| 28-Oktober
2003
Steinzeitsiedlung
an
der Ostsee entdeckt
Siedlungen
schon vor
6.000 Jahren
an der Ostsee
Forscher
des
Archäologischen Landesamtes Schleswig fanden heraus, dass es bereits vor
6.000
Jahren Siedlungen an der Ostsee gab. Diese Siedlungen waren ganzjährig
bewohnt.
Gefunden
wurden, wie National
Geographic Deutschland meldete, vor
Neustadt in der Ostsee unter anderem
Knochen von Wild sowie von Vogelarten, die dort überwinterten.
Sie
dienten um 4.500 bis 4.300 v. Chr. als Nahrung für
die Menschen, die sich nach dem Ende der letzten Eiszeit
vor 10.000 Jahren in dieser Region angesiedelt hatten.
Weil der Wasserspiegel der Ostsee seitdem um
gut 4 Meter angestiegen ist, blieb diese steinzeitliche Siedlung
bislang im Wasser verschwunden.
Jagd und Fischfang National
Geographic Deutschland berichtet, dass die Menschen der
Siedlung seinerzeit von der Jagd und dem
Fischfang lebten.
Denn man fand entsprechende Werkzeuge.
An Land jagten sie
Wildscheine, Rothirsche und Rehe, deren Geweihspitzen zu
Harpunen verarbeitet wurden. Durchbohrte Schulterblätter
von erlegten Robben bezeugen den Einsatz dieser Harpunen.
Gefunden wurde auch eine Axt
aus dem Gestein Amphibolit, das es sonst nur an
der Mittelelbe und
an der Donau gibt. Diese Axt diente den frühen Neustädtern
vermutlich nicht als Werkzeug, sondern war ein Prestigeobjekt.
Mit Booten, die aus einem einzigen Baumstamm
gefertigt wurden, fuhren die Siedlungsbewohner elbaufwärts,
um das begehrte Gestein einzutauschen.
Wie groß die Siedlung war, kann noch nicht gesagt werden,
denn bislang wurden erst 40 Quadratmeter freigelegt.
Mehr in der
November-Ausgabe 2003 vom National
Geographic Deutschland
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