Knutt |
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Er ist einer der praechtigst rot gefärbten Vögel im Wattenmeer, aber ohne Fernglas ist es kaum möglich, ihn zu bewundern. Der Knutt gehört zu den besonders geselligen Strandläufern und ist stets in Trupps bei der Nahrungssuche oder in riesigen Schwärmen an den Hochwasserrastplätzen anzutreffen. Da Vögel im Schwarm immer schreckhafter reagieren als Einzelvögel, ist es kaum möglich, im Watt einen Knutt aus der Nähe zu beobachten. Auf dem Watt stochert der amselgrosse Knutt nach kleinen Muscheln und Wattschnecken. Er schluckt diese dünnschaligen Beutetiere ganz herunter und zerkaut sie mit seinem Muskelmagen. Im Brutgebiet fressen Knutts auch oft Knospen und Blättchen, solange das Angebot an Insekten noch gering ist. Vor dem Start zu den bis zu 4000 km langen Flügen lagern die Knutts Fett im Körper an, wodurch sich ihr Gewicht von 140 auf 240 g erhöht. Um diese Fettreserven anzulegen, brauchen sie bei uns die riesigen Wattflächen des Nationalparks Wattenmeer. Wie lebt der Knutt? Der Knutt ist ein extremer Langstreckenzieher unter den Wattvögeln. Die Vögel, die im Frühjahr und Herbst im Wattenmeer Station machen, stammen aus der Ostkanadischen und der Nordsibirischen Brutpopulation. Sie brüten also je 4000 km vom Watt entfernt und überwintern in Westeuropa und Westafrika. Andere Knuttpopulationen ziehen von Alaska nach Peru und von Ostsibirien nach Neuseeland. Die Brutplätze des Knutts liegen in der arktischen Tundra zwischen Zwergsträuchern und Flechtenpolstern. Anfang Juni treffen die Vögel ein, beginnen während der Schneeschmelze mit dem Brutgeschäft, und schon Anfang August folgen die Jungvögeln ihren bereits abgezogenen Eltern, ehe der neue Winter beginnt. Wichtigstes Winterquartier der sibirischen Knutts ist die Banc d'Arguin in Mauretanien. SCHUTZSTATION WATTENMEER Grafenstr. 23 24768 Rendsburg Tel. 04331/23622 Fax 04331/25246 |
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