Arm sein ist nicht schön. Aber zum Glück stirbt man wenigstens früher und muss nicht gar zu lange in dem ganzen Trott wie ein Hamster im Käfigrad rumlaufen...
Nein, kein Zynismus. Was die "Saarbrücker Zeitung" am 12.5. d.J. schrieb ist traurig genug: "Studie belegt: Wer arm ist, stirbt bis zu sechsJahre früher".
Bei "Flensburg online" hatten wir vor einiger Zeit bereits die Information veröffentlicht, daß die Leute je ärmer sie sind, desto eher zur Zigarette greifen:
Armut & ZigarettenIn dem Artikel der Saarbrücker Zeitung wird auf die Forschungsergebnisse des Rostocker Max Planck-Instituts für demografische Forschung Bezug genommen. Dieses Institut hat die anonymisierten Rentenversicherungsdaten von 5,2 Millionen Männern über 65 Jahren ausgewertet. "Diese enthalten über die Entgeltpunkte Hinweise auf die Einkommenssituation. Die Forscher verglichen diese Daten mit der Sterblichkeit und zogen zudem noch als Merkmal hinzu, in welcher Art von Krankenversicherung die Betroffenen waren. Frühere Untersuchungenhatten nur über wesentlich kleinere Stichproben verfügt. Demnach stieg die Lebenserwartung der männlichen Rentner kontinuierlich an, je mehr Entgeltpunkte sie bei der Rentenversicherung gesammelt hatten. Von durchschnittlich rund 14 Jahren Restlebenserwartung bei den 65jährigen Versicherten mit wenigen Entgeltpunkten auf bis zu 19 Jahre bei den Versicherten mit den meisten Entgeltpunkten. "Es gibt einen linearen Zusammenhang", sagte der Leiter des Projektes, Rembrandt Scholz, der "Saarbrücker Zeitung". Die Restlebenserwartung ist laut der Studie mit 17,8 Jahrenbei Angestellten höher als bei Arbeitern (15,5 Jahre). Privatversicherte 65jährige haben noch 19 Jahre zu leben, pflichtversicherte nur 16 Jahre."
Früher war alles besser:
Senioren in Flensburg