreinigungsbetriebe mit sprechenden Papierkörben ihre Bürger massiv an. Nix für den Flensburger, der eigentlich erst nach dem vierten Grog warm wird. Und geradezu nervig, wenn scih der Flensburger vorstellt, dass es aus so einem Müllbehältnis "Tor, Tor, Tor – Volltreffer" zurückhallt, wenn er seinen Abfall in einen Papierkorb wirft. Vielleicht zeigt ein großes Display auch gleich noch für alle sichtbar an, was man da an Müll eingeworfen hat...?! Mit Name und Adresse des Einwerfenden?

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Solarbetriebenes Nerv-Gequatsche

In Berlin wurden 20 dieser sprechenden, solarbetriebenen Papierkörbe aufgetellt. Seien wir froh, dass es Flensburgs Politiker nicht geschafft haben, diese Stadt schuldenfrei zu halten (ein Böser, wer jetzt daran denkt, dass die hohe Verschuldug vielleicht auch mit an den dicken Politiker-Bezügen und den großzügig bemessenen Politiker-Pensionen liegen könnte). Denn arm wie dieses einst so stolze und reiche Flensburg mittlerweile ist (natürlich sagen uns "unsere" Politiker, dass das weder an ihren dicken Bezügen, noch an Fehlern in ihrer Politik liegt.*** Ne, das ist die globale Wirtschaftsentwicklung. Oder so ähnlich), wird sich diese Stadt wohl kaum sprechende Papierkörbe leisten können. Denn schließlich kostet so ein sprechender Solar-Papierkörbe satte 1.000 Euro das Stück.



*** Auch dass sich Flensburgs Politiker im Rathaus trotz leerer Kassen noch Bürokräfte aus Steuergeldern gönnten (der Bund der Steuerzahler kritisierte das richtigerweise), hat nichts mit den Schulden dieser Stadt zu tun.

Dafür wollte dann aber Oberbürgermeister Stell, als er nach der Verwendung von Haushaltsmitteln gefragt wurde, Geld für seine Antwort... wir wunderten uns und schalteten "Flensburg offline" ein.
Und bei Stells Eintreten (obwohl viele, viele Flensburger dagegen sind) für die ebenso ungeliebte wie teure Südermarkt-Passage schüttelten nicht nur wir nur noch den Kopf. Ob Stells Entscheidung, sich kein zweites Mal zur Wahl zu stellen, darin begründet ist, dass der zugereiste Stell zu spüren meint, dass die Flensburger ihn nach diesen Sachen nicht mehr mögen?



Bei so viel Nervereien pfeift sich der Flensburger dann lieber noch zwei oder drei wesentlich kostengünstigere Grog rein... denn dann kann man durchaus Flensburgs Papierkörbe auch reden hören.

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Der höchste Müllplatz auf diesem Globus Dort steht kein Papierkorb rum.