Pressespiegel bei "Flensburg online"

Leipziger Volkszeitung 9. Januar 2006

Angela Merkel: Selbstbewußt

Bernd Hilder über Kanzlerin Angela Merkel, die weiß, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft sicherheitspolitisch noch immer viel wichtiger ist als die Partnerschaft mit einem halb-demokratischen Russland.

Außenpolitisch tritt die neue Kanzlerin nach wenigen Amts-Wochen erstaunlich selbstbewusst auf. In der EU schmiedet sie Kompromisse, statt Keile zu treiben. Im Verhältnis zur Supermacht USA und zur Großmacht Russland findet sie klare, aber diplomatisch akzeptable Worte, statt sich in Nebelwerfen zu flüchten.

Angela Merkel verzichtet auf Leisetreterei, ohne wie ein Elefant im Porzellanladen zu wüten, wenn sie gleichzeitig ihre Sorge über den holprigen Demokratisierungsprozess in Moskau ausdrückt und eine rechtsstaatlich vertretbare Behandlung der Terrorverdächtigen im US-Gefangenenlager Guantanamo fordert.

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Als Merkel vor drei Jahren als Oppositionschefin nach Washington reiste und demonstrativ den Anti Terror-Kampf von US-Präsident Bush unterstützte und sich in der Irak-Frage von der rot-grünen Regierung absetzte, wurde ihr zu Unrecht Unterwürfigkeit vorgeworfen. Genauso falsch wäre es jetzt, eine totale Kehrtwende zu diagnostizieren. Von Abstandsgleichheit keine Spur: Merkel weiß, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft sicherheitspolitisch noch immer viel wichtiger ist als die Partnerschaft mit einem halb-demokratischen Russland.
Internet: Leipziger Volkszeitung



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