Flensburg online

Ein
Reisebericht

von Silvia Balbo und
Thorsten Solmecke

www.Leuchttuerme.de

Flensburg online *August 2001









 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ausführliche Informationen über Buchung von Tages-
und Mehrtagesfahrt gibt es direkt beim
Förderverein "Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V."
Inselstraße 6
27568 Bremerhaven
Tel. (0471) 49 076

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

Es ist schon ein atemberaubendes Gefühl, in der Küche des Turmes zu sitzen, auf das Meer zu schauen und sich wie ein Leuchtturmwärter in vergangenen Zeiten zu fühlen.

Leuchtturm
Roter Sand

Mit dem 1942 erbauten Museumsschlepper "MS Goliath" ging es nach einer 3stündigen Fahrt zum Leuchtturm Roter Sand in der Außenweser.

Leuchtturm Roter Sand
Leuchtturm Roter Sand
Foto: Silvia Balbo und Thorsten Solmecke

Seinen Namen erhielt das Leuchtfeuer in der Bremer Bucht von der mit rotem Muschelkalk besetzten Sandbank Roter Sand.
Im Mai 1881 wurde ein Caisson auf
dem Meeresboden abgesetzt und dort sollte der Leuchtturm errichtet werden.

Eine Sturmflut im Oktober 1881 riß die Einrichtung samt allen technischen Geräten in die offene See und ruinierte die beauftragte Baufirma.

Aber die Bremer gaben nicht auf und am 22. Mai 1884 wurde ein Caisson in 14 Meter Tiefe (22 Meter unter Niedrig Wasser) im Meeresgrund eingegraben. Eine zu seiner Zeit einmalige technische Meisterleistung in der offenen See.

Das 30,7 Meter (über niedrig Wasser) hohe Leuchtfeuer wurde am 19. Oktober 1885 gezündet und wies den Schiffen von und nach Bremerhaven den Weg. Oft ein letzter Gruß der Heimat für viele Auswanderer nach Amerika oder
als Willkommensgruß für Heimkehrer.

Im Jahre 1964 wurde das Leuchtfeuer Roter Sand außer Dienst gestellt und vom naheliegenden Leuchtturm Alte Weser ersetzt, eine Veränderung des Fahrwassers machte dies notwendig.
Es drohte, dass der Leuchtturm sich
selbst überlassen oder abgebaut werden mußte.
Vielen Bremer und Bremerhavener Bürgern ist es zu verdanken, dass der Leuchtturm für die Nachwelt erhalten geblieben ist.
Ein Förderverein "rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V." wurde gegründet und der Turm wurde durch Spenden samiert.

Eine solche Institution bedarf vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die sich für den Erhalt des Leuchtfeuers einsetzen. Bis heute wird durch den Träger des Leuchtturmes der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" und des Fördervereines Spenden gesammelt und der Turm erhalten.

"Ein Anstrich des Leuchtturmes kostet z.B. DM 20.000 und wer sich in der Seefahrt auskennt, der weiß, dass ein Seemann anstreichen und Rost klopfen als erstes lernen muß. Wie auch bei Schiffen ist es beim Leuchtturm Roter Sand, der eine reine Stahlkonstruktion ist, eine der wichtigsten Instandhaltungsarbeiten der Anstrich", so PROFESSOR KIESOW, der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Nicht zuletzt wird durch die ehrenamtliche Arbeit vieler Helferinnen und Helfern auch die Tages- und Mehrtagesfahrt zum Leuchtturm wieder ermöglicht. Ein neues Sicherheitskonzept ermöglicht seit Anfang Juli vielen Leuchtturm-Freundinnen und -Freunden den Besuch des Roten Sand.

Leuchtturm Roter Sand
Foto: Silvia Balbo und Thorsten Solmecke

Die Preise von DM 599 für die Mehrtagesfahrt (1 Übernachtung "all inclusiv") und DM 170 für die Tagesfahrt sind kostendeckend und erwirtschaften für den Förderverein keinen Gewinn. Es ist verständlich, dass für 6 BesucherInnen ein Schiff mit Mannschaft und Material eingesetzt werden muss, um die Überfahrt zu ermöglichen.

Eine Übernachtung bedeutet
auch eine Nacht Abenteuer

Spätestens beim Ausblick von der Galerie des Turmes wird der Besucher
und die Besucherin entlohnt. Es ist schon ein atemberaubendes Gefühl, in der Küche des Turmes zu sitzen, auf das Meer zu schauen und sich wie ein Leuchtturmwärter in vergangenen Zeiten zu fühlen.

Für seine Gäste ist der Leuchtturm zwar einfach, aber sehr zweckmäßig ausgestattet und die alten Gerätschaften sind noch so erhalten, wie die Leuchtturmwärter sie einst genutzt haben.

Im Turm angekommen, betritt man zu erst den Keller mit seiner Naßzelle und dem Raum für Material, Proviant und Rettungsmittel. Die Sicherheit wird am Turm und auch schon bei der Überfahrt sehr groß geschrieben und wurde natürlich mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger abgestimmt.

Sieben Meter über dem niedrig Wasser liegt der Schlafraum mit seinen 9 Kojen, von welchen pro Übernachtung nur maximal 6 besetzt werden und die Restlichen als Stauraum für Gepäck dienen. Die Küche ist zugleich Aufenthaltsraum für die Turmgäste und hat auch schon zu Zeiten der Leuchtturmwärter dafür gedient. Eine Wandmalerei wurde seinerzeit von Leuchtturmwärtern angebracht.

Wandmalerei im Leuchtturm Roter Sand
Eine Wandmalerei wurde seinerzeit von Leuchtturmwärtern angebracht
Foto: Silvia Balbo und Thorsten Solmecke

Jede Menge Informationen rund um Leuchttürme finden Sie auf der WebSite: www.Leuchttuerme.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   INFORMATIONEN über den Turm und alte Dienststücke der Wärter sind im Arbeitszimmer noch heute zu finden. Im Laternenraum laden Stühle zum Verweilen mit Blick auf die offene See ein, das Nebenfeuer steht in einem Erker und der Weg zur Galerie beginnt von dieser Ebene.

Ausführliche Informationen über Buchung und Informationen über die Tages-
und Mehrtagesfahrt gibt es direkt beim
Förderverein "rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V."
Inselstraße 6 - 27568 Bremerhaven - Telefon 0471/49076

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