Pressespiegel bei "Flensburg online"

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
8. März 2005

Der Fortschritt ist weiblich
Uwe Knüpfer
zum Internationalen Frauentag im Jahr 2005

   Der heutige Weltfrauentag könnte ein Feiertag sein. In weiten Teilen der Welt hat sich die wirtschaftliche, rechtliche und politische Lage der Frauen im letzten Jahrhundert dramatisch verbessert.

   Nicht nur sind die Chancen von Frauen gewachsen, ihre Talente auch anders auszuleben als am heimischen Herd, an der Seite eines Mannes oder in "Frauenberufen". Nein, die Tatsache, dass heute Frauen ihre Stimme öffentlich erheben, bereichert fast jede gesellschaftliche Sphäre, von der Politik über die Künste bis zum Journalismus.

   Auch dass sich Männer heute "weiblich" verhalten, öffentlich zärtliche Väter sein dürfen, ja, dass der Militarismus, diese extreme Steigerung männlichen Imponiergehabes, im öffentlichen Erscheinungsbild unserer Gesellschaft keine Rolle mehr spielt, verdanken wir dem Fortschritt der Frauen.

   Dieser Fortschritt endet allerdings hinter vielen Wohnungstüren. Noch immer ruht die Verantwortung für Haushalt und Familie fast immer allein auf weiblichen Schultern. Hier bleibt noch viel Raum für Verbesserungen.

   Der Vormarsch der Frauen ging einher mit der Industrialisierung und der wachsenden Bedeutung von Wissen und Dienstleistungen. Das gilt nicht nur für die jüdisch christliche, sondern auch für die muslimische Welt. Doch fand der Aufbruch in die Moderne dort später als im Westen statt. Mit Verspätung dringen auch dort jetzt Frauen in Männerbastionen ein.

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   So blicken manche muslimischen Männer nach Westen, ahnen, was "droht" und verstecken sich hinter dem Koran. Sie reagieren womöglich besonders wütend, wenn die einzige Macht, die sie haben, Macht über Frauen ist.

   Die brutalste Ausprägung des Kampfes muslimischer Machos gegen ihre Frauen und Töchter sind sogenannten Ehrenmorde. Es ist ein Skandal, dass solche Morde im Zeichen falsch verstandener Toleranz gegenüber fremden Kulturen nicht immer mit aller Härte des Gesetzes geahndet worden sind. Es ist höchste Zeit, dass dieser Skandal ein Ende hat.

Internet: Westdeutsche Allgemeine Zeitung



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